Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz
In diesem Artikel
- Seite 1 Übersicht & Daten
- Seite 2 Technik: Features und Probleme (Deep Dive)
- Seite 3 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 5 Der weltweit erste Pathtracing-Leistungsindex
- Seite 6 Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster & Raytracing) & Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Die Geforce RTX 5080 wird sowohl als Referenzkarte - von Nvidia "Founders Edition" genannt - als auch in Gestalt zahlreicher Partnerdesigns ab dem 30. Januar 2025 im Handel liegen (hoffentlich). Wir haben nicht nur alle Benchmarks anhand einer Nvidia Geforce RTX 5080 Founders Edition erstellt, sondern auch ihre Lautheit sowie ihre Leistungsaufnahme gemessen. Da Bilder mehr sagen als tausend Worte, verweisen wir bezüglich des Aussehens erneut auf unser Unboxing-Video der RTX 5090 - das Aussehen haben die beiden Founders Editions gemein, sofern man von leichten Farbunterschieden absieht:
Kühler, Lautheit und Temperaturen
Nvidia geht nach der RTX 3090 (Ti) und RTX 4090, welche durch enorm wuchtige Kühler auffielen, neue Wege: Die Platine der Geforce RTX 5080 und RTX 5090 ist noch kompakter als das "V-shaped"-PCB der Vorgänger und der Kühler entspricht nun einem "Double-Flow-Through"-Design. Das bedeutet, dass beide Lüfter neuerdings an der Unterseite der Grafikkarte sitzen, jeweils links und rechts von der Platine nebst Hitzequellen, und die Wärme durch die Lamellen pusten - in den allermeisten Gehäusen folglich nach oben. Besonders ambitioniert wirkt dabei die Höhe des Kühlers, eine Geforce RTX 5080 und 5090 Founders Edition ist nur zwei Slots hoch wie 250-Watt-Grafikkarten des vorigen Jahrzehnts.
Die wohl spannendste Frage lautet, inwiefern das innovative Kühldesign der RTX 5090 auf der RTX 5080 performt. Die Antwort lautet "gar nicht", denn es handelt sich nicht um den gleichen Kühler! Erste Indizien liefert das Gewicht, die RTX 5080 FE wiegt circa 180 Gramm weniger als die RTX 5090 FE (1,64 zu 1,82 kg). Da jedoch GPU, RAM und potenziell auch die PCB-Bestückung kleiner ausfallen, ist dies nur ein erster Anhaltspunkt. In den Volllasttests bestätigt sich der Verdacht jedoch glasklar, der Kühler hat deutlich weniger "Dampf". Sehen wir uns an, welche Lautheitswerte im schallarmen Raum herausgekommen sind:
| Lautheit | RTX 5090 | RTX 5080 | RTX 4090 | RTX 4080 Super | RX 7900 XTX | RX 6800 XT | RTX 3080 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf (UHD-Desktop) | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone |
| 2 Displays (UHD + FHD) | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,2 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone |
| UHD-Youtube-Video | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,2 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone |
| Gaming (MAXIMUM) | 3,5 Sone | 2,9 Sone | 3,0 Sone | 2,0 Sone | 3,3 Sone | 2,1 Sone | 3,4 Sone |
| 100 % Fan Speed (manuell) | 9,5 Sone | 9,2 Sone | 10,1 Sone | 10,2 Sone | 9,1 Sone | - | 10,8 Sone |
| Coil Whine (Fiepen allein) | ~0,8 Sone | ~0,3 Sone | ~0,5 Sone | ~0,6 Sone | ~0,8 Sone | ~0,5 Sone | ~0,3 Sone |
Messung der Lautheit im schallarmen Raum aus 50 Zentimeter Entfernung lotrecht zur Lüfternabe mittels Neutrik Cortex NC10. Störgeräusche wie Spulenfiepen fließen in das Messergebnis ein. Referenzkarten unter sich.
Die Geforce RTX 5080 FE ist unter Dauerlast beinahe genauso laut wie die RTX 5090 FE. Unsere Nachfrage bei Nvidia lieferte die Bestätigung: Die RTX-5080-Variante des Double-Flow-Through-Kühlers verfügt weder über die "3D Vapor Chamber" noch Flüssigmetall. Beide Komponenten sorgen für einen deutlich effektiveren Abtransport der Wärme, sind jedoch der RTX 5090 FE vorbehalten. Die RTX 5080 FE muss sich stattdessen mit einer klassischen Vapor Chamber sowie Heatpipes zufriedengeben. Doch wie warm werden die Komponenten dabei? Auch das haben wir protokolliert, hier unsere hitzigsten Tests (Vergleichswerte der RTX 5090 FE):
Im Gegensatz zur RTX 5090 Founders Edition, welche ihre GPU und ihren Speicher bis zu 81/98 °C heiß werden lässt, bleibt die RTX 5080 Founders Edition bei geringerer Lautheit deutlich kühler. Der Maximalwert von 2,9 Sone ist in typischen Gaming-PCs aber deutlich hörbar. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die RTX 5080 FE in den allermeisten Szenarien leiser bleibt, da längst nicht jedes Spiel und jede Einstellung ihre Board Power ausreizt. Lautheitswerte zwischen 2,0 und 2,5 Sone, mit Verbräuchen zwischen 250 und 300 Watt, sind die Regel.
Spulenrasseln respektive -fiepen ist bei potenten Gaming-Grafikkarten immer, aber in deutlich unterschiedlicher Ausprägung, zu hören. Wenig überraschend stimmt die Geforce RTX 5080 Founders Edition in diesen Chor mit ein - ist dabei jedoch wesentlich unaufdringlicher als die RTX 5090. Bei üblichen Bildraten ist ein leises Zischen oder Zirpen wahrnehmbar, bei vierstelligen Bildraten (welche man mittels Framelimit vermeiden sollte) schließlich ein Fiepen. Das Phänomen unterliegt der Serienstreuung, wir geben dennoch die Ausprägung unserer Karte an. Im Falle unseres Musters ist das Geräusch (nur) unter Last deutlich zu vernehmen und ergibt zusammen mit dem Lüftergeräusch die oben gezeigten Lautheitswerte.
Leistungsaufnahme
Mit der Geforce RTX 3090 Ti erschien im Frühjahr 2022 die erste Grafikkarte mit der kompakten 12VHPWR-Strombuchse. Die später erschienenen RTX-4000-Modelle verfeinerten das Design nach anfänglichen Problemen. Allen Grafikkarten mit der nunmehr als 12V-2×6 bezeichneten Buchse liegt ein Adapterkabel bei, das den Betrieb mit mehreren konventionellen 8-Pol-Steckern erlaubt. Im Falle der Nvidia Geforce RTX 5080 Founders Edition handelt es sich um einen "Dreizack" (RTX 5090: vier Kabelstränge).
PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool, um Feinheiten optimal zu erfassen. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Geforce RTX 5080 Founders Edition im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads:
| Leistungsaufnahme | RTX 5090 | RTX 5080 | RTX 4080 Super | RTX 4090 | RTX 3090 Ti | RX 7900 XTX | RTX 3080 10GB |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf (UHD-Desktop) | 27 – 31 Watt** | 12 – 15 Watt** | 14 – 17 Watt** | 23 Watt* | 22 Watt* | 17 Watt | 12 Watt |
| Dual-Display (UHD + FHD) | 37 – 39 Watt** | 16,5 – 18 Watt** | 20 – 23 Watt** | 32 Watt* | 30 Watt* | 48 Watt | 21 Watt |
| Ultra-HD-Youtube-Video | 52 – 65 Watt** | 16 – 20 Watt** | 19 – 22 Watt** | 35 Watt* | 28 Watt* | 69 Watt | 31 Watt |
| Gaming (MAXIMUM) | 598 Watt | 393 Watt | 317 Watt | 442 Watt | 460 Watt | 353 Watt | 330 Watt |
| Full-HD-Gaming @ 60 Fps | 86 Watt | 58 Watt | 57 Watt | 81 Watt | 91 Watt | 89 Watt | 80 Watt |
| Anno 1800 (Full HD) | 364 Watt | 328 Watt | 280 Watt | 268 Watt | 456 Watt | 349 Watt | 321 Watt |
| Control (WQHD + RT) | 468 Watt | 342 Watt | 307 Watt | 361 Watt | 444 Watt | 350 Watt | 329 Watt |
| Metro Exodus EE (UHD + RT) | 578 Watt | 365 Watt | 316 Watt | 442 Watt | 456 Watt | 349 Watt | Nicht getestet |
| Assassin's Creed Mirage (FHD) | 321 Watt | 217 Watt | 213 Watt | Nicht getestet | Nicht getestet | Nicht getestet | Nicht getestet |
| Dying Light 2 (UHD, RT, DLSS Q) | 473 Watt | 329 Watt | 291 Watt | Nicht getestet | Nicht getestet | Nicht getestet | Nicht getestet |
| Indiana Jones (Full HD) | 371 Watt | 261 Watt | Nicht getestet | 318 Watt | Nicht getestet | Nicht getestet | Nicht getestet |
Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate. Freesync ist nicht aktiv. Angaben der allermeisten Grafikkarten mit 4K60 (Ultra HD mit 60 Hz). *Alles mit 4K144. **Angegeben ist hier die gesamte Spanne von 60 bis 144 Hertz.
Möglicherweise wundern Sie sich über die 598 Watt bei der RTX 5090. Dieses Ergebnis kam nach den regulären Tests zustande und zeigt den absoluten Worstcase: Anno 2070 in 6K via DL-DSR. Da wir auch die RTX 5080 mit diesem Szenario konfrontiert haben, war es logisch, den neuen Maximalwert auch im Test der RTX 5090 nachzutragen. In diesem Kontext wissenswert: Auch bei der Geforce RTX 5080 attestieren Tools konsequent eine geringere Leistungsaufnahme als die Hardware-Messung. Meldet eine RTX 5080 beispielsweise ihre offizielle Board-Power von 360 Watt, benötigt sie tatsächlich rund 390 Watt. Warum die Angaben divergieren und die API konsequent "underreported", ist unbekannt.
Quelle: PCGH
Die Strombuchse ist clever platziert, sodass Kollisionen mit der Gehäusewand ausgeschlossen sind.
Grundsätzlich verhält sich die Geforce RTX 5080 wie die RTX 5090, RTX 4080 Super und weitere Nvidia-Grafikkarten. Die Board-Power von offiziell 360 Watt wird nur in den seltensten Fällen ausgereizt, üblich sind deutlich geringere Werte. Für Tuner interessant: Mit dem maximalen Powerlimit von 108 Prozent nimmt die Grafikkarte schlimmstenfalls 423 anstelle von 393 Watt auf (getestet mit Anno 2070). Das Power-Design zieht dabei fast ausschließlich aus der Strombuchse; nur knapp sechs Watt fließen über den PCI-Express-Konnektor, das Mainboard wird folglich kaum belastet.
Erfreulich ist, dass die Geforce RTX 5080 konsequent effizienter arbeitet als die dauerdurstige RTX 5090. Das betrifft nicht nur das Gaming, sondern vor allem den Desktop-Betrieb rund um Office-Arbeiten und Videokonsum. Mit bestenfalls 12 Watt auf dem Windows-Desktop wird ein - für High-End-Verhältnisse - sehr gutes Niveau erreicht und auch der Anschluss mehrerer Bildschirme sowie Video-Wiedergabe bringt die RTX 5080 nicht aus dem Konzept.
Energieeffizienz
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energieeffizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex mit der Leistungsaufnahme verrechnet. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Geforce RTX 5080 im Vergleich abschneidet:
Der Durchschnittswert über alle Benchmarks unterstreicht die bisherigen Aussagen: Die Geforce RTX 5080 ist eine effiziente Grafikkarte. Im Mittel nimmt sie 10 Watt mehr Energie auf als die RTX 4080 Super und kann sich damit an die Spitze der Effizienz-Rangliste setzen - zumindest im High-End-Bereich. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:
Sieht man vom schwächeren Abschneiden der Radeon RX 7900 XTX ab, zeigt sich hier das gleiche Bild: Die RTX 5080 arbeitet etwas effizienter als andere High-End-Grafikkarten. Zum Vergleich: Bereits die Ende 2020 gestarteten Modelle Radeon RX 6800 XT und Geforce RTX 3080 rangieren im 300-Watt-Bereich. Falls Sie ein solches Modell verwenden, ist Ihr Netzteil bereits mit der Last vertraut.
Undervolting & Overclocking
Selbstverständlich ist auch Undervolting respektive eine maßgeschneiderte Voltage/Frequency Curve bei der Geforce RTX 5080 möglich. Um das Potenzial abzuklopfen, haben wir erneut den "Hitzkopf" Metro Exodus Enhanced Edition herangezogen, der alle Grafikkarten ins Powerlimit treiben kann. Diese Ergebnisse haben wir erreicht:
275 anstelle von 360 Watt bei gleicher Leistung: Das Einsparpotenzial kann sich sehen lassen. Dabei ist auch die Kombination aus Undervolting mit leichtem Overclocking möglich, um sowohl mehr Leistung als auch Effizienz zu erhalten. Mehr zum Thema GPU-Optimierung lesen Sie im Artikel "Kann man eine RTX 4070 zur Ti übertakten? Tuning, OC, UV und Fps pro Watt".
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Es ist auch nicht so das MFG nur deshalb geht, aber vermutlich die Qualität darunter leidet oder das der vielversprechenste Ansatz war den man nun zuerst verfolgt.
Ob es dafür unbedingt eine neue Hardware Einheit braucht, muss sich noch zeigen.
Ich tippe eher auf nein.
RT Kerne wurden nicht verwendet.
Einen Beweis oder eine logische Ableitung dessen, was die Notwendigkeit von Flip Metering zur Unterstützung von MFG auf den RTX 5000 GPUs angeht, stellt das nicht dar.
Wird RTX Voice mit anderen nVidia Broadcast Features kombiniert, würde die Leistung auf GTX Generationen zu stark einbrechen. Ein Grund warum oft keine Unterstützung für ältere Hardware geboten wird.
Klappte dann auch wunderbar ohne RT Kerne, nachdem Modder es möglich machten.
Sehe das hier aber etwas anders. FG damals hatte den Optical Flow Accelerator und MFG nun das Flip Metering. Beides in HW gegossen nur um einen ganz bestimmten Einsatzzweck zu erfüllen. Wäre ich Nvidia würde ich mir die Kosten dafür sparen und irgendeinen AI BS erfinden warum das nur Blackwell beherrscht. Für eine künstliche Barriere ist der Aufwand sehr hoch um das zu kaschieren.
Es ist auch nicht so das MFG nur deshalb geht, aber vermutlich die Qualität darunter leidet oder das der vielversprechenste Ansatz war den man nun zuerst verfolgt.
Frames werden mit dem gehackten Treiber nicht generiert, sondern dupliziert.
Eine einfache Recherche. Die These einer künstlichen Limitierung bestätigt sich vorerst nicht.
Klappte dann auch wunderbar ohne RT Kerne, nachdem Modder es möglich machten.