Geforce RTX 4080M und 4090M als Desktop-GPUs: Was können die Frankenstein-Karten?
Vor wenigen Monaten sind erstmals zur Desktop-GPU umfunktionierte mobile Varianten der RTX 4080 und RTX 4090 in China aufgetaucht. Wozu die beiden "Frankenstein-Karten" imstande sind, konnte ein YouTube-Kanal nun testen.
Anfang des Jahres sind erstmals zwei "Frankenstein-Karten" aufgetaucht. Bei den beiden fragwürdigen GPU-Modellen handelt es sich um die mobile Versionen der RTX 4080 und RTX 4090, die kurzerhand zu Desktop-GPUs umfunktioniert wurden. Die jeweiligen Grafikkarten sind ausschließlich auf dem chinesischen Markt erhältlich; preislich beginnen diese bei umgerechnet rund 420 US-Dollar. Dem YouTube-Kanal "PRO HiTech" ist es nun gelungen, beide Modelle ausfindig zu machen und zu testen.
Auf technischer Ebene baut die umgemodelte RTX 4090M auf den AD103- statt dem eigentlichen AD102-Chip, entsprechend sinkt die Anzahl an CUDA-Kernen von 16.384 auf 9.728 Einheiten. Während die Menge an Videospeicher mit 24 GiB gleich bleibt, wird als Interface nur 256-Bit statt 384-Bit genutzt. Bei der RTX 4080M ändert sich im Vergleich zur regulären Desktop-GPU nur die Zahl der CUDA-Kerne - 7.424 statt 9.728 Einheiten sind es hier.
Beim Teardown der beiden Grafikkarten wurde indes eines der Probleme auffällig, aufgrund derer vor dem Kauf einer solchen GPU gewarnt wird. So wies der GPU-Die sichtbare Beschädigungen auf; außerdem waren die Chips mit "QUAL SAMPLE" beschriftet. Beide Indizien deuten darauf hin, dass es sich bei den getesteten Grafikkarten um Modelle handelt, die ursprünglich zu Test- und Qualitätszwecken genutzt wurden und nie für den Privatgebrauch ausgelegt waren.
Auf Seiten der Performance wurden Spiele wie Forspoken oder Cyberpunk 2077 für Benchmarks hergezogen. Im Schnitt lief die RTX 4090M dabei auf dem Niveau einer regulären RTX 4080, während die RTX 4080M auf dem Niveau einer RTX 4070 Ti (ohne Super-Zusatz) agierte. Dafür ist aber in beiden Fällen immerhin der Energieverbrauch auf vergleichsweise erträglichem Level und ist in etwa mit der Energielast einer regulären RTX 4070 Ti zu vergleichen.
