Xe: Intel lotst weitere AMD-Radeon-Managerin nach Santa Clara

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Quelle: Intel

Intel wildert recht fleißig bei den Mitbewerbern des dedizierten Grafikkartenmarktes und hat nun einen weiteren Neuzugang bei AMD weggelotst. Heather Lennon leitete da das Marketing und wird in ähnlicher Rolle bei Intel aktiv werden.

Intel meint es ernst mit seinen Bestrebungen, in den dedizierten Grafikkartenmarkt einzusteigen. Das dürfte mittlerweile klar sein. Dass in Santa Clara mehr und mehr die Radeon Technologies Group entsteht, zeichnet sich zunehmend auch ab. Zur Speerspitze Raja Koduri, der 2017 AMD verließ, um bei Intel anzudocken, gesellten sich in der Vergangenheit immer weitere AMD-Leute, die man abgeworben hat.

Neuester Zugang ist Heather Lennon, die bei AMDs Radeon Technologies Group die Marketing-Bemühungen geleitet hat und über zehn Jahre bei AMD unter Vertrag stand. Lennon lenkte die Kommunikation für AMD-Grafikkarten und kann sich sogar mit einem PR Week Award schmücken - eine Auszeichnung für die Kampagne des Jahres 2014. Insgesamt sind 40 Auszeichnungen aufgelaufen und sie wird dafür verantwortlich gemacht, dass AMD einen guten Stand in Tech- und Bastler-Communitys hat.

Bei Intel wird Lennon die Rolle des Senior Manager, Digital Marketing for Graphics übernehmen und eng mit Mark Taylor zusammenarbeiten, der von Nvidia kam und das technische Marketing leitet. Da ist man in bester Gesellschaft mit Namen wie Chris Hook und Tom Peterson, auch "Flüchtlinge" von den Mitbewerbern. Raja Koduri leitet die Party, die am Ende Intel mit dem Markennamen Xe zu einer etablierten Größe im Markt für dedizierte Grafikkarten machen soll. Da geht es nicht alleine um Spieler, sondern vor allem auch und den Compute-Markt für Parallel-Recheneinheiten, in dem aktuell die ökonomisch prächtigen Buzzwords Cloud und AI lauern.

Immerhin wird auch der Prozessorkäufer etwas davon haben, denn Gen 11 der integrierten Grafikchips soll deutliche Vorsprünge machen und mit Ice Lake debütieren.

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    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von FoxX11 PC-Selbstbauer(in)
        Bei den CPUs sollte Intel ja auch die Besten der Besten haben -sagt wenig aus ...siehe derzeitige Situation..
        Bin trotzdem gespannt was sie 2020 bringen
      • Von FoxX11 PC-Selbstbauer(in)
        Bei den CPUs sollte Intel ja auch die Besten der Besten haben -sagt wenig aus ...siehe derzeitige Situation..
        Bin trotzdem gespannt was sie 2020 bringen
      • Von DBGTKING
        Ja genauso wie bei allen anderen Software Entwickler auch. Darum hinkt ja die Software der Hardware hinter her. Zudem kostet Software Entwicklern wohl das meiste Geld,als auch viel Zeit. Die Hardware Entwicklung kann aber nicht auf die Software warten. Denn dann würden die auf Dauer darunter Leichen. Auch bei Videospiele sieht es nicht unbedingt rosig aus beim massiv weiter entwickeln. Innovation gibt es auch fast nicht. Und sollte sie es doch mal geben dann ist sie sauteuer und wird kaum unterstützt.

        Daten werden wir uns halt gewöhnen müssen. Es heißt ja nicht umsonst Fachkräfte Mangel. Das Problem mit Fachkräfte Mangel scheinen wohl mehrere Länder zu haben, sogar wohl die USA. Nun gut, hat auch seine Vorteile das man am Ende mehr Geld für was anderes in der Tasche hat oder zum sparen. Ich lehne mich dabei mal genüsslich zurück, hole Popcorn raus und lasse mich unterhalten sowie werde ich den Markt da weiterhin weiter beobachten.
      • Von cryhme187 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Diablokiller999
        Erst das Arbeiten in einer beschränkten Umgebung sorgt für gesteigerte Kreativität um Engpässe zu umgehen
        Ich mag es auch wenn man mal auf der Arbeit anders denken muss aber wenn man aufgrund von Sparplänen der CEOs dauerhaft Zeit und Nerven sinnfrei verpulvert sorgt das mMn. eher für Ermüdung und schädigt die Arbeitsmoral sogar nachhaltig. Ich glaube eher dass eine fortschrittliche, agile und geplante Arbeitsumgebung einem erst die Möglichkeit bietet das komplette Potenziel zu entfalten.
        Ich kann einen Nagel auch mit einem Stein nageln, dennoch wird es mich früher oder später zur absoluten Weißglut treiben. Gleiches gilt dann für GIMP / Photoshop, Inkscape / Illustator, NETBeans / ein funktionierendes IDE ... die Liste ist endlos.

        Ich denke jedoch dass AMD keinesfalls an der Qualität der Arbeitsumgebung spart, sonst könnten sie ja gar nicht mehr mit Intel mithalten. Herr Koduri hat sehr warscheinlich einfach bemerkt dass der Karrierezug bei Intel, mit einer eigenen, neuen dGPU-IP, dezent steiler fährt als bei AMD. Mehr Mittel für Forschung, eigene Fabs - muss für Herrn Koduri wie der 7. Himmel sein. Ich hoffe dass Intel den Markt ordentlich aufmischen wird und damit wieder mehr Innovation in den Markt bringt. Es wäre sogar denkbar dass Intel offene Technologien fördern wird um Geld sowie Zeit für Eigenentwicklungen zu sparen und im gleichen Zug die Kompatibilität der Produkte zu erhöhen was die Größe des potenziellen Markes erweitern sollte.

        Edit: Ich bin ebenfalls relativ sicher dass es gar nicht so leicht ist passendes Personal in dieser Sparte zu finden. AMD hat seit eh und jeh z.B. massive Probleme Entwickler für den Treiber zu finden - die wenigsten lernen heute Assembler oder C. Bei Nvidia ist die Lage ebenfalls schlecht.
      • Von Diablokiller999 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Schaffe89
        Das Personal ist auch immer nur so gut wie das ganze Konstrukt AMD.
        Koduri wäre eventuell auch deutlich besser gewesen, wenn man ihn gelassen hätte.
        Erst das Arbeiten in einer beschränkten Umgebung sorgt für gesteigerte Kreativität um Engpässe zu umgehen, siehe alte Videogames, Konsolenarchitekturen oder was Mike Clarke und Suzanne Palmer mit Zen erreicht haben.
        Wenn Koduri nur Probleme mit Geld erschlagen konnte, ist er kein guter Architekt. Das die RTG kaum Budget hatte, ist zwar bekannt und deswegen flogen wohl mehr als einmal die Fetzen, aber das Team um Keller schwamm sicherlich auch nicht in Geld und musste jede Ausgabe begründen.

        Aber wir sehen in dieser Insdustrie immer wieder, dass Manpower allein nicht ausreicht, sondern die gute Idee überwiegt. Das kleine AMD macht Intel seit Jahrzehnten das Leben schwer mit innovativen Ideen (die auch mal in die Hose gehen können, siehe Bulldozer), Terascale war abseits von GPGPU auch eine gute Architektur, die Entwicklung von HBM kommt der gesamten Industrie zugute, auch der SoC/APU Ansatz wurde fleißig kopiert und über die Sache mit Ryzen und den Chiplets muss man wohl nicht mehr reden.

        Intel kann ja wie Bayern die ganze Branche gern leer kaufen, wichtig ist auf'm Platz!

        Ich werde bei Intel-GPUs jedenfalls sehr vorsichtig sein und mir die Treiberentwicklung die ersten Jahre anschauen, bevor ich da zuschlage (gegeben das Preis und Performance stimmen). Wenn es so easy wäre, hätten wir nicht seit gefühlten Ewigkeiten nur 2 GPU Anbieter auf dem PC-Markt, sonst hätten sich PowerVR oder ARM da sicher schon eingemischt.
      • Von PCTom Volt-Modder(in)
        Zitat von Edelhamster
        "Hey Süße, lass mal wieder paar fanboy reizende "poor voltage" Bildchen zusammen malen. Diesmal in deiner Lieblingsfarbe Blau!"
        Ob das so gut ist 5 Tage der Woche Blau zu sein, OK gibt ja noch ordentlich Geld dafür .
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