Radeon RX 6600: Angepasste Radeon Pro W6600 gibt Ausblick auf mögliche Leistung

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Radeon RX 6600: Angepasste Radeon Pro W6600 gibt Ausblick auf mögliche Leistung.
Quelle: AMD

Eine Radeon RX 6600 ohne XT-Zusatz bleibt AMD trotz vieler Gerüchte um eine derartige Grafikkarte noch schuldig, veröffentlichte zwischenzeitlich jedoch eine Radeon Pro W6600. Dabei handelt es sich wohl um das Workstation-Pendant, welches sich idealerweise anbietet, um die kolportierte Mainstream-GPU zumindest zu emulieren.

AMD plant laut bisherigen Gerüchten ebenfalls die Markteinführung einer Radeon RX 6600 ohne XT-Suffix. Bislang war eine derartige Grafikkarte allerdings lediglich in Leaks gesichtet worden und wurde bisher nicht offiziell angekündigt. Immerhin gibt es mit der AMD Radeon Pro W6600 ein wohl passendes Pendant im Workstation-Aufgebot auf RDNA2-Basis, welches mutmaßlich über gleiche oder zumindest sehr ähnliche Spezifikationen wie die Mainstream-Grafikkarte verfügt.

Mehr Takt für die Navi-23-XL-GPU der W6600 und flotterer Speicher

Eine Navi-23-XL-GPU mit 1.792 Shader-Einheiten bildet nebst 8 GiByte GDDR6-Grafikspeicher das Herzstück der Grafikkarte, die man sich bei igor's Lab geschnappt hat, um diese in eine Radeon RX 6600 zu verwandeln und mit teils angepassten Werten dem möglichen finalen Produkt anzugleichen. Herausgekommen sind zumindest eventuelle Näherungswerte, die schon einmal eine kleine Vorschau auf das bieten, was AMD für Gamer im Mittelklasse-Segment noch parat haben könnte.

Angenommen wurde im Zuge der Tests, dass eine Radeon RX 6600 ohne XT genauso wie die Radeon Pro W6600 in der Spitze auf eine TDP von 130 Watt kommt, allerdings in Sachen Takt und Speichergeschwindigkeit zulegt. Dementsprechend wurden die Taktraten auf 2.331 MHz im Basis- und 2.580 MHz im Boost-Takt erhöht, während der GDDR6-Speicher im Test-Setup von Igor's Lab mit 16 Gbit/s läuft, was einem Plus von 2 Gbit/s gegenüber der Pro W6600 entspricht.

Emulierte Radeon RX 6600 beinahe auf Augenhöhe mit RTX 3060

Im Fazit wird die Mittelklasse-GPU in ihrer emulierten Variante der Nvidia-Konkurrenz in Form der Geforce RTX 3060 gegenübergestellt. Dabei wird ein Blick auf die gemittelten Benchmark-Resultate geworfen, wobei anzumerken ist, dass die Testdurchläufe in Full-HD stattfanden. Letztlich zeigt sich, dass die kolportierte Radeon RX 6600 mit den gemutmaßten Taktraten und der Speichergeschwindigkeit lediglich 4 Prozentpunkte hinter dem Nvidia-Pendant in Form einer MSI RTX 3060 Gaming X landet und das bei einem deutlich geringeren Durchschnittsverbrauch. Liegt die Custom-RTX-3060 in diesem Punkt bei durchschnittlich 165,6 Watt, sind es bei der RX 6600 (emuliert) lediglich glatte 123 Watt und auch gegenüber der Radeon RX 6600 XT mit werksseitigem Overclock werden über 30 Watt eingespart.

Fest steht unterm Strich, dass eine Radeon RX 6600, wie sie aktuell kolportiert wird, im Bereich von Nvidias Geforce RTX 3060 landet. Allerdings bleibt fraglich, welchen Weg AMD letztlich einschlägt. Bei igor's Lab wird darauf spekuliert, dass mit einem weiter aufgebohrtem Takt und Power-Limit das Gaming-Pendant der Konkurrenz eingeholt werden kann, allerdings genauso die bewusste leistungstechnische Positionierung unterhalb der RTX 3060 eine Option darstellt.

Auch lesenswert: AMD Radeon RX 6600 XT: Custom-Designs in der Übersicht - Taktraten, Kühlung, Powerlimits, erste Leistungstests (Update)

Am Ende entscheiden wohl Preis und Verfügbarkeit über die Gunst der Käufer und die sollten sich dann auch bewusst sein, eine Grafikkarte für das Gaming in Full-HD einzukaufen. Immerhin wird diese zwar auch mit Raytracing-Hardware beworben, doch die Leistung der GPU im Verbund mit deren 28 RT-Kernen wird von igor's Lab als eher "zähe Angelegenheit" bezeichnet.

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