[26/11/2021] Spiele-Vorbestellungen … werden immer als halsabschneiderisches Egoismus-Vehikel der Entwickler bzw. Publisher zum Ausnehmen der Kundschaft dargestellt. Das ist auch so – der Geben-und-Nehmen-Aspekt einer jeden Beziehung wird dabei jedoch gerne vergessen. Insofern bin ich voll bei Santi und Richie: In seltenen Fällen (!) ist es angebracht, einen Vertrauensvorschuss in Gestalt einer Vorbestellung abzugeben. Wer ein Team oder Projekt finanziert, sichert es ab. Ein Spiel, das sich verkauft, wird im Regelfall länger mit Updates versorgt als eines, das direkt "in die Tonne" launcht. Und nur Spiele, die erfolgreich sind, erhalten Nachfolger. Somit wird aus der Sache eine Symbiose. Ich belohne beispielsweise Day-1-Veröffentlichtungen bei GOG mit einem Vollpreiskauf. Wenn jeder stattdessen auf Sales wartet, gehen die heiß geliebten Marken und Initiativen (im Falle GOG: DRM-Freiheit) den Bach runter.
Insofern gibt es sehr wohl "der Entwickler ist so gut, ich will ihn unterstützen", lieber Torsten. Thilo hat außerdem Kickstarter erwähnt. Das ist ungleich risikoreicher, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt (ich hatte bislang immer Glück, unter anderem beim "Next Car Game" alias Wreckfest sowie Yooka-Laylee). Ich würde ja ohne großes Zögern eine hohe zweistellige Summe in den Krautpfunding-Topf werfen, wenn endlich jemand zwei verlorene Helden meiner Jugend zurückbringt. Duke Nukem und Cate Archer: Shut up and take my money! Cutter Slade habe ich zu jedem sich bietenden Zeitpunkt unterstützt, doch auch sein Schicksal ist ungewiss … (Raffael Vötter)