RTX 2070 im Test: Fazit und Raytracing
Wie schlägt sich die Geforce RTX 2070 summa summarum? PC Games Hardware schlägt ein Fazit zur Leistung der Turing-Grafikkarte in Relation zum Preis, der zwar immer noch auf dem Niveau der Geforce GTX 1080 liegt, verglichen mit der RTX 2080 Ti und RTX 2080 aber doch schon günstig wirkt.
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[COLOR=textColor3]Test der RTX-Features Raytracing und Deep Learning Supersampling
Neben der regulären Spiele-Performance sind bei Turing natürlich die neuen Möglichkeiten von Nvidias Hybrid-Raytracing und die mittels der Turing-Kerne und neuronalen Netzwerken umgesetzte DLSS-Bildaufbereitung interessant. Wir haben uns nun in dem für uns möglichen Rahmen mit den von Nvidia zur Verfügung gestellten Techdemos beschäftigt. Beide Demos nutzen DLSS, berechnen das Bild also intern in einer niedrigeren Auflösung und skalieren es - von Nvidias AI-Netzwerken intelligent aufbereitet - auf die angegebene Auflösung herauf.
Bei der Infiltrator-Demo kann so ein Bild mit nativen, voll von der Grafikkarte berechneten 3.840 × 2.160 Pixeln samt TAA-Kantenglättung mit jener Variante verglichen werden, bei der die Auflösung intern von der GPU mit 2.560 × 1.440 Pixeln berechnet und auf 3.840 × 2.160 heraufskaliert wird, während Nvidias Tensor-Cores mithilfe des Deep Learning Supersamplings die fehlenden Bildinformationen ergänzen. Das Ergebnis kann sich im Falle von Infiltrator durchaus sehen lassen, auch wenn man natürlich beim direkten Vergleich einige Unterschiede sieht. Doch ist das hochgerechnete DLSS-Bild dennoch sehr sauber sowie stabil und der Performance-Gewinn gegenüber nativ berechneter Ultra-HD-Auflösung ist deutlich - wie Sie anhand der Vergleiche und Benchmarks an dieser Stelle selbst einschätzen können.
Auch bei Nvidias zweiter Demo kommt DLSS zum Einsatz - doch hier steht die Raytracing-Performance im Fokus, DLSS lässt sich bei der Reflections-Techdemo mit einer RTX-GPU nicht händisch deaktivieren. Das tatsächlich von der GPU berechnete Bild hat also eine geringere Auflösung als die angegebene. Lassen wir Reflections mit 2.560 × 1.440 und DLSS laufen, so werden von der GPU tatsächlich nur 1.920 × 1.080 Pixel berechnet, der Rest intelligent ergänzt. Bei gewählten 3.840 × 2.160 Pixeln und DLSS sind es intern 2.560 × 1.440 Pixel. Dies reduziert natürlich auch die Last auf den Raytracing-Cores, es müssen weniger Rays verschickt und verfolgt werden, um die Raytracing-Spiegelungen, Globale Beleuchtung und Verschattung sauber darzustellen, als würde die volle, native Auflösung berechnet werden. Durch DLSS könnte Raytracing also auch mit etwas schwächeren Modellen der RTX-Reihe in Spielen nutzbar werden - wobei sich die zu erwartende Raytracing-Performance in Spielen leider noch immer nicht abschätzen lässt, beide Techdemos sind nicht für eine realistische Evaluierung der Leistung in zukünftigen Spielen mit RTX-Support geeignet.
Wir haben die beiden Demos auch mit Pascal ausprobiert - DLSS funktioniert aufgrund der fehlenden Tensor-Kerne wie erwartet nicht, beim Versuch, das Feature in der Infiltrator-Demo zuzuschalten, wird der fehlende Support angemerkt und auf TAA bei voller Auflösung gewechselt. Zum Performance-Vergleich mit den RTX-Karten haben wir die entsprechenden Werte einer GTX 1080 sowie GTX 1080 Ti ergänzt. Wir weisen dabei allerdings ausdrücklich darauf hin, dass diese Version von Infiltrator mit hoher Wahrscheinlichkeit stark auf die Turing-Architektur zugeschnitten ist, die Pascal-Architektur also vermutlich benachteiligt ist. Dieser Umstand gilt außerdem und nochmals verstärkt für die ebenfalls in den Benchmarks vertretende RX Vega 64, mit der sich die Infiltrator-Demo samt TAA ebenfalls starten lässt.
Die Raytracing-Demo Reflections lässt sich ebenfalls mit Grafikkarten ohne RTX-Support starten - allerdings bleibt AMD zumindest bislang außen vor; den Versuch, die Starwars-Demo auf der RX Vega 64 zu starten, quittierte das Programm mit einer Fehlermeldung, die auf fehlende RTX-Fähigkeiten hinwies. Mit der GTX 1080 Ti und GTX 1080 läuft Reflections indes. Allerdings, und darauf sei gesondert hingewiesen, funktioniert auch hier DLSS nicht, es wird also in voller Auflösung gerendert. Die Messungen mit 2.560 × 1.440 Pixeln ohne DLSS auf einer Pascal-GPU entsprächen demnach am ehesten jenen, die mit einer RTX-GPU in "4K" mitsamt DLSS erstellt wurden - ein beachtenswerter Faktor, der sich auch optisch beim direkten Vergleich mit WQHD samt DLSS auf einer RTX 2070 und voller WQHD-Auflösung mit einer GTX 1080 zeigt (siehe Vergleich). Generell gesehen ist die Raytracing-Performance mit Pascal und ohne Turings RT-Cores natürlich kompromittiert.
Geforce RTX 2070: Fazit
Das uns von MSI für diesen Test zur Verfügung gestellte Modell der RTX 2070 schlägt sich in unseren Benchmarks gut und das Preis-Leistungsverhältnis der Grafikkarte wirkt attraktiv - die Leistung liegt gar etwas über der übertakteten GTX 1080, die zudem etwas teurer ausfällt. In einigen, insbesondere jüngeren Titeln kann sich die RTX 2070 auch komfortabel von der GTX 1080 absetzen, in Wolfenstein 2 kommt sie in Full HD und WQHD gar nahe an die GTX 1080 Ti heran. Allerdings dokumentiert Wolfenstein 2 auch, dass die RTX 2070 nur über 8 GiByte Speicher verfügt, dieser geht der Karte in Bethesdas Shooter in Ultra HD dann auch aus; einzig die mit 11 GiByte ausgestattete GTX 1080 Ti verfügt über genügend Reserven. Doch liegt das Wohlfühl-Performance-Bild der RTX 2070 auch eher im WQHD-Bereich und für diesen sind auch die verbauten 8 GiByte (noch) ausreichend.
Neben der ansprechenden Performance zum vergleichsweise günstigen Preis bekommen Sie mit der RTX 2070 außerdem Nvidias neue RTX-Features dazu. Einen guten Wert können wir der MSI RTX 2070 Armor bereits so bescheinigen. Sie liegt beim Preis auf einem ähnlichen Niveau eines ordentlichen OC-Modells der GTX 1080, über welches die RTX 2070 in unseren Benchmarks größtenteils triumphieren kann - hier und dort ist die RTX 2070 gar beträchtlich schneller. Der Armor-Kühler ist mehr als zufriedenstellend, die Karte läuft leise, kühl und hätte gar noch einige Reserven für eine höhere, manuelle Übertaktung. Aus unserer Sicht wirkt die RTX 2070 somit deutlich attraktiver als die GTX 1080. Denn es lockt eine mindestens ebenbürtige Performance und eine modernere Architektur. Dazu werten spannende Features, darunter insbesondere Nvidias DLSS, welches der RTX 2070 eventuell in Zukunft zu 4K-Fähigkeiten via Deep Learning appliziertem Upscaling verhelfen könnte, das Potenzial der aktuell kleinsten Turing-GPU nochmals auf.

Die 1,7Ghz lohnen sich nur einfach nicht wie ich finde.Die Devil gabs vor kurzem für 420 Euro, die geflasht und auf 1,6Ghz gebracht mit anständigem Speicher OC macht mehr Sinn wie ich finde.
Die 1,7Ghz lohnen sich nur einfach nicht wie ich finde.Die Devil gabs vor kurzem für 420 Euro, die geflasht und auf 1,6Ghz gebracht mit anständigem Speicher OC macht mehr Sinn wie ich finde.
Ich würde heute selbst wie schon gesagt keine Karte mehr so prügeln, aber die Red Dragon sollte (!!) das wegstecken.
Aber ne Wassergekühlte wäre am besten, aber da relativiert sich dann eben der Preisvorteil.
Deswegen kauft man auch mit richtigen OC Ambitionen eine Karte die sich flashen lässt. Das ist auch der Grund warum die 56er lange so extrem teuer war.
Ich würde heute selbst wie schon gesagt keine Karte mehr so prügeln, aber die Red Dragon sollte (!!) das wegstecken.
Aber ne Wassergekühlte wäre am besten, aber da relativiert sich dann eben der Preisvorteil.