18 Jahre Geforce GTX 280: Nvidias letzter großer Big-Chip-Launch vor Fermi
Am 16. Juni 2008 starteten die Geforce GTX 280 und Geforce GTX 260. Der GT200 steht bis heute für Nvidias kompromisslosen Big-Chip-Ansatz - und für Debatten, die 2026 erstaunlich vertraut wirken.
Auf dieser Seite:
Am 16. Juni 2008 fiel der Startschuss für eine Grafikkartengeneration, die in der Rückschau wie ein Brennglas auf viele heutige GPU-Diskussionen wirkt: Nvidia brachte die Geforce GTX 280 und die Geforce GTX 260 auf Basis des GT200 an den Start. Der Chip war groß, teuer, leistungsstark und energiehungrig - und damit ein klassischer Vertreter der Big-Chip-Strategie, bevor Nvidia mit Fermi den nächsten Architekturabschnitt einleitete. Wer heute über High-End-Preise, Speicherinterfaces, Strombedarf oder den Wandel von Gaming-GPUs hin zu Compute-Plattformen spricht, findet in der GTX 280 einen frühen Bezugspunkt.
Die Geforce GTX 280 erschien als damaliges Flaggschiff mit 240 Stream-Prozessoren, 1 GiB GDDR3-Speicher und einem 512 Bit breiten Speicherinterface. Der GT200 wurde im 65-nm-Verfahren gefertigt und kam auf rund 1,4 Milliarden Transistoren. Damit setzte Nvidia 2008 sichtbar auf Größe und Rohleistung. Auch die Leistungsaufnahme passte zu diesem Anspruch: Für die GTX 280 werden 236 Watt genannt, die Stromversorgung erfolgte über zusätzliche PCIe-Stecker. Die GTX 260 war die kleinere Ausbaustufe der Generation und nutzte ebenfalls den GT200, allerdings in auf 192 Stream-Prozessoren und 896 MiB reduzierter Form.
GT200: High-End mit hohem Aufwand
PC Games Hardware begleitete den Launch damals mit mehreren Tests. Im großen PCGH-Benchmark-Test zur Geforce GTX 280/260 samt SLI wurden aktuelle Spiele-Hits, DirectX-10-Titel und anspruchsvolle ältere Spiele genutzt, um die Stärken und Schwächen des GT200 herauszuarbeiten. Zusätzlich widmete sich PCGH der CPU-Skalierung und klärte, welche Prozessorleistung nötig war, um die Geforce GTX 280 sinnvoll auszufahren. Eine weitere PCGH-Technik-Analyse behandelte Architektur, Power-Management, Gaming, PhysX, CUDA sowie Kühlung und Lautstärke. Schon daran zeigt sich: Die GTX 280 war nicht nur ein schneller 3D-Beschleuniger, sondern ein umfassendes Plattformthema.
Das passte zu Nvidias damaliger Ausrichtung: Mit CUDA, PhysX und der stärkeren Betonung parallelisierter Rechenlasten wurde deutlicher, dass Geforce-Karten nicht mehr ausschließlich über Spieleleistung definiert werden sollten. Im Launchumfeld wurde die GTX 280 zwar weiterhin vor allem als High-End-Gamingkarte wahrgenommen, doch der GT200 verwies bereits auf die spätere Bedeutung von GPUs als Rechenbeschleuniger. Diese Entwicklung ist 2026 fester Bestandteil von Nvidias Geschäftsmodell.
Quelle: Bild: PCGH
Zeitgenössische Bilder aus dem GTX260/280-Launch im Jahre 2008.
Hubraumwunder: Der V8 unter den GPUs
Die zeitgenössische Einschätzung von PCGH zur GTX 280 und der kleinen Schwester GTX 260 ist positiv: Der ehemalige Kollege Carsten Spille attestiert, dass Nvidia ein "beeindruckender Chip gelungen" ist - "quasi der V8 unter den GPUs".
"Als Single-Chip-Design kann die Geforce GTX 280/260 ohne die typischen Probleme von Multi-GPU-Systemen deren Leistung liefern und übertreffen. Der 1.024 MiByte große Framebuffer sorgt dafür, dass der Karte in den hohen Auflösungen, für die sie konstruiert wurde, nicht die Puste ausgeht wie noch der 9800 GX2 vor wenigen Monaten." [...] "Kritikwürdig ist - neben den hoch angesetzten Kosten für die GTX 280 - vor allem das Fehlen von DirectX 10.1 sowie die hohe Leistungsaufnahme unter Last."
Die PCGH-Spezialität Spielebenchmarks gab es damals natürlich auch und sie wird ihrem Flaggschiffstatus gerecht: "Die Geforce GTX 280 ist über alle Benchmarks gesehen die absolut schnellste Grafikkarte - allerdings nicht mit dem Abstand, der im Vorfeld teilweise spekuliert worden war." [...] "Allerdings muss sich Nvidias Speerspitze das eine oder andere Mal der Radeon HD 3870 X2 oder Geforce 9800 GX2 geschlagen geben. Insgesamt bekommen Sie mit der GTX 280 jedoch die konsistenteste Performance, ohne sich mit den bekannten Multi-GPU-Ärgernissen wie Mikrorucklern oder dem Warten auf einen angepassten Treiber herumschlagen zu müssen." Crysis-Enthusiasten blieben dennoch auf der Strecke: Mit dem Titel ließ sich auch noch jede so potente GPU niederknüppeln.
Nvidias Preispolitik war aber schon 2008 ein Thema und 500 Euro empfand man einst als "eine Stange Geld". Inflationsbereinigt wären wir übrigens bei ca. 730 Euro. Die 500 Euro im Jahr 2008 würden heute nur noch Waren im Gegenwert von ca. 330 Euro kaufen. Auch deshalb empfahl man damals die paar Wochen Wartezeit zur Radeon HD 4870, doch die entpuppte sich am Ende nur als der Geforce GTX 260 ebenbürdig, kostete aber auch nur 230 Euro und damit immer noch 20 Euro weniger als die "kleine" GT200. Schon damals bot der Wettbewerb aber das üppigere Speicherpaket und galt als "Schnäppchen".
Bildergalerie
Viele alte Debatten klingen heute bekannt
Auffällig ist, wie vertraut viele Diskussionen von 2008 heute wirken. Die GTX 280 startete mit hoher UVP, großem Chip, breitem Speicherinterface und hoher Leistungsaufnahme. Genau diese Punkte prägen auch aktuelle Debatten um moderne High-End-Grafikkarten. Der technische Kontext hat sich seitdem massiv verändert: Fertigung, Shaderzahl, Raytracing, KI-Funktionen, Speichergrößen und Energieeffizienz liegen heute in anderen Größenordnungen. Die Grundfragen bleiben aber vergleichbar: Wie viel Chipfläche ist für die Spitze sinnvoll? Wie teuer darf High-End werden? Und wie stark darf der Strombedarf steigen, wenn auch die Leistung zunimmt? Oder auch: Wie viel Speicher ist zukunftssicher - angesichts der Preise ein brandaktuelles Thema.
Zum 18. Geburtstag ist die Geforce GTX 280 deshalb mehr als nur Retronostalgie. Sie markiert einen Punkt, an dem Nvidia den klassischen Big-Chip-Ansatz besonders konsequent ausspielte und zugleich die Weichen in Richtung Compute sichtbarer wurden. Für PCGH-Leser lohnt sich der Blick zurück auch deshalb, weil die damaligen Benchmarks, Techniktests und Skalierungsanalysen zeigen, wie Hardware vor fast zwei Jahrzehnten bewertet wurde - und welche Fragen bis heute nicht verschwunden sind. Wir haben vier zeitgenössische Tests im Artikel verlinkt, deren gestalterische Anmutung allerdings das Jahr 2008 widerspiegelt. Die historischen Kommentare fielen dem Fortschritt ebenso zum Opfer wie ein ansprechendes Artikellayout. Die Kernaussagen sind aber allesamt erhalten.
Im Artikel erwähnte Tests aus dem Jahr 2008
- PCGH-Technik-Analyse: Architektur, Power-Management, Kühlung und Lautstärke
- PCGH-Haupttest: großer Benchmark-Test zur Geforce GTX 280/260 und SLI
- PCGH-CPU-Skalierung: Test zur Frage, welche CPU-Leistung die GTX 280 benötigt
- PCGH-Technik-Analyse: Radeon HD 4870 bleibt nur eine günstige Alternative zur GTX 260
- PCGH-Haupttest: große Benchmarksammlung zur Radeon Radeon HD 4870
Mitmachen und kommentieren
Erinnern Sie sich an die Geforce GTX 280/260? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte! Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 Youtube oder 💬 Whatsapp und erhalten Sie Neuigkeiten zu Grafikkarten, CPUs und Gaming direkt in Ihrem Feed.

Aber die 285er war der Hammer, lief alles was ich hatte auf 1680x1050 Pixel mega flüssig.
Mit alter Auflösung ist gemeint das es technisch nicht die neueste ist.
Das war damals recht ähnlich.
2009 war die meistgespielte Auflösung noch 1280x1024 danach 1600x900(hd ready).
Technisch die neueste war FHD. Glaub so um 2005 fing fhd an, weiß es nicht genau.
4:3 Auflösungen wie das von Dir genannte 1280x1024 spielten 2009 nahezu keine Rolle mehr und es gab zu der Zeit auch keine neuen Monitore mehr in dem Format zu kaufen (bis auf ganz wenige Ausnahmen vielleicht). Später verlagerte es sich auch am PC immer mehr Richtung 16:9 Format und die 16:10 Dinger verschwanden nach und nach. Ich vermute mal, dass 16:10 aufgrund irgendwelcher Lizenzgebühren für das 16:9 Format so gängig war, wirklich Sinn machte das Ganze nämlich ansonsten nicht.
2080ti hat so viel Leistung wie eine 5060 oder 4060ti8gb. 2080ti 2018 und 5060 2025.
Ati5970 hat so viel Leistung wie eine 1050.
5970 2009 und 1050 2016.
Beide 7 Jahre und man hätte 2016 auch locker noch in hd ready oder SD spielen können.
Als gimick, 2022 brachte nv gtx 1630 die ist 2% lamgsamer als die 5970.
Ich sagte es ist schwer zu vergleichen, aber am ende würde ich behaupten die Karten schenken sich theoretisch nichts in Sachen Alterung.
Preislich hingegen startet die 5970 ab 560 euro und 1 jahr später gab es sie für 380. Bis 2012 war die karte die schnellste auf dem markt, 2012 kam die titan.
Die 2080ti kostet ab 1200-1300euro zu release, auch muss man sagen das 2018 z.b. 4k schon gut vertreten war. Z.b. kam 2018 botw raus. Das haben viele am pc gespielt, weil man hier 4k60 spielen konnte und die Konsolen noch mit 30 fps lief.
Mein fazit ist halt, das beide Karten recht ähnlich gealtert sind. Preislich hingegen liegen halt Welten.
Nvidia brachte die Geforce GTX 280 und die Geforce GTX 260 auf Basis des GT200 an den Start. Der Chip war groß, teuer, leistungsstark und energiehungrig - und damit ein klassischer Vertreter der Big-Chip-Strategie, bevor Nvidia mit Fermi den nächsten Architekturabschnitt einleitete. Wer heute über High-End-Preise, Speicherinterfaces, Strombedarf oder den Wandel von Gaming-GPUs hin zu Compute-Plattformen spricht, findet in der GTX 280 einen frühen Bezugspunkt.
Die Geforce GTX 280 erschien als damaliges Flaggschiff mit 240 Stream-Prozessoren, 1 GiB GDDR3-Speicher und einem 512 Bit breiten Speicherinterface. Der GT200 wurde im 65-nm-Verfahren gefertigt und kam auf rund 1,4 Milliarden Transistoren. Damit setzte Nvidia 2008 sichtbar auf Größe und Rohleistung. Auch die Leistungsaufnahme passte zu diesem Anspruch: Für die GTX 280 werden 236 Watt genannt, die Stromversorgung erfolgte über zusätzliche PCIe-Stecker. Die GTX 260 war die kleinere Ausbaustufe der Generation und nutzte ebenfalls den GT200, allerdings in auf 192 Stream-Prozessoren und 896 MiB reduzierter Form.
Das passte zu Nvidias damaliger Ausrichtung: Mit CUDA, PhysX und der stärkeren Betonung parallelisierter Rechenlasten wurde deutlicher, dass Geforce-Karten nicht mehr ausschließlich über Spieleleistung definiert werden sollten. Im Launchumfeld wurde die GTX 280 zwar weiterhin vor allem als High-End-Gamingkarte wahrgenommen, doch der GT200 verwies bereits auf die spätere Bedeutung von GPUs als Rechenbeschleuniger. Diese Entwicklung ist 2026 fester Bestandteil von Nvidias Geschäftsmodell.
Nvidias Preispolitik war aber schon 2008 ein Thema und 500 Euro empfand man einst als "eine Stange Geld". Inflationsbereinigt wären wir übrigens bei ca. 730 Euro. Die 500 Euro im Jahr 2008 würden heute nur noch Waren im Gegenwert von ca. 330 Euro kaufen.
Aber die 285er war der Hammer, lief alles was ich hatte auf 1680x1050 Pixel mega flüssig.
Ich rede von den PC-Spielern insgesamt, nicht von Leuten aus einem Hardware-Enthusiasten Forum wie PCGH.
4K Gaming am PC ist auch heute noch reiner Luxus, ebenso wie vor 10 Jahren. Das schaffen auch die meisten aktuellen GPUs nicht in anständiger Qualität. Unter einer 5070Ti kann man das knicken.
Mit alter Auflösung ist gemeint das es technisch nicht die neueste ist.
Das war damals recht ähnlich.
2009 war die meistgespielte Auflösung noch 1280x1024 danach 1600x900(hd ready).
Technisch die neueste war FHD. Glaub so um 2005 fing fhd an, weiß es nicht genau.
Ich hab aber kurz mal zum vergleich die Perfomance Tabelle bei techpowerup angeschaut zum besser vergleichen.
2080ti hat so viel Leistung wie eine 5060 oder 4060ti8gb. 2080ti 2018 und 5060 2025.
Ati5970 hat so viel Leistung wie eine 1050.
5970 2009 und 1050 2016.
Beide 7 Jahre und man hätte 2016 auch locker noch in hd ready oder SD spielen können.
Als gimick, 2022 brachte nv gtx 1630 die ist 2% lamgsamer als die 5970.
Ich sagte es ist schwer zu vergleichen, aber am ende würde ich behaupten die Karten schenken sich theoretisch nichts in Sachen Alterung.
Preislich hingegen startet die 5970 ab 560 euro und 1 jahr später gab es sie für 380. Bis 2012 war die karte die schnellste auf dem markt, 2012 kam die titan.
Die 2080ti kostet ab 1200-1300euro zu release, auch muss man sagen das 2018 z.b. 4k schon gut vertreten war. Z.b. kam 2018 botw raus. Das haben viele am pc gespielt, weil man hier 4k60 spielen konnte und die Konsolen noch mit 30 fps lief.
Mein fazit ist halt, das beide Karten recht ähnlich gealtert sind. Preislich hingegen liegen halt Welten.