Geforce RTX 3070: Modder verdoppelt Speicher auf 16 GiB

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Geforce RTX 3070: Modder verdoppelt Speicher auf 16 GiB (1)
Quelle: Palit

Man kann Grafikkarten erfolgreich hardwaremodden und das gilt auch für die Geforce RTX 3070, der ein Modder 16 GiByte Speicher spendiert hat. Der Tausch der Chips scheint dabei das kleinste Übel zu sein. Ohne BIOS-Mod muss man noch einmal an die Hardware und braucht auch Software für einen stabilen Betrieb.

Grafikkartenmods sind nichts Neues und schon in der Vergangenheit wurde bewiesen, dass man sich den Speicher in Eigenregie verdoppeln kann. So auch bei der Geforce RTX 3070, die standardmäßig mit 8 GiByte ausgestattet ist. Das mag im Moment für die meisten Fälle reichen, ist aber nicht sehr zukunftssicher und wer im Enthusiastenbereich unterwegs ist, fährt mit 16 GiByte sowieso besser, weil es einfach mehr Spielraum lässt. Was also tun? Man lötet sich mehr Speicher einfach selbst auf.

Da wir es auch bei einer Grafikkarte mit grundlegender Elektronik zu tun haben, die auch ökonomischen Regeln unterliegt, kann man die verbauten Samsung-Module vom Typ K4Z803256C-HC14 gegen Module vom Typ K4ZAF3258M-HC14 austauschen. Die sind nahezu baugleich mit eben dem feinen Unterschied, dass die Kapazität von 1 Gbit auf 2 GBit verdoppelt ist.

Die Speichermodule mit der Hand zu tauschen, ist Feinarbeit, aber machbar. Problematischer ist der Umstand, der Geforce RTX 3070 nun zu erklären, dass sie die doppelte Speicherkapazität hat. Die einfache Lösung wäre ein Mod-BIOS. Dazu fehlen im Moment aber die Möglichkeiten. Nvidia erlaubt keine einfachen BIOS-Mods und das dürfte angesichts der Hash-Bremse für Kryptomining auch so bleiben. Davon abgesehen fehlt auch das Spender-BIOS einer anderen Karte. Kurzum, der Weg über das BIOS scheidet für den Moment aus.

BIOS ist ein größeres Problem als Chiptausch

Gut, dass Nvidia auch Elektronik verbaut hat, die dem BIOS die Menge des Speichers mitteilt. So kann man dem BIOS neue Informationen zukommen lassen, die es dann auch ohne Murren umsetzt. Auf dem PCB müssen die Strap-Sets modifiziert werden, die sind "codiert" und 00110 vermittelt Samsung mit 16 GBit-Modulen. Ohne Dokumentation hat der Modder das in einem recht langen Trial-&-Error-Prozess ermittelt.

Einmal alles modifiziert, meldet sich die Geforce RTX 3070 mit 16 GiByte RAM. Leider gibt es einen Haken: 3D Mark, Furmark und Cryptomining laufen ohne Einschränkungen, aber die Karte renderte hier und da 3D-Grafiken nicht sauber und erzeugte Blacksreens. Weitere Tests ergaben, dass es am Takt liegt. Über EVGA Precision und Clock-Locking konnte dies behoben werden. In Messungen liefert die Geforce RTX 3070 16 GB so etwas besser Werte als das Referenzmodell - ein Erfolg.

Nun mag die Methode für den Alltagsgebrauch vielleicht etwas umständlich sein, aber mit einem BIOS-Mod und etwas Feintuning wäre die Aktion sicher praktikabel. Leider ist das Thema BIOS-Mod wohl recht weit weg; insbesondere wenn die Gerüchte stimmen, dass Nvidia auch die erste Welle Ampere-Karten mit einer Hash-Bremse ausstattet - genau dann wird auch das BIOS weiter hermetisch abgeriegelt.

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    • Kommentare (79)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mitchpuken
        Bevor es falsch rüberkommt schreibe ich es lieber den Hinweis dazu Das kannst du alles nicht wissen. Weder wann die nächste Gen kommt wegen den Weltweiten Situation derzeit. Auch nicht, welche vram Menge Standard sein wird. Was ist den "heute" Standard? 12GB Overkill, nein, zumindest ist Overkill ein zu starkes Wort dafür. Nicht zwingend notwendig trifft es eher. Je mehr vram vorhanden ist, desto verschwenderischer wird damit umgegangen, weil es einfach gesagt eine Verdopplung gibt. Wegen Raytracing ok, da hast wohl recht, aber das wird in Zukunft wohl Hand in Hand mit DLSS kommen. Und was in 4 Jahren sein wird, puh....
      • Von Mitchpuken
        Bevor es falsch rüberkommt schreibe ich es lieber den Hinweis dazu Das kannst du alles nicht wissen. Weder wann die nächste Gen kommt wegen den Weltweiten Situation derzeit. Auch nicht, welche vram Menge Standard sein wird. Was ist den "heute" Standard? 12GB Overkill, nein, zumindest ist Overkill ein zu starkes Wort dafür. Nicht zwingend notwendig trifft es eher. Je mehr vram vorhanden ist, desto verschwenderischer wird damit umgegangen, weil es einfach gesagt eine Verdopplung gibt. Wegen Raytracing ok, da hast wohl recht, aber das wird in Zukunft wohl Hand in Hand mit DLSS kommen. Und was in 4 Jahren sein wird, puh....
      • Von olimon0 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Mitchpuken
        Dann hoffen wir mal, dass wenn es so weit ist, 12GB oder gar 16GB nicht die neuen 8GB sind. Raytracing wird immer hungriger und sobald die Spiele der Nextgen Konsolen auf dem PC landen wird der Speicherhunger sicherlich nochmal ein gutes Stück höher sein. Dank Geld- und Zeitdruck der Publisher werden Entwickler wohl "noch schlampiger" programmieren müssen. Inwiefern dabei die gesparte Arbeit durch Raytracing irgendwo sonst ankommt außer in Dollars beim Publisher wage ich zu bezweifeln.

        Grafikkarten mit immer mehr Speicher werden einfach teurer, egal ob die Leistung vom Vorgänger erreicht wird oder nicht, der VRAM Preis halbiert sich ja nicht einfach so von Generation zu Generation.
        Die nächste Generation kommt nächsten Herbst (bei den momentanen 2 Jahres Zyklen..), bis dahin sind 12 und 16 Gb einfach noch Overkill und niemals der neue Standart. Raytracing scheitert übriges zur Zeit nicht am Speicher, sondern an der generellen Performance. 12 Gb und 16Gb sind demnach für alle sinnvoll die ohne Raytracing in 4 Jahren noch mit Texturen Ultra spielen wollen. (Und alle anderen Details of low ??..kleiner Spaß)
      • Von Mitchpuken
        Zitat von mannefix
        Diese Graka Generation überspringe ich. Ist mir alles zu Irre. Teuer und wenig Speicher. Hohe Verlustleistung.
        Dann hoffen wir mal, dass wenn es so weit ist, 12GB oder gar 16GB nicht die neuen 8GB sind. Raytracing wird immer hungriger und sobald die Spiele der Nextgen Konsolen auf dem PC landen wird der Speicherhunger sicherlich nochmal ein gutes Stück höher sein. Dank Geld- und Zeitdruck der Publisher werden Entwickler wohl "noch schlampiger" programmieren müssen. Inwiefern dabei die gesparte Arbeit durch Raytracing irgendwo sonst ankommt außer in Dollars beim Publisher wage ich zu bezweifeln.

        Grafikkarten mit immer mehr Speicher werden einfach teurer, egal ob die Leistung vom Vorgänger erreicht wird oder nicht, der VRAM Preis halbiert sich ja nicht einfach so von Generation zu Generation.
      • Von klink Freizeitschrauber(in)
        Zitat von D0pefish
        Liest sich ja fast wortgleich wie nebenan.

        "3D Mark, Furmark und Cryptomining laufen ohne Einschränkungen, aber die Karte renderte hier und da 3D-Grafiken nicht sauber und erzeugte Blacksreens."



        Nur mal so als Tipp. Im Video dazu macht er es nach meiner Erfahrung nach schon richtig, mehrere Benches gleichzeitig laufen zu lassen. Dazu noch ein Video abspielen und etwas mit der Webbrowser GPU-Beschleunigung herumtaben und man erzeugt Grafikfehler und Abstürze viel schneller, als, übertrieben gesagt, erst nach fünf Tagen Glänzen beim echten Spiele
        Im erstem Video betrieb er mehrere benches, weil sonst nachdem 3DMark beendet wird ein Blackscreen gibt.
        Zitat von D0pefish
        Die Timings beim Trotteln scheinen hier wohl den (bisherigen) Brick der Karte zu verursachen und für mich ist es soweit gesehen nichts weiter als ein weiterer teurer Backstein auf YT-Klickfang aber so leicht wie er in nullkommanix mit der Heißluftpumpe die Chips ausgetauscht hat, ja alles kein Problem. Bissel Flussmittel draufgefingert und fertig. Im Hintergrund unter dem Fenster liegt btw. ein Stapel Karten und bei dem zugemüllten Desktop..., aber ich will jetzt nicht spekulieren. Ich meine: Respekt, sicher. Gut, wenn es noch glaubwürdige Hardware-Erkunder gibt. Wichtiger dennoch: Erst wenn es wirklich funktioniert, aus dem Fenster lehnen.
        Es ist nicht einfach mit "Heißluftpumpe", unten wird die Platine auch erwärmt, damit geht es viel einfacher und sicherer.
        Er betreibt ein Reparaturservice für PCs und Notebooks. Darüber hinaus bittet dieser seinen Kunden schon seit Jahren VRAM upgrades an.

        Abgesehen davon, dieser vermuttet bei den Problemen eher Treiberprobleme und keine BIOS.
      • Von Nuallan Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von mannefix
        Diese Graka Generation überspringe ich. Ist mir alles zu Irre. Teuer und wenig Speicher. Hohe Verlustleistung.
        Bei AMD gibts immerhin mehr Speicher, aber dafür kein DLSS. So oder so, beide Seiten haben große Nachteile, und sind trotzdem total überteuert. Ich setz dann auch mal 1-2 Gens aus.

        Wüsste eh nicht wofür ich die Leistung brauche, denn der Spiele-Markt sieht genauso düster aus. Fast nur noch unfertiger, überteuerter Fließband-Kram im AAA-Bereich. Nein, danke.
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