Geforce RTX 4090: Doppelter Grafikspeicher mit 48 GiB per Mod demonstriert
Speicher-Mods von Grafikkarten wie der RTX 4090 mit 48 statt 24 GiB sollen in China hoch im Kurs sein. Ein Youtube-Video demonstriert die Vorgehensweise.
Der Youtube-Kanal "VIK-on" hat in der Vergangenheit bereits eine ganze Reihe von Speicher-Mods präsentiert, wie etwa bei der Geforce RTX 2070 oder der RTX 3070. In einem neuen Video hat man sich nun der RTX 4090 gewidmet und demonstriert, wie eine Speicherverdopplung von 24 auf 48 GiB erfolgreich vonstatten gehen kann. Dergleichen wird in China bereits seit einiger Zeit praktiziert, um der Nachfrage nach KI-Beschleunigern nachzukommen, während die Vorteile beim Gaming mäßig ausfallen sollen.
Wie Videocardz hierzu berichtet, kommt dabei nicht die häufig bei der RTX-30-Reihe genutzte Strapping-Methode zur Veränderung der Bahnen auf der Platine zum Einsatz, um das GPU-BIOS dazu zu bringen, schnelleren oder dichteren Speicher zu erkennen. Stattdessen zeige das Video eine komplexere Methode chinesischer KI-Firmen und Werkstätten auf, die auf ein durchgesickertes Nvidia-BIOS zurückgeht, um Speichercontroller teilweise zu deaktivieren.
Dadurch lasse sich das BIOS so ändern, dass es unterschiedliche Kapazitäten unterstützt, beispielsweise 20 GiB statt 24 GiB. Diese Methode funktioniert aber offenkundig auch, um größere Kapazitäten zu ermöglichen. Allerdings reichen die BIOS-Modifikationen nicht aus, stattdessen wird auch ein alternatives PCB aus industrieller Fertigung benötigt, das mit der Speicherkonfiguration umgehen kann. Die GPU wird dann von der ursprünglichen Platine entlötet und mit den neuen Speicherchips auf das neue Board gelötet.
RTX 4090 mit 48 GiB: VRAM-Mod im Video
"VIK-on" demonstrierte den gesamten Prozess anhand einer MSI Geforce RTX 4090 Suprim und einer Ersatzplatine nebst alternativem Kühler aus China für (von Rubel umgerechnet) rund 150 Euro. Die Karte selbst kostete umgerechnet rund 1.800 Euro, während für die zusätzlichen 12 GDDR6X-Module insgesamt rund 240 Euro fällig wurden. Die vollständige Modifikation zur Erweiterung der Karte auf 48 GiB kostete umgerechnet rund 2.200 Euro, verglichen mit etwa 2.800 Euro einer vorab modifizierten Karte aus China, wobei "VIK-on" bereits über die Speicherchips verfügte.
Videocardz merkt in dem Bericht zum Video an, dass derlei Modifikationen im großen Stil Auswirkungen auf den Endkundenmarkt haben, da Unternehmen große Mengen an Karten aufkaufen, um sie dann für KI-Zwecke zu modifizieren. Infolgedessen gelangen weniger Karten zu den Spielern und ausgebaute Platinen tauchen des Öfteren auf dem Gebrauchtmarkt auf, wo sie teils von ahnungslosen Nutzern gekauft werden. Die gleichen Techniken sollen auch auf die neueste Generation angewendet werden, was somit auch die aktuelle RTX 5090 betreffe.
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Es ist nur immer ein Katz-Und-Maus-Spiel mit den Treibern. Aber echt spannend wie "einfach" das gemacht werden kann