Geforce RTX 2080 Ti: Mit Speicherverdopplungs-Mod zu 22 GiByte

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Geforce RTX 2080 Ti: Mit Speicherverdopplungs-Mod zu 22 GiByte (4)
Quelle: Screenshot / VIK-on

Ein aktuelles Video zeigt auf, dass Nvidias ehemaliges Grafikkarten-Topmodell Geforce RTX 2080 Ti modifiziert auch mit doppeltem Speicher laufen könnte.

Modder "VIK-on" sorgte bereits Anfang des Jahres auf YouTube mit der Speicherverdopplung bei einer Geforce RTX 2070 und später auch bei der RTX 3070 für Aufsehen, die letztlich beide mittels ausgetauschter Speicherbausteine mit 16 statt 8 GiByte GDDR6-RAM betrieben werden konnten. Nun hat sich der Bastler eine defekte RTX 2080 Ti zur Reparatur vorgenommen und auch hier die grundlegende Möglichkeit einer Speicherverdopplung aufgezeigt, wenn auch mangels Chips nur theoretisch.

Defekte RTX 2080 Ti als Grundlage

Wie "VIK-on" in dem kürzlich hierzu veröffentlichten Video erklärt, kaufte er eine defekte RTX 2080 Ti Grafikkarte, die physisch beschädigt war und nicht mehr bootete. Dabei habe die Grafikkarte bereits drei Werkstätten besucht, wo sie, anstatt repariert zu werden, sogar noch weiter beschädigt worden sein soll. So fehlten nach den "Reparaturen" einige Komponenten und offenbar wurde beim Löten auch minderwertiges Flussmittel verwendet.

Daher lötete der Modder die GPU neu auf und ersetzte auch alle Speichermodule sowie die abgeschnittenen Leiterbahnen, wobei aufgrund der derzeitigen Knappheit an Speicherchips keine 16-Gbit-Module zum Austausch der standardmäßigen 8-Gbit-Module zur Verfügung standen. Nachdem die Karte letztlich wieder lauffähig gemacht wurde, konnte aber immerhin mittels einer sogenannten Strap-Mod (die das GPU-BIOS zur Unterstützung höherer Speicherbestückung "austrickst") die theoretische Unterstützung verifiziert werden. Anschließend wurden beim Start auch 22 statt 11 GiByte ausgelesen.

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Bildergalerie

Mangels Chips nicht ganz umgesetzt

Wie videocardz.com in einem Bericht zu dem Video anmerkt, handelt es sich dabei zwar nicht um eine vollständige Modifikation, die die RTX 2080 Ti 11 GB in ein "echtes" 22-GB-Modell verwandelt, aber es sei in gewisser Weise eine Bestätigung, dass eine solche Modifikation tatsächlich möglich ist und daher mit der Verfügbarkeit der entsprechenden Speicherbausteine auch eine voll funktionsfähige RTX 2080 Ti mit 22 GiB möglich sei. Dabei ist allerdings zu beachten, dass das hiesige System mit der Mod zwar bootet, aber nicht stabil genug ist, um es zu verwenden. Tatsächlich rendert die GPU schwere Artefakte, die ausreichen, um die Mod zu verifizieren, aber nicht für den Alltagsbetrieb.

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Maddin123456
        Reballing-Stationen beherrschen Reflow. Was denkst Du womit ich sowas machen würde. Mit einem Fön?
        Das von dir verlinkte Produkt dient der Beschreibung und dem Funktionsprinzip nach ausschließlich dem Reballing. Während mit einer Heißluftstation (und passender Masken) löten und auch reballen kann, ist mit einem Laser eben nur letzteres möglich.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Maddin123456
        Reballing-Stationen beherrschen Reflow. Was denkst Du womit ich sowas machen würde. Mit einem Fön?
        Das von dir verlinkte Produkt dient der Beschreibung und dem Funktionsprinzip nach ausschließlich dem Reballing. Während mit einer Heißluftstation (und passender Masken) löten und auch reballen kann, ist mit einem Laser eben nur letzteres möglich.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Hatuja
        Die Karte läuft übrigens heute noch ohne Probleme, soweit ich weiß!
        Das Hauptproblem sind meist die CPU-Kontakte.
        Und zwar vom CPU-Chip zum Träger.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Wenn die gut sind, läuft das noch lange.
      • Von Hatuja Software-Overclocker(in)
        Zitat von wuselsurfer

        Das kannst Du mal versuchen ohne Heißluftlötstation ... .
        Bei RAM-Chips auf Grafikkarten ist das gar nicht so schwer.

        Bei einer GTX 970 habe ich das vor einigen Jahren sogar schon gemacht. Die Speicherchips sind sehr dünn und haben nur wenige Kontakte. (Bei der GPU wäre das was ganz anderes! ) Auch ein Grafikkarten-PCB schluckt nicht viel Wärme. Die Chips bekommt man also recht gut runter und auch wieder drauf.

        Eine einfache Heißluft Lötstation (die sind übrigens gar nicht so teuer) und Lötpaste habe ich.
        Den Ersatz-Speicherchip plus die Schablone für ein paar Euro in China bestellt und los gehts!

        Die Karte läuft übrigens heute noch ohne Probleme, soweit ich weiß!
      • Von stolle80
        Was für ein Krasser Typ , Hut ab wenn man sowas kann
      • Von Maddin123456 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Reballing allein nützt dir ohne Reflow nichts und mit einem Laser oder Infrarot bekommt man keine Wärme zwischen Chip und Platine.

        Reballing-Stationen beherrschen Reflow. Was denkst Du womit ich sowas machen würde. Mit einem Fön?
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