Nvidia Titan A im Test: Lautheit & Leistungsaufnahme
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Nvidia Titan A im Test: Lautheit & Leistungsaufnahme

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Die Leistungsaufnahme der Nvidia Titan A geprüft: Wie viel Strom benötigt die Karte und wie laut wird sie dabei?

Sehen wir uns an, welchen Kühlaufwand Nvidia bei der Titan A betreibt. Als Basis dient das Design der Geforce RTX 4090 und RTX 4080, allerdings eine Nummer größer. Falls Sie planen, unterhalb der Grafikkarte irgendeinen Erweiterungsslot zu bestücken: Vergessen Sie's, die Titan A braucht Luft zum Atmen bzw. Ansaugen.

Lautheitsmessung im schallarmen Raum. Quelle: PC Games Hardware Lautheitsmessung im schallarmen Raum.

Lautheit und Temperaturen

Die Founders Edition der Geforce RTX 4090 greift das "Flow Through"-Design der RTX-30-Modelle auf, verändert es jedoch in Details - und so auch die Titan A. Die Modifikationen betreffen nicht nur die Optik, sondern auch leistungsrelevante Parameter wie die Kühloberfläche, Kontaktierung der Hitzequellen sowie die Belüftung. Großes wird gigantisch, um der enormen Abwärme Herr zu werden. Dazu zählt auch die gegenüber Ampere verbreiterte Vapor-Chamber, welche die Hitze effektiv an die darüber liegenden Lamellen abgibt. Nach wie vor gehen zwei unterschiedliche und außerdem asynchron angesteuerte Lüfter ihrer Arbeit nach. Die folgende Tabelle offenbart, welches Betriebsgeräusch Nvidias erste Quad-Slot-Grafikkarte erzeugt:

Lautheit Titan A RTX 4090 RTX 4080 RTX 3090 Ti RX 7900 XTX RX 7900 XT RX 6900 XT
Leerlauf (Desktop) 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone
2 LCDs (UHD + FHD) 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,2 Sone 0,2 Sone 0,0 Sone
UHD-Youtube-Video 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,2 Sone 0,2 Sone 0,0 Sone
Gaming (MAXIMUM) 3,7 Sone 3,0 Sone 2,1 Sone 3,4 Sone 3,3 Sone 1,3 Sone 1,9 Sone
100 % Fan Speed (manuell) 13,7 Sone 10,1 Sone 10,2 Sone 10,8 Sone 9,1 Sone 8,1 Sone -
Coil Whine (Fiepen allein) ~0,6 Sone ~0,5 Sone ~0,6 Sone ~0,3 Sone ~0,8 Sone ~0,7 Sone ~0,5 Sone

Messung aus 50 Zentimeter Entfernung lotrecht zur Lüfternabe mittels Neutrik Cortex NC10. Störgeräusche wie Spulenfiepen fließen in das Messergebnis mit ein. Referenzkarten unter sich.

Mit einer maximalen Lautheit von 3,7 Sone ist die Titan A deutlich aus einem gewöhnlichen Gaming-PC herauszuhören. Dieser Wert bezieht sich jedoch auf Volllast im Bereich um 600 Watt, in den allermeisten Szenarien agiert Nvidias Schlachtschiff leiser - oder um Dimensionen lauter. Niemals zuvor war ein orkanartiger Durchzug im Gehäuse so wichtig, um eine Überhitzung zu vermeiden. Selbstverständlich hat Nvidia auch daran gedacht: Das Spezial-Komposit des Kühlers fängt bei einer Temperatur jenseits von 66 °C an, sich langsam orange zu färben. Bei 80 °C wird die maximale Leuchtkraft erreicht, welche den Nutzer vor eine harte Wahl stellt: Genießt man die romantische Kamin-Atmosphäre (inklusive authentischer Duftnoten) ... oder soll die Grafikkarte am Leben bleiben?

Spulenrasseln respektive -fiepen ist bei modernen Gaming-Grafikkarten immer, aber in deutlich unterschiedlicher Ausprägung zu hören. Wenig überraschend stimmt die mit hohen Strömen arbeitende Titan A in diesen Chor mit ein. Was die uns vorliegenden Muster angeht, ist das Störgeräusch (im Englischen "Coil Whine" genannt) vergleichbar zur Geforce RTX 4090 Founders Edition, was für die Bauteile spricht. Bei üblichen, zweistelligen Bildraten ist ein leises Zischen wahrnehmbar, bei vierstelligen Bildraten (welche man mittels Framelimit vermeiden sollte) schließlich ein Fiepen.

Leistungsaufnahme

Mit der Geforce RTX 3090 Ti hielt vor genau einem Jahr die 12VHPWR-Buchse Einzug auf Grafikkarten, welcher bei der RTX-40-Reihe zum Standard erklärt wurde. Angesichts der rekordverdächtigen Leistungsaufnahme von bis zu 666 Watt verwundert es nicht, dass Nvidia die Titan A mit gleich zwei dieser Buchsen bestückt, um auch Leistungsspitzen und eine Übertaktung abzusichern - obwohl sich das Powerlimit nicht weiter erhöhen lässt. Der Referenzkarte von Nvidia liegen zwei entsprechende Adapterkabel auf jeweils 3× 8-Pol bei, um die Titan A auch mit Netzteilen abseits des ATX-3.0-Standards nutzen zu können. Nvidia empfiehlt ein Modell mit 1337 Watt - wir raten Ihnen jedoch zu 2000. Sicher ist sicher.

Die Breite zeigt sich erst in der wuchtigen Seitenansicht. Ebenfalls zu sehen sind die beiden (!) 12VHPWR-Strombuchsen. Quelle: PC Games Hardware Die Breite zeigt sich erst in der wuchtigen Seitenansicht. Ebenfalls zu sehen sind die beiden (!) 12VHPWR-Strombuchsen. PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool, um Feinheiten optimal zu erfassen. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads:

  Titan A RTX 4090 RTX 4080 RTX 3080 Ti RX 7900 XTX RX 7900 XT
Leerlauf (Desktop) 27 Watt 23 Watt 18 Watt 12 Watt 17 Watt* 15 Watt*
Dual-Display (UHD + FHD) 38 Watt 32 Watt 24 Watt 23 Watt 48 Watt* 41 Watt*
UHD-Youtube-Video 42 Watt 35 Watt 20 Watt 27 Watt 69 Watt* 64 Watt*
Gaming (MAXIMUM) 636 Watt 442 Watt 315 Watt 348 Watt 353 Watt 315 Watt
Full-HD-Gaming @ 60 Fps** 77 Watt 81 Watt 58 Watt 90 Watt 89 Watt 99 Watt
Anno 1800 (Full HD) 234 Watt 268 Watt 266 Watt 344 Watt 349 Watt 312 Watt
Control (WQHD + RT) 457 Watt 361 Watt 303 Watt 343 Watt 350 Watt 313 Watt
CSGO (Full HD, FXAA) 66 Watt 80 Watt 61 Watt - 149 Watt 135 Watt
CSGO (8K-DSR/VSR, 8× MSAA) 337 Watt 296 Watt 205 Watt - 347 Watt 311 Watt
CP2077 (4K, RT Psycho, FSR/DLSS) 616 Watt 423 Watt 304 Watt - 352 Watt 311 Watt
Doom Eternal (Full HD, 8× TSSAA) 313 Watt 301 Watt 258 Watt - 349 Watt 313 Watt
Doom Eternal (4K/5K, Raytracing) 601 Watt 414 Watt 309 Watt - 350 Watt 315 Watt
Dying Light 2 (4K, RT, FSR/DLSS) 626 Watt 431 Watt 306 Watt - 349 Watt 310 Watt
Mexodus EE (5K-DSR/VSR) 633 Watt 442 Watt 310 Watt - 349 Watt 312 Watt

*Jenseits von 60 Hz kann es deutlich mehr sein. **2022er-Grafikkarten unter Psychonauts 2 gemessen, die älteren noch mit Wolfenstein Youngblood. Werte daher nicht 1:1 vergleichbar; nur zu Vergleichszwecken, um die Leistungsaufnahme bei Teillast zu zeigen.

Betreibt man eine Titan A auf dem Windows-Desktop und hat nichts weiter offen als etwa ein Word-Dokument, benötigt sie stolze 27 Watt. Hier fordert die üppig bestückte Platine mit 48 GiByte GDDR6X-Speicher einen Tribut. Ähnlich sieht es nach dem Anschluss eines weiteren Displays und/oder Video-Wiedergabe aus, die uns vorliegende Titan A "Founders Edition" benötigt mehr Energie als die bereits durstige Geforce RTX 4090 FE.

Unter Volllast kann der AD102 im grünen Schlafrock hingegen zeigen, was in ihm steckt. Wir kennen "Ada Lovelace" als effiziente Architektur, jedes bisherige Modell konnte bei der Energieeffizienz überzeugen. Die Titan A führt diese Tugend fort - allerdings nicht bei jedem Workload. Wie bereits die Geforce RTX 4090, wird die Enthusiast-Grafikkarte längst nicht bei jeder Aufgabe ausgelastet. Die meiste Zeit wirkt sie beinahe gelangweilt, mit niedertouriger Lüfterdrehzahl. Erst bei sehr hohen Lasten merkt man, dass die GPU praktisch "offen" arbeitet: Genügt das Powerlimit und bleibt der Chip unter 60 °C, werden bis zu 1,137 Volt und 3 GHz gesetzt. In diesem Fall kratzt die Karte an den maximal möglichen 666 Watt; ausgefüllt wird dieses Polster jedoch nur unter extremen Bedingungen. In vielen Fällen taktet der Kern deutlich herunter und erzielt somit eine hervorragende Bilanz. Das ganze Bild zeigt die Tabelle.

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    • Kommentare (64)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von martin85 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Mich haben die Quellen unter den Produktbildern stutzig gemacht...
      • Von martin85 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Mich haben die Quellen unter den Produktbildern stutzig gemacht...
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Die 48 GiByte Speicher könnt ich gebrauchen.

        Ich arbeite aktuell für einen Artikel u.a. mal wieder etwas mit der Unreal Engine 5.
        Hier: Ein schlichtes Level, ein einziges (selbsterstelltes) Material (allerdings mit 9 unterschiedlichen, hochauflösenden Quixel-Untergründen/Untermaterialien, die ich mischen und auf die Landschaft aufpinseln kann) - bislang null Nanite-Assets, nur eine Landschaft und eine Handvoll Texturen: 24 GiByte Speicher sofort voll und zu wenig.

        Gruß,
        Phil

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Krabonq Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH-Redaktion
        Zumindest mit dem DLSS-Modus Ultra Performance (1/9 der Auflösung) und in Kombination mit Frame Generation. Mit 30 Fps. Der enthaltene "Titan Mode", bei dem das komplette Spiel in den VRAM geladen wird, macht es möglich. Alle anderen müssen sich mit den Bildraten der 3D-Revolution des Jahres 1996 begnügen.
        Das war wunderschön geschrieben. haha
      • Von Rocketeer67 Software-Overclocker(in)
        Der Preis wäre nicht günstig sondern einfach nur niedrig angesetzt. Die NV-Kartenpreise seit der 3er Generation sind an sich bereits ein no-go, bzw. ein schlechter Aprilscherz.
      • Von gangville Software-Overclocker(in)
        Ich fand den Preis sehr günstig. ???
      Direkt zum Diskussionsende
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