AMD Ryzen-APUs: Neuer Treiber vorgestellt, womöglich bald einheitliche Version für alle GPUs
Rund drei Monate nach der Vorstellung der Raven Ridge-APUs Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G hat AMD gestern das erste Treiber-Update für die beiden Modelle veröffentlicht. Der neue Treiber soll angeblich auch auf diskreten Grafikkarten funktionieren - ein erster Schritt zur Verschmelzung der momentan noch getrennten Treiber für APUs und Grafikkarten.
Die ersten Desktop-Raven Ridge APUs Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G wurden am 13. Februar 2018 vorgestellt und haben seither kein Update des Grafiktreibers mehr erhalten. Das steht im starken Kontrast zu AMDs dedizierten Grafikkarten, die in diesem Zeitraum deutlich häufiger entsprechende Updates erhielten.
Mit dem nun erschienen Treiber unter dem Namen "Radeon Software Adrenalin Edition Q2 2018 Highlights" ist gestern endlich eine neue Version für die entsprechenden Raven Ridge APUs erschienen, die für die aktuelle Version von Windows 10 gedacht ist. Abgesehen von drei Bugfixes sind keine weiteren Änderungen genannt, trotzdem soll der Treiber einen wichtigen Schritt darstellen: AMD plant anscheinend, die momentan noch getrennten Treiber für integrierte und diskrete Grafikeinheiten zu vereinen.
Das behauptet zumindest James Prior, momentan leitender Produktmanager in der Abteilung Compute & Graphics bei AMD, in einem Twitter-Post. Dabei ist zu beachtet, dass er über seinen Twitter-Account explizit keine öffentlichen Statements von AMD tätigt, sondern nur seine eigenen Ansichten teilt. Laut ihm soll bereits der nun vorgestellte Treiber in der Lage sein, auch dedizierte Grafikkarten anzusprechen. Eine entsprechende offizielle Ankündigung des Unternehmens fehlt allerdings momentan noch.
Quelle: James Prior via Twitter
Twitter-Post zum neuen Treiber
Der Zusammenschluss der bestehenden Treiber erscheint dennoch sinnvoll. Zwar steigt der Testaufwand für jede einzelne Version an, da mehr Produkte abgedeckt werden, doch müssen dafür sämtliche Implementierungen nur ein mal durchgeführt werden. Außerdem werden dadurch die Updates vereinheitlicht. Mit einem einheitlichen Radeon-Treiber würden also auch APUs regelmäßige Updates erhalten - wie auch die dedizierten Grafikkarten des Herstellers.

Das automatische Entpacken bei der Treiberinstallation nach C:\AMD sollte auch reichen um an die inf zu kommen.
DKK007 hat wohl nicht den aktuellen Q2 Adrenalin getestet, der bei APUs und dGPUs funktionieren soll, sondern sich auf den Umstand davor bezogen.
Entsprechend kann man auch das "bald" beim einheitlichen Treiber streichen, denn es gibt jetzt einen.
Die Frage ist, ob AMD jetzt immer einen gemeinsamen Treiber veröffentlichen wird oder es ab und zu noch dGPU exklusive geben wird.
Mir ist es persönlich egal, solange AMD nicht ein ganzes Quartal braucht um neue Treiber für APUs bereitzustellen und die Aktualisierungsrate deutlich höher ausfällt.
Kannst du das mal ausführen?
Hast du wohl falsch verstanden.