Beste Grafikkarte für 4K/UHD: Raytracing-Benchmarks
Die besten Gaming-Grafikkarten für Weihnachten und 2024 - Teil 1: High-End ab 1.000 Euro für 4K/Ultra HD - Seite 3: Raytracing-Benchmarks
In diesem Artikel
Bildhübsches Raytracing hält in immer mehr Spielen Einzug, sodass eine neu angeschaffte Grafikkarte darauf vorbereitet sein sollte. Der Raytracing-Leistungsindex 2024 macht keine Gefangenen, um diese Frage zu beantworten. Aufwärmübungen wie Far Cry 6 und World of Warcraft sind Geschichte, die neuen Benchmarks fordern den Grafikkarten deutlich mehr ab, um deren Zukunftstauglichkeit abzuklopfen. Tatsächlich handelt es sich beim RT-Leistungsindex 2024 um unsere bisher "gemeinste" Aufstellung, denn fünf Jahre nach seiner Vorstellung nimmt der Raytracing-Zug in Spielen an Fahrt auf. Wie Sie im Folgenden sehen, vereinen wir das "Who's who" der aktuellen Raytracing-Implementierungen, deren Nutzwert nicht infrage steht - die Leistung der Grafikkarte entscheidet, ob man die Aufwertung in Anspruch nehmen kann. Einzig Pathtracing verkneifen wir uns für dieses Jahr, denn dafür fehlt den allermeisten Grafikkarten die Leistung. In einem Jahr werden die Grafik-Karten neu gemischt.
Da wir erstmals mit maximaler Raytracing-Komplexität testen - alle Effekte stehen auf dem jeweiligen Maximum -, kommt den GPUs das zweite Novum im Raytracing-Leistungsindex 2024 zu Hilfe: Upsampling, das wir in 8 von 10 Spielen aktivieren. AMD-GPUs setzen auf FSR 2 Quality, Nvidia-GPUs auf DLSS 2 Quality und Intel-GPUs auf XeSS Quality. Damit ist zwar die Bildqualität nicht mehr identisch - ein großer Bruch in der Geschichte der PCGH-Leistungsindizes -, allerdings sieht so die Gaming-Realität aus und wir beugen uns dieser praxisnahen Einstellung. Frame Generation, Variable Rate Shading und Nvidia Reflex bleiben konsequent abgeschaltet, um ansonsten gleiche Bedingungen zu schaffen.
| PCGH Raytracing Benchmarks 2024 | Engine | API | Version (Platform) | Benchmark Sequence |
|---|---|---|---|---|
| Alan Wake 2 | Northlight Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Epic) | „Nightingale” |
| Cyberpunk 2077 | RED Engine 4 | DirectX 12 | v2.02 (GOG) | „Dog Days” |
| Desordre | Unreal Engine 5.2.1 | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Room 5” |
| Dying Light 2 | Chrome Engine 6 | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Walk in the Park” |
| F1 23 | EGO Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Azerbaijan” |
| Forza Motorsport | Forzatech Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Cherryflections” |
| Hogwarts Legacy | Unreal Engine 4.27.2 | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Broomwood” |
| Metro Exodus EE | 4A Engine | DirectX 12 | v3.08.39 (GOG) | „Bounce Base” |
| Ratchet & Clank: Rift Apart | Insomniac Engine 4.0 | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Rooftops” |
| The Witcher 3 Next-Gen | RED Engine 3 | DirectX 12 | v4.04a (GOG) | „Duskwood” |
Nachdem die Warnung ausgesprochen wurde, kommen wir zu den spannenden, nicht immer flüssigen Ergebnissen:
Falls Sie die neuen Rasterizing-Benchmarks auf der vorherigen Seite nicht spannend fanden, dürften Sie hier auf Ihre Kosten kommen. Die anspruchsvollen Raytracing-Effekte moderner Spiele setzen allen Grafikkarten stark zu. Lediglich ein Modell ist über jeden Zweifel erhaben: Nvidias Geforce RTX 4090. Das gilt übrigens nicht, sobald das Upsampling deaktiviert wird! Mit Temporal-AA anstelle von DLSS Quality sinkt die Bildrate empfindlich und sogar die sündhaft teure GPU-Speerspitze kommt mitunter in die Bredouille. Konkurrenzlos ist die Geforce RTX 4090 dennoch und somit die erste Wahl für Raytracing-Freunde (und solche, die es werden wollen).
Der naheliegende Vergleich zwischen Radeon RX 7900 XTX und Geforce RTX 4080 fördert hingegen interessante Unterschiede zutage. Während die AMD-Grafikkarte beim Rasterizing meist vor dem Nvidia-Modell liegt, landet sie beim Raytracing keinen Treffer - die RTX 4080 ist in jedem Fall deutlich schneller als die RX 7900 XTX. Stattdessen duelliert sich das Radeon-Topmodell mit der Geforce RTX 3090 Ti, wobei es keinen eindeutigen Sieger gibt. Hier findet sich einer der Gründe dafür, dass wir die RTX 3090 Ti trotz ihres hohen Alters und der schwachen Energieeffizienz noch aufführen. Werfen wir einen Blick auf die sich daraus ergebenden Leistungsindizes:
Auch hier drängt sich der Direktvergleich mit dem vorherigen Raytracing-Leistungsindex geradezu auf. Die Aufnahme der anspruchsvollsten Raytracing-Spiele führt dazu, dass Nvidia-Grafikkarten ihren Abstand gegenüber AMD-Modellen ausbauen können. Spätestens an dieser Stelle müssen wir Intel ins Spiel bringen, denn die Leistung des Arc-Topmodells A770 16GB hat die Spiele-Selektion maßgeblich beeinflusst. Unsere Messungen belegen ohne jeden Zweifel, dass sowohl Arc als auch Geforce mit hoher Raytracing-Komplexität gut klarkommen, während Radeon-GPUs deutlich stärker einbrechen. Der Vorwurf, PCGH bevorteile gezielt Nvidia-GPUs, erweist sich somit (wie immer) als haltlos. Unsere neuen Benchmarks betonen vielmehr das Potenzial moderner Architekturen, GPUs mit Reserven können sich in Szene setzen. Wir werden diesen Umstand beim Vergleich der Mittelklasse-Grafikkarten in Kürze genauer beleuchten.
Doch zurück zu den aktuellen Probanden aus dem High-End-Segment. Die Geforce RTX 4090 kann sich um bis zu 36 Prozent von der RTX 4080 absetzen, und zwar in Ultra HD. Würden wir mit nativer Auflösung oder gar in 5K testen, ginge die Schere zwischen den Geschwistern weiter auf - je mehr Pixel, desto stärker wird die RTX 4090 relativ. Die Radeon RX 7900 XTX erreicht zwar spielbare bis sehr flüssige Bildraten, kann jedoch weder der einen, noch der anderen das Wasser reichen. Der Schlagabtausch mit Nvidias abgelöstem Topmodell Geforce RTX 3090 Ti wird im Gesamtindex noch einmal deutlich: In den meisten Spielen führt die alte Ampere-GPU. Die Radeon RX 7900 XTX kommt in Full HD am besten weg, doch mit steigender Auflösung = Komplexität der Strahlverfolgung baut die RTX 3090 Ti ihre Führung aus. Letzteres ist für PCGH-Leser keine neue Erkenntnis, im Kontext der brandneuen Benchmarks jedoch bemerkenswert.

Was auch sinnvoller zur Klassifizierung des Highends ist, als die Preisklasse.
Aber man konnte die 7900xt ja einblenden.
MfG
Raff
Also ja, in diesem Falle scheine ich und meine Erfahrung mit diesem Spiel auf der realistischeren "Seite" zu sein.
Ich sage nicht, dass es nicht durchaus Probleme gab, aber das war n bissi Lightbleeding und Performance die mehr so geht so war, aber das war auch relativ fix behoben/gebessert.
Ich glaube nicht, dass ich doof bin. Ich glaube einfach, dass da irgendwo in der Programmierung ein Fehler ist, der bei bestimmten Systemen für konstante CTDs sorgt - und wie gesagt: Wir sind hier im PC-Bereich und nicht bei Konsolen, wo man bei einem identischen System unter Umständen schon sagen kann, dass es vielleicht am Spieler und nicht am Spiel liegt.
Anyway, das ist alles Off-Topic.