Geforce RTX 4070 Super im Test: Preis-Leistung (Rasterizing & Raytracing) & PCGH-Fazit
In diesem Artikel
Auf dieser Seite
Geforce RTX 4070 Super: Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachdem die Leistung der Nvidia Geforce RTX 4070 Super sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die aktuellen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 16. Januar 2024) gesetzt.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing (20 Spiele, 4 Auflösungen):
Die Geforce RTX 4070 Super startet in Nvidias Heimatland ab 599 US-Dollar. Diese Zahl hätte sich auch in Euro gut gemacht, allerdings führt unsere 19-prozentige Mehrwertsteuer plus Sicherheitspuffer zu einem UVP von 659 Euro. Zu diesem Preis erreicht die RTX 4070 Super ein vergleichbares Preis-Leistungs-Verhältnis wie eine Geforce RTX 4070 um 580 Euro. Auch diesmal haben wir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht nur zum UVP, sondern auch mit unserem Preisvorschlag (600 Euro) sowie dem nächsthöheren Preis (700 Euro) berechnet. Sie können diese Werte optional einblenden. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:
Beim Raytracing erzielen alle Geforce-Grafikkarten eine deutlich bessere PLV-Bilanz als beim Rasterizing, da hier bei gleichen Preisen eine bessere relative Leistung erzielt wird. So kommt es zu veränderten Platzierungen, bei denen AMD Federn lässt. Wie beim Rasterizing erreicht die Geforce RTX 4070 Super auch beim Raytracing ein zur RTX 4070 vergleichbares Preis-Leistungs-Verhältnis (660 gegenüber 580 Euro). Das genügt in diesem Fall für eine Spitzenplatzierung, wenngleich der Durchmarsch bei 600 Euro Marktpreis deutlich beeindruckender wäre.
Geforce RTX 4070 Super: Fazit
Die Geforce RTX 4070 Super bildet den Auftakt für Nvidias Produktoffensive in diesem Januar - und ist trotz der starken Vorstellung nur das zweitspannendste Mitglied des neuen Super-Trios. Wie erwartet, entspricht die RTX 4070S in etwa einer RTX 4070 Ti zum Preis einer RTX 4070, mit allen Stärken und Schwächen ihrer Geschwister. Nvidia geht den Hauptkritikpunkt der RTX-40-Reihe - die hohen Preise - nur indirekt an, anstelle einer Preissenkung liefert das neue Modell bei gleichem Listenpreis eine um rund 17 Prozent höhere Leistung. Theoretisch steigt somit das Preis-Leistungs-Verhältnis (PLV), doch praktisch muss sich das noch zeigen, denn die RTX 4070 wechselt derzeit für 580 Euro den Besitzer und liefert damit ein vergleichbares PLV wie eine RTX 4070 Super ab 660 Euro. Die direkte Konkurrenz in Gestalt der Radeon RX 7800 XT ist sporadisch schon ab 500 Euro zu haben und somit ein preislich attraktiveres Modell - zumindest für Rasterizing-Belange, wo die RX 7800 XT zwischen RTX 4070 und RTX 4070S rangiert. Bei komplexem Raytracing liegt die Geforce RTX 4070 Super hingegen um gut 50 Prozent vor der Radeon RX 7800 XT, sodass sich jede Diskussion erübrigt.
Verlässt man die reine Gaming-Leistung, wird es kompliziert, denn hier bieten AMD und Nvidia individuelle Vorteile, die jeder Nutzer unterschiedlich gewichtet. Da wäre die Leistungsaufnahme zu nennen, ein Gebiet, das Nvidia bei dieser GPU-Generation beherrscht. Die Geforce RTX 4070 Super liegt bei durchschnittlich 215 und maximal 233 Watt, während die Radeon RX 7800 XT annähernd konstant mit 250 Watt arbeitet. Die Differenz macht niemanden mit normalen Spielgewohnheiten arm, doch die laufenden Kosten sind bei der Geforce geringer. Diffiziler wird es beim Blick auf die Features. Nvidia punktet mit konkurrenzloser Raytracing-Leistung, nicht zuletzt dank des besten Upsampling-Verfahrens (DLSS). Das einstige Alleinstellungsmerkmal "Frame Generation" hat AMD zwischenzeitlich aufgeweicht: Zwar erreicht Fluid Motion Frames in keinem uns bekannten Fall die Qualität von DLSS Frame Generation, dafür lässt sich das Radeon-Treiber-Feature aber in jedem Spiel nutzen, was einen generellen anstelle eines selektiven Nutzwerts bringt. Spätestens an dieser Stelle müssen wir dem Thema Grafikspeicher noch einige Worte widmen.
Bildergalerie
Sowohl Raytracing als auch Frame Generation benötigen zusätzlichen Speicher gegenüber althergebrachtem Rasterizing. Unser Monitoring und die Tests der Spiele-Releases 2023 förderten mehrere Titel zutage, bei denen 12 GiByte VRAM nicht für ein sorgloses Dasein genügen (siehe Liste auf Seite 1). Bemerkenswert ist das Verhalten über die Zeit: Die meisten der kritischen "Next-Gen"-Spiele starteten mit hohen VRAM-Anforderungen, welche graduell, mittels Patches, immer zahmer wurden. Die Anzahl der Spiele, welche einer 12-GiByte-Grafikkarte ihre Grenzen aufzeigen, sind - Stand jetzt - somit gering, doch es ist klar, wohin die Reise geht. Eine Geforce RTX 4070, RTX 4070 Super und RTX 4070 Ti erhalten von uns somit keine uneingeschränkte Empfehlung mehr, so gut sie in circa 99,8 Prozent der Fälle auch laufen mögen. Wer VRAM-Mangel aus dem Weg gehen möchte, greift zu einer Radeon RX 7900 XT oder sieht sich die am 24. Januar startende Geforce RTX 4070 Ti Super genauer an.
Der Kauf einer Grafikkarte ist und bleibt eine Wette. Derzeit ist nicht abzusehen, wie die Spiele in zwei bis drei Jahren aussehen und welches Pferd das Rennen macht, denn der Umbruch findet gerade erst statt. Für den Moment bedeutet das: Niemand kann sagen, ob eine Geforce RTX 4070 (Super) oder eine Radeon RX 7800 XT in Zukunft die bessere Wahl darstellt. Auf der einen Seite steht der VRAM-Mangel, auf der anderen eine schwache Raytracing-Leistung. Beides lässt sich gezielt entschärfen, entweder durch reduzierte (Textur-)Details oder durch Upsampling. Sie entscheiden, welche Grafikkarte um 600 Euro es werden soll. Schlecht ist keine, perfekt aber auch nicht - es kommt, wie immer, auf Ihre Vorlieben an.
Die Geforce RTX 4070 Super geht ab dem 17. Januar in den offiziellen Verkauf. Nvidias Board-Partner haben zahlreiche Eigendesigns am Start, welche entweder gemäßigt ausfallen, oder über wuchtige Kühler sowie eine werkseitige Übertaktung verfügen. Wir arbeiten derzeit an einem Test und Vergleich verschiedener Designs von Asus, Gainward, Gigabyte, Palit und Zotac. Was halten sie von der Geforce RTX 4070 Super? Top oder Flop? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung und Fragen in den Kommentaren zu diesem Test. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren.

Weißt du wie viele kack chips die aus so einem wafer bekommen?
so ca 180 Stück wenn man davon ausgehen das die Yield Rate bei 80 Prozent liegt.
bedeutet:
Nvidia zahlt pro chip 95$
klar da kommt noch das Board packing etc hinzu Was bei nicht founder karten aber nicht Nvidia zahlt sonder MSI/Asus etc.
Also locker 450€ wäre da drin.
Die AMD/Nvidia verdienen sich ne Golde Nase mit dem Zeug.
Und ja Gewinn machen dürfen sie und sollen sie natürlich auch.
Darum geht es nicht.
Knapp 4 Jahre später bekomme ich eine Effizientere Karte mit der hälfte des VRAMs plus einem Extra Feature (FG) für etwas weniger als die hälfte des Preises, das nennt sich vorschritt und war schon immer so.
Ich verstehe nicht wie man der Meinung sein kann, das die Preise gut sind so wie sie sind.
Ich rufe hier ja nicht zum boykott auf sondern, das man sich halt bewusst wird mit welchem Gigantischen Margen diese Firmen Arbeiten.
(hust hust AMD ist da nicht besser besonders bei den CPUs)
Wenn blackwell releast wirst du diesen preisen nachweinen. Weil 3nm nochmals viel teurer wird.
Aber vor 2 Jahren 3080 um 1200 kein problem aber heute eine schnellere, viel effizienter karte um 600€ ist tragisch. Ihr habt sie doch alle nicht mehr.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]