GPUs mit bis zu 5.000 Watt: Intel und TSMC möchten das möglich machen
Grafikprozessoren mit bis zu 5.000 Watt? Intel und der taiwanische Auftragsfertiger TSMC wollen genau das möglich machen und bis zu 5 Kilowatt auf zukünftige GPUs für HPC- und KI-Beschleuniger loslassen. Das ist auch durchaus realistisch.
Grafikprozessoren mit bis zu 5.000 Watt? Intel und der führende Auftragsfertiger TSMC wollen genau das möglich machen und bis zu 5 Kilowatt auf zukünftige GPUs für High-Performance-Compute- und KI-Beschleuniger loslassen. Dieses Vorhaben ist auch durchaus realistisch, da bereits Nvidia Vera Rubin bis zu 1.800 Watt attestiert werden und Rubin Ultra und Feynman Ultra in Richtung 2,5 bis 4 kW gehen. Im Programm der International Solid-State Circuits Conference ("ISSCC") wird Mikrochipexperte Kaladhar Radhakrishnan über das Thema sprechen.
Im offiziellen Programm des ISSCC 2026 (PDF) findet sich am 19. Februar 2026 um 8:25 Uhr Ortszeit ein Beitrag zum Thema "(...) enable 5kW GPUs", zu dem sich der langjährige Intel-Fellow einlassen wird. Dieser gilt als Experte im Bereich der Spannungsversorgung von Mikroprozessoren und Computerchips.
Quelle: ISSCC
Wie der Tagespunkt "Powering the Future of AI, HPC, and Chiplet Architectures" ganz deutlich klar macht, geht es hierbei um die Strom- und Spannungsversorgung von HPC- und KI-Beschleunigern und nicht um klassische Grafikkarten. Derartige Leistungsaufnahmen sind ohnehin einzig in HPC-Servern darstellbar.
Derart hohe Leistungsaufnahmen sollen auch mit der Hilfe einer auf dem Chip integrierten Schaltung ("IC"), dem sogenannten Integrated Voltage Regulator ("IVR"), welcher die Versorgungsspannung reguliert und stabilisiert und damit Schwankungen der Spannungen ausgleicht, realisiert werden. Intel plant IVR ab dem übernächsten Jahr mit Foveros-B 2.5D (PDF) einzusetzen und über die Intel Foundry auch anderen Unternehmen als Auftragsfertiger zur Verfügung zu stellen.
Die anvisierten 5.000 Watt für GPUs könnten hier durchaus als Aushängeschild dienen, wie Volker Rißka von ComputerBase spekuliert. Doch nicht nur bei Intel steht das Thema auf der Agenda, auch andere Branchengrößen sind hier investiert.
Quelle: Intel
Auch der weltweit größte unabhängige Auftragsfertiger für Halbleiterprodukte, das taiwanische Unternehmen TSMC, möchte den Integrated Voltage Regulator ("IVR") mit seiner fortschrittlichsten Packaging-Technologie CoWoS-L ins Rennen schicken und damit das aktuelle CoWoS-S mittelfristig ablösen.
Quelle: LinkedIn
Weitere Details liefert der Beitrag von Igoar Elkanovich, Chief Technology Officer von Global Unichip ("GUC"), auf LinkedIn. Sowohl bei Intel als auch bei TSMC sind viele Dinge noch theoretischer Natur, und dennoch werden GPUs mit 2, 3, 4 und 5 kW ganz klar von der Branche anvisiert. KI-Beschleuniger mit mehr als 2.000 Watt werden voraussichtlich schon im kommenden Jahr in Betrieb genommen.
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Quelle: ISSCC via ComputerBase, LinkedIn



Grafikprozessoren mit bis zu 5.000 Watt?
Damals, in dem Jahrzehnt ungefähr 2005 hatte man mit energiesparender Hardware geworben und angestrebt. Nun muss es ausgerechnet seit Jahren in die falsche Richtung gehen. Bei den Strompreisen und gerade der Erzeugung von Strom, ist das keine gute Entwicklung für die Zukunft...
Zum Sapphire-Rapid-DACH-Launch hat Magware noch Wasserkühlungen für 100-kW-Racks vorgestellt und Dell sah einen großen Markt für luftgekühlte 4-U-Server, da Stromversorgung und Kühlung bestehender Rechenzentren, die für 40 bis 60 kW pro Rack designt wurden. Heute, keine drei Jahre später, sind wir schon bei 160 kW pro Rack und für 2027 mit der zweiten Rubin-Runde hat Nvidia 800 kW pro Rack angekündigt. Das wären also grob plus 1.000 Prozent binnen vier Jahren und die neuen Pläne der Fertiger kommen noch oben drauf. Das ist ein extrem exponentielles Wachstum, dass durch die steigende Zahl von Rechenzentren noch weiter gesteigert wird und dem eben keine Verkleinerung der Rechenzentren an sich gegenüber steht. Wenn man das weiter extrapoliert, sind wir zum Ende des Jahrzehnts bei 1 GW auf ~10 × 20 m Grundfläche respektive entsprechend kleiner, wenn man 2-3 Etagen in der Höhe stapeln würde. Das wären Abmessungen und Energiemengen, wie man sie sonst von großen Kernkraftwerken kennt.
Und natürlich ganz vor dem Hintergrund das wir garnicht genug Energie durch erneuerbare erzeugen wie wir weltweit bräuchten um die ganzen Rechenzentren zu versorgen. Man muss sich mal reinziehen wieviel Energie verschwendet wird für mining ki und co dann aber überall über den Klimawandel gejammert wird. Da halte ich solche chips für ein falsches Signal.
Über den ökologischen Sinn oder Unsinn von KIs sollte man lieber nicht nachdenken.