Workstation-CPU: Intel Xeon 696X mit 64 Cores im Benchmark
Intels Antworten auf AMDs Threadripper 9000 und Threadripper Pro 9000 sollen Xeon 600 und Xeon 600X heißen. Im Benchmark von SiSoftware zeigt sich mit dem Intel Xeon 696X jetzt die erste Workstation-CPU mit 64 Cores und 336 MiByte L3-Cache.
Intels Antworten auf AMDs Threadripper 9000X und Threadripper Pro 9000WX alias "Shimada Peak" sollen Xeon 600 und Xeon 600X alias "Granite Rapids-WS" heißen. In einem Benchmark von SiSoftware zeigt sich mit dem Intel Xeon 696X jetzt die erste Workstation-CPU mit 64 Cores sowie 336 MiByte L3-Cache auf einem Mainboard, welches auf dem W890-Chipsatz seine Arbeit verrichtet. Sämtliche im Vorfeld spekulierten Spezifikationen bestätigt der Hinweis von @momomo_us.
Der Intel Xeon 696X, welcher mit 64 Cores und 128 Threads auf dem XCC-Package, das sich aus zwei CPU-Tiles und zwei I/O-Tiles zusammensetzt, hinter seinem großen Bruder, dem Xeon 698X mit 86 Cores und 176 Threads, der Kronprinz der Serie ist, besitzt eine TDP von 350 Watt und arbeitet mit einem Takt von bis zu 4,6 GHz.
Quelle: SiSoftware
Bei Arbeitsspeicher sollen wahlweise DDR5-6400 und die besonders schnellen MRDIMMs ("Multi-Capacity Rank Dual In-Line Memory Modules") mit einer hohen Speichergeschwindigkeit von bis zu 8.000 MT/s alias DDR5-8000 unterstützt werden, während das Speicherinterface demzufolge über insgesamt acht Speicherkanäle, einen sogenannten Octa-Channel, verfügen wird. Auf dieser Basis werden die Workstation-CPUs versuchen AMDs Threadripper 9000 zu attackieren.
Auch der "Vollausbau" der Xeon 600(X), der Xeon 698X mit 86 Prozessorkernen wurde bereits in Datenbanken gesichtet, sodass gemeinhin von einem offiziellen Release zum Jahresende respektive im ersten Quartal 2026 ausgegangen wird.
Quelle: OpenBenchmarking.org
Auch der dazugehörige W890-Chipsatz, welcher insgesamt 112 PCIe-Lanes der fünften Generation bietet und ebenfalls primär Workstation-PCs adressiert, wurde bereits vollständig enttarnt und im Blockdiagramm ausführlich beschrieben. Der Hinweis kam auch in diesem Fall abermals von @momomo_us.
Quelle: @momomo_us
Wie AMD es mit Threadripper 9000X und Threadripper Pro 9000WX hält, soll auch Intel mit den neuen Xeon 600 und Xeon 600X zwischen "Mainstream" und "Expert" unterscheiden, was sich beim Speicherinterface (4- vs. 8-Kanal) sowie bei den verfügbaren PCIe-Lanes (80 vs. 112 PCIe 5.0) bemerkbar machen soll.
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Quelle: SiSoftware via @momomo_us via VideoCardz

Von daher: Definitiv viel zu spät. Immerhin scheint der zeitliche Rückstand zu schrumpfen. Xeon-W x400 hatte damals nur 10 Monate Vorstellungs-Vorsprung vor Threadripper 7000. Nachdem die x500er nur ein minimales Refresh waren, hätte ich eher erwartet, dass Intel die Sparte ganz fallen lässt. Zwischen den W-x200er als Gegenstück zu Core-i-10000-(Wanna-Be)HEDT und eben W-x400 hatte man den Markt schon einmal komplett Threadripper Pro überlassen.
Ein leistungsfähiges Netzwerk hängt aber gar nicht an der Preisklasse der Arbeits-PCs, sondern an deren Anzahl: Von wo nach wo soll ein 1-Personen-Unternehmen ein Netzwerk aufbauen? Da läuft alles in der Workstation, außer das Backup-Archiv. Auch bei 3-4 Personen werden selten riesige Primärdatenmengen zwischen Rechnern ausgetauscht. Erst wenn man den SOHO-Bereich verlässt, lohnen sich Server, dezentraler Zugriff und ähnliches. Aber da ist man dann schon nahe der Schwelle von Xeon-W zu Xeon SP.
Du überschätzt übrigens die Kosten der aktuellen Onboard-Integration massiv. Hier mal zum Vergleich die günstigste Platine mit 10G und eine eng verwandte ohne:
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Die 20 Euro Differenz sind schon weniger, als allein durch den zusätzlich beim Creator vorhandenen ×8/×8-Split zu erwarten wäre. Die Kosten für den 10G-Controller dürften sich im einstelligen Bereich bewegen und dessen geringe Verbreitung auf noch günstigeren Platinen eher ein künstliches Distinktionsmerkmal für High End sowie eben eine Ressourcenoptimierung sein – einen zusätzlichen M.2 dank freier Lanes interessiert mehr Käufer als 10G. "Ein paar 100er" kann man da nicht einsparen, selbst Stand-Alone-10G-Karten kosten nur 65 Euro. Das sind 20 Euro Aufpreis gegenüber 5G und mindestens 10 davon dürften für die Marke draufgehen, weitere 5 aus der kleineren Stückzahl resultieren.
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Wenn man ein Platzproblem hat, weil man 10G LAN und Thunderbolt und zahlreiche/andere High-End-Beschleuniger braucht, hilft das natürlich nur eingeschränkt. Aber irgendwann ist der Use-Case zu speziell, um ihn in der Plattformentwicklung zu priorisieren. Ich betone an der Stelle noch einmal, dass die Workstation-I/O-Hubs nur leicht anders konfigurierte Varianten der Mainstream-Produkte sind. Das heißt jede Schaltung, die du zusätzlich in einem W890 oder in einem TRX50/WRX90 drin haben willst, die muss auch jeder B860- respektive B850-Käufer auf Mainboards ab 100 Euro, vermutlich sogar auf H810 ab 70 Euro mit kaufen. Nvidias Nforce hat meinem Wissen mal einen LAN-Controller integriert (ich glaube ohne PHY, sodass dennoch zusätzliche Onboard-Chips nötig waren, vergleiche Intel CNVI), aber seitdem wären mir keine Versuche in dieser Richtung mehr bekannt.
Ich hätte gerne wieder ein intel HEDT-System gekauft, da ich mit meinen alten X58 & X299 Systemen sehr zufrieden war aber AMD hat halt nicht nur auf- sondern deutlich überholt. Der TR9970x ist ein Traum, wenn Spiele nicht grad grottig optimiert sind, wie Stalker 2 geht die Shadervorabkompilierung ratz fatz ( als Bsp: zuvor gut 2 Minuten mit 7820x und jetzt WENIGER ALS 10 SEKUNDEN ! ) Der 9970x ( säuft bei mir zur Zeit bis 460W in prime95 ) ist in manchen Anwendungen schneller als ein XEON mit 60 KERNEN ! Das muss man sich mal reinziehen ... Ich glaube kaum, dass intel diesen enormen Vorsprung schon mit der nächsten Gen aufholen kann ... BTW : Unreal engine ( traversal ) stuttering ... kein Problem mehr mit dem TR 9970x ...
Dennoch bieten 8 von 10 Mainboards der Vorgängergeneration 10G, von daher sehe ich dein Problem nicht so ganz.
Und wenn ich der Selbstschrauber bin, würde ich sicher auch gerne ein paar 100er weniger für das Board blechen weil der Chipsatz das bereits enthält (und dann einen Intel Chip anstelle eines Aquantia Chips hat).
Aber lassen wir das, mein Ansatz ist hier lediglich gewesen: wir haben 2025, warum ist das nicht einfach mit bei (gerade in dem Kostenbereich).
Du kannst das auch mit z.B. Teradici machen, aber das kostet ja auch wieder Slots im Gerät und die Performance und Kompatibilität von TB ist am Ende dennoch schlicht besser.
2 mal gelesen wo die Werte sind, gibt es wirklich nicht
Korrekter Bezugspunkt hier wäre der Xeon w9-3565X mit max. 4,8 GHz für 3.100 Euro gelistet. Der 32-Kern-Threadripper (5,4 GHz Boost) steht bei 3.900 Euro.
Gerade TB ist ja nicht existent, Steckkarten gibt es Quasi gar nicht (Platz ist sowieso wenig) und ich bin gezwungen Workstations aus der "Midrange" zu kaufen um damit Rackspace zu verschwenden. Eine Integration würde die Verteilung auch fördern, wenn die CPU es mitbringt.
Was die NIC angeht, sind 2.5G halt absolut verschwendet mMn. Wenn es einfacher Netz ist, sind es 1G (oder eben WiFi) und danach habe ich im Business/Industrie noch nie 2.5G als Step gesehen. Habe mal kurz geschaut, es gibt nur eine Variante der Mainline Catalysts mit 2.5G. Habe eben mal aus Interesse bei einem befreundeten Retailer nachgefragt, die gesamten Verkäufer aller 2.5G-Modelle liegen unter den Verkäufen eines einzigen Modells mit 48x10G RJ45 welcher sich -nicht gut- verkauft ^^.
Dennoch bieten 8 von 10 Mainboards der Vorgängergeneration 10G, von daher sehe ich dein Problem nicht so ganz. Onboard-Thunderbolt ist sicherlich seltener, aber Thunderbolt-Nutzer sind es außerhalb des Apple-Universums halt auch. Erst recht in Racks. (Srsly: Was bindet man in einem Rack via TB an?) Aktuell ist beim Vorgänger aber immerhin Gigabyte auf Kundenfang damit.