RTX 4070 TiS OC vs. RTX 4080(S): Raytracing-Benchmarks
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RTX 4070 TiS OC vs. RTX 4080(S): Raytracing-Benchmarks

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Bildhübsches Raytracing hält in immer mehr Spielen Einzug, sodass eine neu angeschaffte Grafikkarte darauf vorbereitet sein sollte. Der Raytracing-Leistungsindex 2024 macht keine Gefangenen, um diese Frage zu beantworten. Aufwärmübungen wie Far Cry 6 und World of Warcraft sind Geschichte, die neuen Benchmarks fordern den Grafikkarten deutlich mehr ab, um deren Zukunftstauglichkeit abzuklopfen. Wie Sie im Folgenden sehen, vereinen wir das "Who's who" der aktuellen Raytracing-Implementierungen, deren Nutzwert nicht infrage steht - die Leistung der Grafikkarte entscheidet, ob man die Aufwertung in Anspruch nehmen kann. Werfen wir nun einen Blick auf die Raytracing-Leistung der maximal übertakteten Geforce RTX 4070 Ti Super im Vergleich mit anderen High-End-Grafikkarten.

Geforce RTX 4070 Ti Super @ 3,1 GHz: Kann man sich eine RTX 4080(S) 'hertakten'? (im Bild die von PCGH getesteten Custom-Designs auf Basis der RTX 4070 TiS) Quelle: PCGH Geforce RTX 4070 Ti Super @ 3,1 GHz: Kann man sich eine RTX 4080(S) "hertakten"? (im Bild die von PCGH getesteten Custom-Designs auf Basis der RTX 4070 TiS)

RTX 4070 TiS @ 3,1 GHz vs. RTX 4080(S): Raytracing-Benchmarks

Da wir erstmals mit maximaler Raytracing-Komplexität testen - alle Effekte stehen auf dem jeweiligen Maximum -, kommt den GPUs das zweite Novum im Raytracing-Leistungsindex 2024 zu Hilfe: Upsampling, das wir in 8 von 10 Spielen aktivieren. AMD-GPUs setzen auf FSR 2 Quality, Nvidia-GPUs auf DLSS 2 Quality und Intel-GPUs auf XeSS Quality. Damit ist zwar die Bildqualität nicht mehr identisch - ein großer Bruch in der Geschichte der PCGH-Leistungsindizes -, allerdings sieht so die Gaming-Realität aus und wir beugen uns dieser praxisnahen Einstellung. Frame Generation, Variable Rate Shading und Nvidia Reflex bleiben konsequent abgeschaltet, um ansonsten gleiche Bedingungen zu schaffen. Kommen wir nun zu den Ergebnissen:

Beim Raytracing ergibt sich erwartungsgemäß ein ähnliches Bild wie beim Rasterizing. Mit Leistungsgewinnen, die in der Regel zwischen 11 und 16 Prozent liegen, kann sich unsere "Ti Ultra" klar von der ordinären Geforce RTX 4070 Ti Super absetzen, wird der RTX 4080 jedoch seltener gefährlich als beim Rasterizing. Das liegt, so kurios es klingt, auch an einem partiellen CPU-Limit. Unsere Raytracing-Tests sind so eingestellt, dass sie spielbare Bildraten zumindest auf der GPU-Oberklasse erlauben. Damit einher geht eine leichte Benachteiligung der Leistungsspitze, speziell in Full HD. Ein Prozessor, um alle Szenarien ohne Limitierung abzubilden, existiert nicht - selbst ein noch fiktiver, übertakteter Ryzen 9 9950X3D würde nicht genügen. Speziell beim Vergleich zwischen RTX 4070 TiS MAX-OC und RTX 4080 haben wir außerdem den Eindruck, dass noch etwas bremst. Möglicherweise schlägt sich der Unterschied beim L2-Cache hier stärker nieder als beim Rasterizing, denn Raytracing profitiert besonders von Datenlokalität.

Aus aktuellem Anlass haben wir einen Bonustest für Sie. Das Technik-Feuerwerk Alan Wake 2 erhielt just sein erstes Addon "Night Springs", welches PCGH vor einigen Tagen testete. Wir nutzten die Gelegenheit, auch die Pathtracing-Eignung der maximal übertakteten Geforce RTX 4070 Ti Super abzuklopfen. Davon handelt der folgende Benchmark.

*AMD Radeon & Intel Arc: FSR 2 Quality; Nvidia Geforce: DLSS Quality + Ray Reconstruction

Die Geforce RTX 4080 führt beim Pathtracing in Alan Wake 2 stets mit fünf Prozent Vorsprung, trotz aller Anstrengungen. Damit scheitern wir zwar erneut an unserem Ziel, die erreichten Bildraten können sich jedoch sehen lassen. Eine manuell beschleunigte RTX 4070 TiS ist die viertschnellste Grafikkarte, um Alan Wake 2 mit "All in"-Grafik zu genießen.

RTX 4070 TiS @ 3,1 GHz im Raytracing-Leistungsindex

Sehen wir uns an, welche Leistungsindizes sich aus den Spiele-Benchmarks ergeben. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass wir die Leistung bei komplexem Raytracing abbilden, das eine deutliche Aufwertung des Bildes gewährleistet. In Spielen, welche verhältnismäßig simple RT-Schatten oder RT-AO darstellen, schneiden Radeon-Grafikkarten zwar besser ab, der Mehrwert hält sich jedoch in engen, kaum sichtbaren Grenzen. Mittel- bis langfristig werden sich Raytracing-Algorithmen mit vollständiger Strahlenausleuchtung durchsetzen. Der Raytracing-Leistungsindex 2024 gibt mit den derzeit aufwendigsten RT-Implementierungen einen Ausblick darauf.

Wie bei den Spiele-Benchmarks erläutert, wirkt im Bereich der Top 5 ein partielles CPU-Limit - trotz unseres wieselflinken Unterbaus. So kommt es, dass bereits die Geforce RTX 4070 TiS phasenweise (in Full HD) leicht vom Prozessor ausgebremst wird und hoch boosten kann. Infolgedessen kann sich die übertaktete Variante nicht mehr so gut absetzen wie im dominanten GPU-Limit. Letzteres tritt spätestens in Ultra HD auf, wo der durchschnittliche Abstand zwischen RTX 4070 Ti Super und maximaler Übertaktung auf 14 Prozent anwächst. Die RTX 4080 führt stets mit drei Prozent und ist damit ohne Extremkühlung der TiS uneinholbar. Auf der folgenden Seite: Wie lautet unser Fazit bei der Leistungsaufnahme und der Energieeffizienz?

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  1. Seite 1 Übersicht
  2. Seite 2 Rasterizing-Benchmarks
  3. Seite 3 Raytracing-Benchmarks
  4. Seite 4 Energie-Effizienz & Fazit
    • Kommentare (49)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Ich rege das mal bei den Webdev-Kollegen an.

        MfG
        Raff
        Vielen lieben Dank! Das "nervt" mich quasi bei jedem Test seit Jahren, aber zum ansprechen war ich dann doch zu faul
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Ich rege das mal bei den Webdev-Kollegen an.

        MfG
        Raff
        Vielen lieben Dank! Das "nervt" mich quasi bei jedem Test seit Jahren, aber zum ansprechen war ich dann doch zu faul
      • Von DaHell63 Volt-Modder(in)
        Schon klar dass Vorbereitung/Chip und äussere Einflüsse ihre Wirkung zeigen. Mir ging es in erster Linie darum ob der Bench für einen Schnellschusss geeignet ist. Skalierung Bench/Game. Wie es aussieht fast 1:1.

        Es hätte ja sein können, dass die Treiberoptimierung für diesen Benchmark einfach out of Range ist. So wie für RDNA2 bei den Raytracing Tests.
        Ich konnte mit der RX 6800 knapp 30% mehr Punkte im Port Royal draufhauen....angekommen in Games ist ein Bruchteil.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von XD-User
        Exakt das ist es, ein globaler Schalter der die Auflösung von allen Benchmarks eines Tests direkt auf Auflösung X Y Z setzt. Ich habe z.B. UWQHD und stelle bei jedem ausgewählten Spiel die Auflösung von z.B. WQHD manuell auf UWQHD, da würde ich es praktisch finden dies mit einem Klick/Schalter z.B. am oberen Ende der Tabelle für alle umzustellen
        Ich rege das mal bei den Webdev-Kollegen an.

        Zitat von DaHell63
        Danke [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] für deinen Eintrag in die Steel Nomad Liste
        Am besten gefällt mir, dass bei ADA nicht unbedingt Ergebnisorientiert optimiert wurde. Wie ich das sehe skalieren Games sogar besser als der Benchmark.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das liegt übrigens daran, dass 3DMark im kalten Zustand läuft. Vor den Spiele-Benchmarks heize ich ja immer einige Minuten vor, wobei sich der Boost auf praxisnahe Werte stabilisiert. 3DMark wird hingegen aus dem Stand gestartet, kalt, mit hohen Boosts – wie das der Normalnutzer auch macht. Außerdem ist der Test nicht sonderlich power-intensiv, was in Kombination dazu führt, dass die Referenzkarten mit überdurchschnittlich hohen Boosts laufen gegenüber so manchem Spiel -> Abstand zwischen Baseline- und Max-OC-Karte schrumpft.

        MfG
        Raff
      • Von DaHell63 Volt-Modder(in)
        Danke [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] für deinen Eintrag in die Steel Nomad Liste
        Am besten gefällt mir, dass bei ADA nicht unbedingt Ergebnisorientiert optimiert wurde. Wie ich das sehe skalieren Games sogar besser als der Benchmark.

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      • Von Atma Lötkolbengott/-göttin
        Meine 4080 S läuft dank Curve Editor mit felsenfesten 2,8 GHz in jeder Lebenslage. 2,9 GHz gehen auch noch, mehr macht jedoch keinen Sinn weil die Karte sonst bei jeder Gelegenheit ins Powerlimit läuft. Die 100 zusätzlichen MHz lassen die Leistungsaufnahme leider schon deutlich ansteigen, sehe deshalb keinen Sinn die GPU mit 2,9 GHz laufen zu lassen.

        Der VRAM läuft mit 13000 MHz wodurch sie auf eine stolze Bandbreite von 832 GB/Sek. kommt. Bin sehr zufrieden.
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