RTX 3060 Laptop statt RTX 4080: Neuer GPU-Scam in China im Umlauf

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RTX 3060 Laptop statt RTX 4080: Neuer GPU-Scam in China im Umlauf
Quelle: Brother Zhang via YouTube

Ein Kunde kaufte eine vermeintlich günstige RTX 4080 auf der chinesischen Plattform Goofish - tatsächlich saß unter der Haube ein veralteter Laptop-Chip aus der Ampere-Generation. Ein Reparaturbetrieb deckte den Betrug auf.

Ein Kunde in China erlebte ein böses Erwachen, als eine scheinbar günstige Geforce RTX 4080 in seiner Hand landete - nur um sich als Scam zu entpuppen. Der GPU-Reparaturbetrieb "Brother Zhang" untersuchte die Karte und deckte den Betrug auf: Unter dem RTX-4080-Etikett arbeitete ein veralteter Chip aus der Ampere-Architektur von 2020.

Massig Symptome für den Betrug

Der Betrug begann mit den üblichen Warnsignalen: Die vermeintliche RTX 4080 kam mit beschädigtem PCIe-Stecker und gerissener Platine an. Doch als Zhang die Karte öffnete und Spannungs- und Durchgangsprüfungen durchführte, zeigte sich das wahre Ausmaß der Symptome:

  • Die Messwerte der Stromversorgung waren nicht konstant, weitere Tests wiesen zudem auf offene Leitungen hin.
  • Der eigentliche Fake offenbarte sich unter dem Kühler. So war der Chip sichtbar falsch ausgerichtet, überall fanden sich Lötrückstände und weitere Verschmutzungen. Die Speichermodule waren zudem schief positioniert und meldeten Kurzschlüsse.

Der buchstäbliche Kern des Betrugs fand sich auf dem Chip wieder: Das eingravierte Etikett suggerierte einen AD103-Chip einer echten RTX 4080, doch das physische Layout passte nicht. Nach etwas Vergleichsarbeit folgerte Zhang, dass sich unter der falschen Kennung ein GA106-150-KA-A1-Chip verbarg - ein Laptop-Prozessor aus Nvidias veralteter Ampere-Architektur, wie sie in der RTX 3060 oder RTX 3050 zu finden ist.

Zhang schloss daraus, dass die eigentliche GPU und der GDDR6X-Speicher bereits als Spenderteile aus dieser Karte gezogen und anderweitig verkauft worden waren. Die Karte selbst war entsprechend nicht reparierbar, der Kunde zahlte also 1.000 RMB (etwa 123 Euro) für wertlose Hardware. Ob es sich hierbei um einen Einzelfall handelt oder die chinesische Second-Hand-Plattform "Goofish", von der die Fake-4080 erworben wurde, mit einem größeren Betrug konfrontiert ist, geht aus dem YouTube-Video indes nicht hervor.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Parrallax Freizeitschrauber(in)
        also wer zu dem unlogisch günstigem Preis kauft dem is auch nimmer zu helfen!
      • Von Parrallax Freizeitschrauber(in)
        also wer zu dem unlogisch günstigem Preis kauft dem is auch nimmer zu helfen!
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Mit Lug & Trug lässt sich leider immer Geld verdienen. Leidtragende sind immer die Kunden.
        Skepsis beim Kauf sollte immer im Vordergrund stehen.
      • Von Tornavida Freizeitschrauber(in)
        In diesem Zusammenhang...auch net schlecht...wenn sich bei Amazon jemand nicht so gut auskennt, bis auf den Stromstecker sind sich die Karten ja sehr ähnlich. Deshalb immer schön das Unboxing abfilmen mit dem Handy (am besten mit Zeugen) wenn man insbesondere hochpreisige gebrauchte/B-Ware von den grossen Läden bestellt.

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      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Was so Leute alles sich einfallen lassen, nur um irgendwie an Kohle zu gelangen...
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        eine handelsübliche Temu und AliExpress Bestellung halt...
        Hardwaredealz (und andere auch) haben schon einige Videos dazu gemacht, was die da geliefert bekommen haben.
        Im Normalfall laufen die Sachen zumindest, aber man merkt dann schnell, dass da nur sehr wenig Speicher auf den Sticks oder Platten ist, die Leistung überhaupt nicht passt etc..
        Manche Sachen rauchen aber auch direkt beim Strom einschalten im PC ab und reißen mitunter andere kostspieleige Dinge dann mit in den Tod.
        Explodierende Stromspender, kokelnde Grafikkarten (aus fehlerhaften Reparaturen und "Moddingversuchen", Sachen sehen aus wie nicht mehr sinnvoll einsetzbare Ware aus Mining-Zentren). Und und und.
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