Arctic Xtender: Alle Daten auf einen Blick samt Fazit
In diesem Artikel
Kühlleistung
Im Test mit den werkseitig verbauten Lüftern in beiden Szenarien zeigt das Arctic Xtender, dass es trotz seiner großen Glasflächen und der geschlossenen Grundkonstruktion eine sehr effiziente Kühlung liefert. Im ersten Testszenario wurde die Lüfterdrehzahl so geregelt, dass frontal aus 50 cm Entfernung 1,2 Sone gemessen wurden. Unter diesen Bedingungen erreichte die CPU bei Cinebench R23 über 10 Minuten eine maximale Temperatur von 76 °C, nur zwei Kelvin mehr als im offenen Aufbau. Im Gaming-Test mit Cyberpunk 2077 über 30 Minuten bei WQHD und hohem Preset lag die CPU-Temperatur bei 64 °C, also lediglich ein Kelvin über dem offenen Aufbau. Die Grafikkarte blieb unter Cyberpunk 2077 bei 62 °C und damit im optimalen Bereich. Die übrige Hardware zeigt keine Auffälligkeiten. Die M.2 erreicht maximal 41 °C, die Innenraumluft gemessen zwischen GPU und CPU 40 °C.
Bildergalerie
Szenario 2 lief mit fester Lüfterversorgung bei 60 Prozent, unabhängig von der daraus resultierenden Lautheit. Hier konnten die Lüfter ihr Potenzial deutlich besser ausspielen, was zu spürbar niedrigeren Temperaturen führte. Im Cinebench-Test lag die CPU bei 73 °C, im Gaming-Test sogar nur bei 62 °C. Die GPU blieb im Spielbetrieb ebenfalls bei 62 °C. Auch die M.2-SSD zeigte mit 40 °C noch etwas bessere Werte, während die Innenraumtemperatur um zwei Kelvin auf 39 °C sank. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass das Gehäuse bei höherer Lüfterleistung ausreichend Reserven für besonders hitzige Komponenten bietet.
Lautheitstests
Bei der Geräuschentwicklung wurden zwei Szenarien getestet. Szenario 1 entspricht dem Gaming-Test mit aktivierter Standard-Lüfterkurve. Hier lag die Lautheit frontal bei 2,0 Sone, seitlich links - hinter der Glaswand - bei 1,9 Sone und seitlich rechts - auf Höhe der perforierten Lüfteröffnung - bei 2,8 Sone. Szenario 2 diente der Ermittlung der reinen Dämmwirkung: Die Gehäuselüfter waren komplett deaktiviert, CPU- und GPU-Lüfter liefen mit 100 Prozent Drehzahl. Unter diesen Bedingungen stieg die Lautheit frontal auf 2,5 Sone, links auf 2,1 Sone und rechts auf 3,4 Sone. In beiden Fällen zeigte sich das gleiche Muster - die Glaswand auf der linken Seite dämpft hörbar, während die gelochte rechte Seite Schall nahezu ungehindert nach außen abgibt.
Für die Praxis heißt das: Wer den PC rechts neben sich aufstellt, wird die Lüfterseite deutlicher hören, insbesondere unter Last. Eine Positionierung links vom Arbeitsplatz oder eine sanfte Anpassung der Lüfterkurven im Idle- und Teillastbereich kann den Geräuschpegel merklich senken, ohne dass die Kühlleistung darunter leidet. Da die Temperaturen selbst mit gedrosselten Lüftern stabil bleiben, ist der Xtender auch für leise High-End-Builds gut geeignet - solange man bei der Aufstellung mitdenkt.
Fazit
Das Arctic Xtender bietet einen großzügigen Innenraum, eine klare Aufteilung und eine Kühlleistung, die auch mit leistungsstarker Hardware keine Probleme haben dürfte. Die fünf ab Werk verbauten Lüfter schaffen schon ohne Nachrüsten eine gute Kühlung. Der Radiator-Support bis 420 mm an Oberseite und rechter Seite ist ein Pluspunkt. In der Bewertung erreicht das Xtender bei der Ausstattung die Note 1,67, bei den Eigenschaften 1,45 und bei der Leistung 1,25. Gerade in der Leistungskategorie positioniert sich das Xtender stark und schneidet besser ab als das Lian Li Cool III, liegt aber knapp hinter dem Be Quiet Light Base 900 FX. In unserer Rangliste bedeutet das, rein auf die Leistung bezogen, Platz 2 unter den getesteten Gehäusen. Die Gesamtnote beträgt 1,37 und reiht das Arctic-Gehäuse damit knapp hinter dem Corsair Frame 5000D ein und nur hauchdünn vor dem Lian Li O11 Dynamic Evo RGB.
Im Alltag zeigt sich das Gehäuse eher unkompliziert, wenn man den Innenraum geschickt nutzt. Schwächen fallen eher in den Details auf. Die vertikale GPU-Montage ist im eingebauten Zustand ein wenig umständlich, wegen der Verschraubung innen. Wer hier nicht vorher die Halterung entfernt, hat im unteren Bereich des Mainboards nur eingeschränkten Zugriff. Die rechte, perforierte Seite leitet Lüftergeräusche deutlich stärker nach außen als die linke Glaswand, was die Aufstellung beeinflussen kann.
Der Arctic Xtender richtet sich an Nutzer, die ein gut belüftetes Gehäuse mit viel Platz für High-End-Hardware suchen und direkt ohne große Nachrüstungen starten möchten. Insgesamt ist es ein gelungener Wiedereinstieg von Arctic in den Gehäusemarkt, auch wenn bei der Ausstattung noch spürbar Luft nach oben bleibt.
| Gehäuse | Arctic Xtender VG |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Arctic (https://www.arctic.de/) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | ca. 240 Euro in schwarz |
| Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | 220 Euro/gut |
| Alternativ-Versionen | Xtender White (210 Euro), Xtender White VG (230 Euro), Xtender Black (200 Euro), Xtender Mirror Black (205 Euro), Xtender VG Mirror Black (225 Euro) |
| Ausstattung (20 %) | 1,67 |
| Plätze für Laufwerke (ab Werk) | 4× 2,5 Zoll, 2× 3,5/2,5 Zoll |
| Lüfterplätze | Seite und Decke je: 3× 140/120 mm, Heck 2× 120 mm |
| Vorhandene Lüfter | Seite: 3× 140 mm P14 Pro A-RGB Reverse, Heck: 2x P12 Pro A-RGB |
| Plätze für Radiatoren (bis zu) | Decke und Seite je 420 mm |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Drei bei Vertikal, sieben horizontal |
| Frontanschlüsse | 1x USB-C – USB 3.2 Gen2x1, 2x USB-A – USB 3.2 Gen1x1, 1x 3,5 mm Klinke |
| Staubschutz (Erreichbarkeit) | Decke und Seite magnetisch und hochwertig, leicht zu erreichen |
| Handbuch | online erhältlich unter Downloads |
| Auszug der Bestandteile | 3× Arctic P14 Pro Reverse ARGB (seitlich vormontiert), 2× Arctic P12 Pro ARGB (Heck vormontiert), PCIe-4.0-Riserkabel vormontiert (nur VG-Version), Zubehörbox aus Kunststoff mit sortierten Schrauben, Abstandshaltern, Klett und restlichen PCIe-Blenden, Abnehmbare Staubfilter (seitlich, Deckel), Festplattenkäfig (per Thumbscrew entnehmbar) |
| Eigenschaften (20 %) | 1,45 |
| Material – Gewicht (nicht gewertet) | Stahl, Kunststoff, Glas – ca. 14,6 kg |
| Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen | 52,9 × 23,1 × 52,9 cm/ca. 64 Liter |
| Komponenten-Maße (bis zu Länge bzw. Höhe) | GPU: ca. 48,2 cm ohne Seitenradiator/33,7 cm mit Seitenradiator, CPU: 17,1 cm, Netzteil: ca. 20 cm mit HDD-Käfig/31,8 cm ohne HDD-Käfig, Mainboard: bis zu E-ATX |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit | Sehr gut/sehr gut/sehr gut |
| Auszug der Zusammenbaudetails | Zusammenbau: Note: 2. Stabile Seitenteile mit Haken/Klicksystem, optional per Thumbscrew fixierbar |
| Maximale Radiator-Kombination | Sehr gut (420/420/-/-) |
| Praxisprobleme | Minimal. Schwergängige Netzteil-Thumbscrews, eingeschränkter Zugriff auf unteren Mainboardbereich bei montierter GPU-Halterung, vertikale GPU-Montage erfordert Schraubarbeiten im Gehäuseinneren. |
| Leistung (60%) | 1,25 |
| Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 | 66 °C, (1,2 Kelvin) | 63,8 °C, (-1 Kelvin) |
| Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 | 62 °C, (-1 Kelvin) mit 1.920 MHz bei 1.840 U/min | 62 °C, (-1 Kelvin) mit 1.920 MHz bei 1.890 U/min |
| M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 | 41 °C, (3 Kelvin) | 40 °C, (2 Kelvin) |
| Innenraum-Temperatur* S1 | S2 | 40 °C, (0 Kelvin) | 39 °C, (-1 Kelvin) |

Hab ich was verpasst Arctic war doch für preiswerte sachen bekannt ...
1. ist es ein deutsches Unternehmen, quasi bei mir um die Ecke, alleine deswegen ist so etwas definitiv äußerst begrüßenswert, das man versucht, auch im heimischen Markt weiterhin Arbeitsplätze zu sichern und zu fördern!
Muss und sollte ja nicht alles ausschließlich aus Amerika und dem asiatischen Bereich gekauft werden müssen?!
Marketing ist z.T. in den USA - Entwickelt und Produziert wird in China
Damit ist der größte Teil der Wertschöpfung nicht im Land.
Man sollte halt nur zusehen, dass man nicht schlechter ist als die Konkurrenz, die bereits schon da war und ist, aber das ist ja geglückt.
Wie man es nicht machen sollte, zeigt ja gerade Keno von der CT in seinem neuen Video über die Bastelfreunde, die ihr innovatives Notebookprojekt versuchen auf den Desktop umzuleiten, und grundlegend dabei total gescheitert sind.
Stark überteuerte Legoklotzoptik ohne Sinn und Verstand.
So etwas sollte man nur machen, wenn man weiß, dass es auch jemand verlangt und es dann auch kaufen wird.
Mit Gewalt etwas völlig anders machen zu wollen, wie z.B. BTX Standard 2.0, geht einfach oft nach hinten los.
Auch die Sache mit dem alle Anschlüsse hinten ans Mainboard verschieben und dann anders im Gehäuse zu verlegen ist äußerst riskant, wenn nicht gleich mehrere Firmen mitziehen.
Selbst der ATX 3 Standard hat massiv viele Gegner, da das ganze Konzept nicht ordentlich durchdacht worden ist und die ganze Nvidia Riege wegen klarer Mißachtung von Sicherheitsnormen mitunter vor sich hinschmort.
Ist ja ok, einfach immer das gleiche zu machen, wie alle anderen auch, bloß ein bisschen günstiger, um möglichst wenig Risiko am Markt zu tragen. Damit bleibt es halt langweilig und öde.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Kommt am Lightbase 600 LX nicht ganz vorbei.
Irgendwer wird's schon kaufen, oder so die Devise...
Fakt ist eher:
1. ist es ein deutsches Unternehmen, quasi bei mir um die Ecke, alleine deswegen ist so etwas definitiv äußerst begrüßenswert, das man versucht, auch im heimischen Markt weiterhin Arbeitsplätze zu sichern und zu fördern!
Muss und sollte ja nicht alles ausschließlich aus Amerika und dem asiatischen Bereich gekauft werden müssen?!
2. sollte man bei einem (Wieder)Einstieg nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, ein sorgfältiges und sicheres Vorgehen ist auf jeden Fall sinnvoller als ein großes Wagnis, wo dann nur ein paar Enthusiasten und Anderstickende für dann vielleicht einem Aufpreis sich einen Tüdelkram da hinstellen.
Man sollte halt nur zusehen, dass man nicht schlechter ist als die Konkurrenz, die bereits schon da war und ist, aber das ist ja geglückt.
Wie man es nicht machen sollte, zeigt ja gerade Keno von der CT in seinem neuen Video über die Bastelfreunde, die ihr innovatives Notebookprojekt versuchen auf den Desktop umzuleiten, und grundlegend dabei total gescheitert sind.
Stark überteuerte Legoklotzoptik ohne Sinn und Verstand.
So etwas sollte man nur machen, wenn man weiß, dass es auch jemand verlangt und es dann auch kaufen wird.
Mit Gewalt etwas völlig anders machen zu wollen, wie z.B. BTX Standard 2.0, geht einfach oft nach hinten los.
Auch die Sache mit dem alle Anschlüsse hinten ans Mainboard verschieben und dann anders im Gehäuse zu verlegen ist äußerst riskant, wenn nicht gleich mehrere Firmen mitziehen.
Selbst der ATX 3 Standard hat massiv viele Gegner, da das ganze Konzept nicht ordentlich durchdacht worden ist und die ganze Nvidia Riege wegen klarer Mißachtung von Sicherheitsnormen mitunter vor sich hinschmort.
Hab ich was verpasst Arctic war doch für preiswerte sachen bekannt ...
Irgendwer wird's schon kaufen, oder so die Devise...