Geforce RTX 4070 Ti Super @ 3,1 GHz: Kann man sich eine RTX 4080(S) "hertakten"? [Video-Update]
Eine Geforce RTX 4070 Ti Super bekommen Sie schon für weniger als 850 Euro. Das nächstgrößere Modell, die RTX 4080, startet erst ab 1.000 Euro. Kann man mittels Übertaktung die Leistung der "großen" Karte erreichen und somit Geld sparen? Wir haben's ausführlich getestet.
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Hinweis: Auf vielfachen Wunsch hin gibt es nun auch eine Verfilmung des OC-Themas. In der Beschreibung heißt es: "Mit OC kann man einiges an zusätzlicher Leistung aus einer Grafikkarte herausholen. Raff hat sich eine RTX 4070 Ti Super geschnappt und versuchte, diese so hochzutakten, dass sie an die Leistung einer RTX 4080 (Super) herankommt. Ob ihm das gelingt, sieht man im folgenden Video.
Der Grafikkartenmarkt hält für jedes Budget ein passendes Angebot bereit, derzeit warten zwischen 150 und 1.800 Euro ungefähr 30 Modelle mit fein gestaffelten Preisen auf Kundschaft. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage: Brauche ich das teuerste Modell, oder tut's auch der Preis-Leistungs-Tipp darunter? Ähnliche Überlegungen tätigt so mancher Interessent auch im gehobenen Preisbereich. Muss man wirklich eine vierstellige Summe ausgeben, um das volle RTX-4000-Paket zu erhalten, oder tut's auch eine Geforce RTX 4070 Ti Super (PCGH-Test) ab 830 Euro? Gefragt, getestet - in diesem Artikel begeben wir uns auf die Jagd nach der Geforce RTX 4080 (Super).
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RTX 4070 TiS goes RTX 4080(S)?
Die Idee, eine Mittelklasse-Grafikkarte zu kaufen und diese mittels Tuning in High-End-Sphären zu hieven, funktionierte zuletzt vor 20 Jahren. Damals lagen kleinere Abstände zwischen den Grafikkarten einer Reihe und es wurde nur eine GPU verwendet, welche mithilfe unterschiedlicher Konfigurationen hinsichtlich Rechenwerken und Takt differenziert wurde. Heutzutage werden für eine Serie wie Nvidias Geforce RTX 4000 nicht nur sehr unterschiedliche GPUs verwendet, auch der Spielraum bei den Taktraten ist deutlich geringer - physikalische Limits wirken überall. Der bei passionierten Tunern einst beliebte Ansatz, sich die Leistung eines deutlich teureren Modells "herzutakten", ist nur noch in Einzelfällen möglich. Das Folgende handelt vom Versuch, genau das trotz aller Widrigkeiten zu erreichen.
Quelle: PCGH
Geforce RTX 4070 Ti Super @ 3,1 GHz: Kann man sich eine RTX 4080(S) "hertakten"? (Bild: Asus Geforce RTX 4070 Ti Super ROG Strix OC) (1)
Nvidias Geforce RTX 4070 Ti Super (kurz RTX 4070 TiS) ist seit dem 24. Januar erhältlich. Bei dieser Grafikkarte handelt es sich um das technisch interessanteste Modell des Super-Refreshs, denn gegenüber der Geforce RTX 4070 Ti (Non-Super) kommt kein AD104-Prozessor mehr zum Einsatz, sondern der größere AD103 - Herz und Motor der RTX 4080 und RTX 4080 Super. Selbstverständlich hat Nvidia Maßnahmen ergriffen, damit die RTX 4070 TiS ihren großen Geschwistern nicht gefährlich wird, doch die Kernkompetenzen rund um eine 256-Bit-Schnittstelle zum Speicher sowie 16 GiByte Kapazität sind intakt. Für beste Voraussetzungen bei unserer Mission sorgt der Testsieger unseres Ti-Super-Vergleichs, die Asus Geforce RTX 4070 TiS ROG Strix OC. Angesichts von höchstens 1,0 Sone Lautheit, überdurchschnittlichen Boost-Taktraten und dem größten OC-Potenzial aller Testkarten fällt Kritik schwer - vom hohen Preis abgesehen. Zu diesem Punkt später mehr.
Blickt man auf die Spezifikationen, handelt es sich bei der Geforce RTX 4070 Ti Super eindeutig um eine "RTX 4080 Light". Abseits des Einheitenbeschnitts von 9.728 auf 8.448 FP32-Rechenwerke hat Nvidia auch beim Level-2-Zwischenspeicher die Schere angesetzt, die RTX 4070 TiS muss sich mit 48 anstelle von 64 MiByte begnügen. Dadurch sinkt die effektive Speichertransferrate gegenüber einer RTX 4080(S) bei gleichem Takt, da öfter auf den VRAM zugegriffen werden muss. Unser einziger Weg, diese Mali auszugleichen, ist Takt - und davon bietet unser Testvehikel reichlich. Zwar scheitert die Karte an der 3,1-GHz-Marke, stolze 3.090 MHz sind jedoch in den meisten unserer Benchmarks möglich. Der Speicher wird, je nach Spiel, zwischen 24 und 25 Gigatransfers pro Sekunde instabil, weshalb wir mit runden 24 GT/s ("12.000 MHz") benchen. Werfen wir einen Blick auf die damit erzielten Werte; zahlreiche weitere Vergleichs-Grafikkarten finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | RTX 4080 Super | RTX 4080 | RTX 4070 Ti Super MAX OC | RTX 4070 Ti Super | RX 7900 XTX |
|---|---|---|---|---|---|
| Referenzkarte verfügbar? | Ja | Ja | Nein | Nein | Ja |
| Getestetes Modell | Nvidia FE | Nvidia FE | Asus Strix | Zotac Trinity | AMD MBA |
| Marktstart | 31.01.2024 | 16.11.2022 | 24.01.2024 | 24.01.2024 | 13.12.2022 |
| Architektur | Ada Lovelace | Ada Lovelace | Ada Lovelace | Ada Lovelace | RDNA 3 |
| Codename/Konfektion | AD103-400 | AD103-300 | AD103-275 | AD103-275 | Navi 31 XTX |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 80 | 76 | 66 | 66 | 96 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 10.240/320/112 | 9.728/304/112 | 8.448/264/96 | 8.448/264/96 | 6.144*/384/192 |
| Raytracing-Einheiten | 80 (3. Gen.) | 76 (3. Gen.) | 66 (3. Gen.) | 66 (3. Gen.) | 96 (2. Gen.) |
| Matrix-Einheiten | 320 (4. Gen.) | 304 (4. Gen.) | 264 (4. Gen.) | 264 (4. Gen.) | 192 (1. Gen.) |
| Level-2-Cache (MiB) | 64 | 64 | 48 | 48 | 6 |
| Level-3-Cache (MiB) | – | – | – | – | 96 |
| GPU-Takt in Spielen (MHz) | 2.730 | 2.780 | 3.090 | 2.670 | 2.570 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 55,9 | 54,1 | 52,2 | 45,1 | 63,2 |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 873,6/305,8 | 845,1/311,4 | 815,8/296,6 | 704,9/256,3 | 986,9/493,4 |
| DLSS (3) Frame Generation | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein |
| FSR (3) Frame Generation | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Treiber-Frame-Generation | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Speicheranbindung (Bit) | 256 | 256 | 256 | 256 | 384 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 23,0/11.500 | 22,4/11.200 | 24,0/12.000 | 21,0/10.502 | 20,0/10.000 |
| Speichertyp (DRAM) | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 736 | 717 | 768 | 672 | 960 |
| Speicherkapazität (MiB) | 16.384 | 16.384 | 16.384 | 16.384 | 24.576 |
| PCI-Express-Standard | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 |
| Stromanschlüsse | 1× 16-/3× 8-Pol | 1× 16-/3× 8-Pol | 1× 16-/3× 8-Pol | 1× 16-/2× 8-Pol | 2× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (max.) | 320 Watt | 320 Watt | 366 Watt | 285 Watt | 355 Watt |
| Display-Konnektivität | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 2.1, HDMI 2.1a |
| Ca.-Preis zum Testzeitpunkt | 1.030 | 1.000 | – | 830 Euro | 960 |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns ausführlich durchgetesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die Herstellerangaben liegen teils deutlich und somit praxisfern darunter. Je nach Modell sind Abweichungen um bis zu 200 MHz möglich. *ALUs mit "Dual-Issue"-Fertigkeit, welche sich bestenfalls verhalten wie die doppelte Anzahl. Angegeben ist der Best-Case bei FP32.
Rohdaten im Vergleich
Gegenüber einer normalen Geforce RTX 4070 Ti Super, welche derzeit ab 830 Euro zu haben ist, können sich die Rohdaten unserer "Ti Ultra" sehen lassen: Die Rechenleistung steigt um durchschnittlich 15,7 Prozent, die Speichertransferrate um 14,3 Prozent. Die Fps-Gewinne werden sich pro Spiel unterscheiden, da unsere OC-Grafikkarte ihren Takt zwar konstant halten kann, die Referenzkarte jedoch dynamisch im Bereich zwischen rund 2,6 und 2,7 GHz operiert. Spannender ist ohnehin der Vergleich zwischen der maximal beschleunigten RTX 4070 TiS und den 4080er-Modellen, denn dort wollen wir hin. Die Rechenleistung mit den durchschnittlichen Taktraten über alle Benchmarks lässt erahnen, dass es ein harter Kampf wird. Gegenüber einer RTX 4080 Founders Edition unterliegt unser Proband um 3,5 Prozent bei der Rechenleistung, im Vergleich mit der RTX 4080 Super gar um 6,6 Prozent. Vorteile ergeben sich dafür in allen Fällen, bei denen das Powerlimit gefragt ist: Dank bis zu 366 Watt Energiebudget kann sich die Asus Geforce RTX 4070 Ti Super ROG Strix OC in nahezu allen Szenarien frei entfalten, während die 4080er-Geschwister teilweise ins Powerlimit rennen. Wie das Triell ausgeht, lesen Sie ab der folgenden Seite.

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MfG
Raff
Es hätte ja sein können, dass die Treiberoptimierung für diesen Benchmark einfach out of Range ist. So wie für RDNA2 bei den Raytracing Tests.
Ich konnte mit der RX 6800 knapp 30% mehr Punkte im Port Royal draufhauen....angekommen in Games ist ein Bruchteil.
Am besten gefällt mir, dass bei ADA nicht unbedingt Ergebnisorientiert optimiert wurde. Wie ich das sehe skalieren Games sogar besser als der Benchmark.
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MfG
Raff
Am besten gefällt mir, dass bei ADA nicht unbedingt Ergebnisorientiert optimiert wurde. Wie ich das sehe skalieren Games sogar besser als der Benchmark.
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Der VRAM läuft mit 13000 MHz wodurch sie auf eine stolze Bandbreite von 832 GB/Sek. kommt. Bin sehr zufrieden.