Befürchtung zu Google Stadia: Langfristiges Investment oder baldiges Ende bei Misserfolg
Spiele-Entwickler befürchten, dass Google den eigenen Spiele-Streamingservice Stadia im Misserfolgs-Fall schnell wieder schließen könnte. Beispielsweise äußerte der Entwickler hinter dem Puzzlespiel Kine diese Bedenken.
Am 19. November startet in 14 Ländern der Cloud-Gaming-Service Google Stadia. Bereits bekannt ist, dass Nutzer die Möglichkeit haben, 12 verschiedene Spieletitel im Stadia Store zu kaufen, um diese dann streamen zu können. Unter diesem Dutzend Spiele befindet sich auch das Puzzlespiel Kine. Die unabhängige Entwicklerin Gwen Frey äußerte nun im Interview mit dem Magazin Gamesindustry Bedenken. Die größte Angst von Entwicklern sei, dass Google auf einmal den Stecker zieht und Stadia schließt. In ersten Hands-on-Berichten wird ersichtlich, dass Stadia aktuell ziemlich flüssig läuft.
Google cancelt viele Projekte
Wer im IT-Umfeld arbeite, für den sei das Trial-and-Error-Prinzip alltäglich, so Frey. Google hat bereits in der Vergangenheit etliche Projekte eingestellt. So existiert beispielsweise keine eigene Notebook- und Tablet-Abteilung mehr. Wer mobile PCs mit Google-Software haben will, muss diese bei Hardwareherstellern kaufen. Besonders im Bereich der Messenger-Dienste ist es ein munteres Kommen und Gehen bei Google. So konnte weder Google Allo noch seine Vorgänger irgendwie an erfolgreiche Messenger wie WhatsApp, Telegram und Co. heranreichen und wurden folglich eingestellt. Auch der Konkurrent zu Facebook namens Google Plus ist bereits auf dem Friedhof gelandet. Die Nutzer wurden dabei zurückgelassen. Dies soll lediglich eine Aufzählung der gestrichenen Google-Dienste darstellen.
Googles Produktdirektor für Stadia, Andrey Doronichev, sagte im Juli, dass nichts im Leben für die Ewigkeit sei, aber man sei gewillt, Stadia erfolgreich zu machen. Es sei in Ordnung, seine Worte anzuzweifeln, aber mehr kann er eben nicht dazu sagen. Google versuche zum Start und darüber hinaus mit Service zu punkten. Frey bezweifelt, dass die Strategie zum Marktstart richtig ist. Schließlich würde Stadia mit dem Fokus auf den Chromecast Ultra und Controller in direkter Konkurrenz zu stationären Konsolen treten. Dieses Umfeld sei stark kompetitiv und einfache Konsolen-Portierungen könnten nicht die volle Power der Datencenter von Stadia ausnutzen. Um wirklich einen Mehrwert zu generieren, müsste es speziell für Stadia geschriebene Spiele geben. Allerdings ist es auch verständlich, erstmal klein anzufangen und dann zu skalieren. Vor allem, wenn der Breitbandausbau immer weiter zunimmt, sieht Frey großes Potenzial in Stadia.
Zum Marktstart wird Google Stadia aber ausschließlich mit einer stationären Internetverbindung beziehungsweise im WLAN-Netz nutzbar sein und nicht via Mobilfunk. Der Konkurrent Xbox xCloud von Microsoft hingegen kann direkt zum Marktstart auch mit einer LTE-Verbindung genutzt werden.
Ebenfalls lesenswert: Fragen zu Google Stadia: Spieler können am PC bereits zum Marktstart spielen
Fakten zu den Befürchtungen von Spiele-Entwicklern:
- Zum Marktstart des Cloud-Gaming-Services Google Stadia äußert die Entwicklerin des Spiels Kine ihre Bedenken. Die größte Sorge sei, dass Google irgendwann den Stecker beim Spiele-Streaming ziehen könnte.
- In der Vergangenheit hat Google zahlreiche eigene Produkte eingestellt. Es geht die Angst um, dass es auch bei Google Stadia bald soweit sein könnte.
- Der Fokus auf den Betrieb mittels Chromecast Ultra und Controller, sei herausfordernd so Frey. So tritt man in direkte Konkurrenz zu stationären Konsolen wie Playstation 4 und Xbox One. Einfach Portierungen bereits existierender Konsolenspiele können aber nicht alle Leistung der Stadia-Server ausnutzen.
- Zukünftig sieht Frey aber großes Potenzial bei Google Stadia. Wenn es speziell angepasste Spiele und ein besser ausgebautes Internet gibt, sei Stadia für einzigartige Erfahrungen gut.
Quellen: Arstechnica, Gamesindustry, Google, Reddit, Twitter, Wikipedia



4. Gamestreaming -> EPIC FAIL, dauert von Individuum zu Individuum mal wenig oder bis extrem lange, verbraucht gigantisch viel Bandbreite, sehe hohe Wahrscheinlichkeit von PING-Problemen und somit Bildrucklern
Außerdem gibt es auch nicht wenige Leute, die sich über Abos freuen.
Ich kaufe schon seit über 10 Jahren keine Musik mehr auf Datenträgern oder digital. Läuft alles über mein Amazon Music Unlimited Abo.
Ganz ähnlich sieht es bei mir bei Video Streaming aus. Ein Abo bei Amazon Prime oder Netflix ist wensentlich billiger als sich Serien/Filme einzeln zu kaufen.
Und genau das ist auch der Knackpunkt bei Stadia. Man muss alle Spiele noch zusätzlich kaufen..
Und deswegen wird es vermutlich nicht erfolgreich.
Ich würde mich sehr über einen Game Streaming Service freuen, bei dem ein großer Katalog an gratis Spielen enthalten ist, wie zb XBOX Game Pass for PC.
So lange Stadia das nicht bietet und alle Spiele einzeln gekauft werden müssen, wird es nicht erfolgreich.
Google hat ja schon mehrfach gesagt, Stadia soll kein Netflix für Spiele werden, aber es besteht zumindest die Chance, das sich das ändert, wenn Stadia nicht so erfolgreich wird, wie die sich das vorstellen.
Ich hoffe auf das beste!
Halten wir mal fest, was es so alles gibt:
1. Filmstreaming -> kann man nachvollziehen, dauert ja ca. 1 1/2 bis 2+ Stunden, verbraucht vergleichsweise wenig Bandbreite, da einmal geguckt und dann wirds man bestimmt nicht mehr wieder gucken, viel Auswahl
2. Serienstreaming -> ebenfalls nachvollziehbar, dauert meistens ca. zwischen 45 bis 1h+, verbraucht wenig Bandbreite, viel Auswahl
3. Soundstreaming -> auch nachvollziehbar, sehr geringer Zeitverbrauch, extrem wenig Bandbreite, aber gigantisch viel Auswahl und dies direkt von Anfang bis Ende hörbar
4. Gamestreaming -> EPIC FAIL, dauert von Individuum zu Individuum mal wenig oder bis extrem lange, verbraucht gigantisch viel Bandbreite, sehe hohe Wahrscheinlichkeit von PING-Problemen und somit Bildrucklern
Von all dem Abo-Gedöns und damit verbunden ALL den Nachteilen brauche ich wohl garnicht erst anfangen bei allen 4, wobei dies bei Punkt 4 am aller schlimmsten ist.
Nein Danke Google.
Der Ball wird wohl erst richtig ins Rollen gebracht, sobald nächstes Jahr Microsofts Project Xcloud auf den Markt released wird und Dank implementierung im Game Pass mehr als genug Abnehmer finden wird.
Also Google vertraue ich noch am Wenigsten was solche Projekte angeht, da würde ich kein Geld investieren.
Dann doch lieber den Streaming Dienst von MS oder Steam etc.
Ich bleib jedoch beim guten alten Desktop PC, die hohe Latenz beim Streaming kann ich nicht ab.