Geforce RTX 4090 im Test: Zusammenfassung mit Fazit
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Geforce RTX 4090 im Test: Zusammenfassung mit Fazit

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Wie schlägt sich die Nvidia Geforce RTX 4090 insgesamt? Fazit und Kaufempfehlungen.

Geforce RTX 4090: Fazit

Der König ist tot, lang lebe die Königin! Im Gegensatz zur echten Welt nimmt bei den Grafikkarten eine Monarchin auf dem Thron Platz und diese hört auf den Namen Ada Lovelace. Nvidias Selbstbeweihräucherung im Vorfeld erweist sich als optimistisch, aber nicht völlig abgehoben: Tatsächlich gelingt es der Geforce RTX 4090 in einigen Szenarien, die doppelte Leistung einer Geforce RTX 3090 (Ti) zu erreichen. Diese Hausnummer blieb Ampere (RTX 30) im Vergleich mit Turing (RTX 20) stets verwehrt, sofern man spezielle Raytracing-Arbeiten ausklammert. Mit diesem exzellenten Ergebnis erweist sich die Geforce RTX 4090 als erste Wahl für Besitzer hochauflösender Bildschirme und vor allem Raytracing-Freunde, denn mit keiner anderen Grafikkarte lassen sich akkurat beleuchtete, pixelfeine Welten derart flüssig bestaunen. Die Chancen, dass die energische Frau Lovelace ihren Abstand gegenüber dem alten Herrn Ampere künftig weiter ausbaut, stehen gut, denn Nvidia hat Funktionen in den verbesserten Raytracing-Kernen platziert, die Entwicklerzuwendung benötigen. Cyberpunk 2077 wird mit dem "Overdrive" genannten Path-Tracing-Modus das volle Potenzial der neuen Architektur zeigen. Was bereits jetzt sehr gut funktioniert, ist die Energie-Effizienz: Das Limit von 450 Watt wird nur in den seltensten Fällen ausgereizt, im Normalbetrieb rangiert die Geforce RTX 4090 über eine breite Palette an Spielen und Auflösungen unter 350 Watt. Der überarbeitete Kühler der Nvidia Founders Edition ist derweil in der Lage, auch 450 Watt mit moderater Geräuschemission abzuführen.

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Wie viele Next-Generation-Grafikkarten zuvor, hat jedoch auch die Geforce RTX 4090 ein Problem: Sie ist "zu" schnell. Kein Prozessor dieser Welt - auch kein ausgereizter AMD Ryzen 9 7950X oder Intel Core i9-13900K - kann den GPU-Boliden in weitverbreiteten Auflösungen auslasten. Das Potenzial für vierstellige Bildraten wird nicht praktisch umgesetzt, da die Prozessorleistung fehlt. Zwar ist eine Geforce RTX 4090 auch für Full-HD- und WQHD-Spieler ein lohnenswertes Upgrade, da der Nvidia-Treiber die allermeisten Spiele optimal versorgen kann, richtig lohnenswert ist eine RTX 4090 jedoch vor allem für Besitzer eines Ultra-HD-Bildschirms mit hoher Refresh Rate. 4K144, am besten mit G-Sync und HDR, ist das perfekte Gegenstück.

Doch Nvidia hat auch darauf eine Antwort: DLSS 3. Die dritte Version des KI-gestützten Upsamplings führt als Hauptneuerung die Frame Generation ein, mithilfe derer die GPU ohne Zutun des Prozessors neue Frames erzeugen kann. Während die Idee steinalt ist, sehen wir mit DLSS 3 in den ersten Spielen die praktische Umsetzung - und sind zwiegespalten. Je nach Spiel und Einstellungen schwanken die Ergebnisse zwischen verblüffend und schwammig, wie wir im ersten Praxistest von DLSS 3 ausführen. Das Verfahren hat das Potenzial zum "Killer Feature", benötigt jedoch laut unserer Einschätzung noch zwei Dinge: weiteres Feintuning sowie eine flächendeckende Unterstützung in Spielen. Ersteres ist im Gange, während Sie diese Zeilen lesen und mit der Unreal Engine 4/5 sowie Unity sind bereits große Spielmotoren mit entsprechenden Plugins ausgestattet. Wer Spaß am Experimentieren hat, wird sicher in jedem Spiel Einstellungen finden, bei denen DLSS 3 auf einer Geforce RTX 4090 gute Ergebnisse erzielt. Nutzer älterer Grafikkarten müssen leider draußen bleiben, zumindest für Ampere (RTX 30) ist das letzte Wort bezüglich DLSS 3 aber noch nicht gesprochen.

Die Geforce RTX 4090 geht ab dem 12. Oktober in den offiziellen Verkauf. Neben der Nvidia Founders Edition besteht direkt die Auswahl zwischen zahlreichen Custom-Designs der Board-Partner - EVGA ausgenommen, denn der Hersteller wird keine neuen Geforce-Grafikkarten anbieten. Wir arbeiten gegenwärtig an weiteren Artikeln, welche die Herstellerdesigns, Netzteilanforderungen, DLSS 3 im CPU-Limit sowie besondere Raytracing-Härtefälle thematisieren. Bis dahin: Was halten Sie von der Geforce RTX 4090? Werden Sie zuschlagen, warten Sie auf die RTX 4080 (16GB/12GB), oder warten Sie auf AMD? Die Ankündigung der Radeon-RX-7000-Reihe als Antwort auf Ada Lovelace wird für den 3. November erwartet. Diskutieren Sie mit! P.S.: Falls Sie sich bis hierhin gefragt haben - die Überschrift dieses Artikels ist eine Hommage an 3dfx und deren legendäre Werbespots für Voodoo-Grafikkarten.

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    • Kommentare (539)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1705533002
        Großartiger Test, vielen Dank für euren immensen Aufwand! Die Karte ist schlichtweg brachial, was soll man sagen. Für mich persönlich uninteressant, weil zu teuer und nicht wirklich ein Usecase dafür. 4080/4070 sind da interessanter. Möchte aber auch erstmal sehen, was Team rot mit RDNA3 in petto hat.
      • Von Gast1705533002
        Großartiger Test, vielen Dank für euren immensen Aufwand! Die Karte ist schlichtweg brachial, was soll man sagen. Für mich persönlich uninteressant, weil zu teuer und nicht wirklich ein Usecase dafür. 4080/4070 sind da interessanter. Möchte aber auch erstmal sehen, was Team rot mit RDNA3 in petto hat.
      • Von biosat_lost PC-Selbstbauer(in)
        Das Blockdiagramm kann einen schon sprachlos machen.
      • Von manimani89 Volt-Modder(in)
        Zitat von Sch4rfricht3r
        Mir zumindest nicht, aber man muss doch die Grenzen des Möglichen mal austesten.
        naja der sweetspot müsste bei 400w liegen wenn man die tests durch hat. 350w verliert man je nach game dann schon mehr aber 400w ist das was am besten passt auch wenn die karte mit 300w noch deutlich schneller als alles andere ist. würde nicht über die 450w gehen
      • Von Gast1675638611
        Zitat von Cleriker
        Ist sie dir bei 450 zu langsam?
        Mir zumindest nicht, aber man muss doch die Grenzen des Möglichen mal austesten.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Als wäre es so einfach.
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