Geforce GTX 2070 statt RTX 2070: Seltener Prototyp aufgetaucht
Der X-Nutzer Jiacheng Liu konnte angeblich eine Vorserien-Grafikkarte von Nvidia ergattern, die so nie auf den Markt kam: die Geforce GTX 2070. Offenbar entschied sich Nvidia erst später, auf das neue RTX-Branding zu setzen.
Ende 2018 brachte Nvidia die ersten RTX-2000-Grafikkarten auf den Markt und löste damit die jahrelang verwendete Produktkennung "GTX" ab, um den künftigen Fokus auf Raytracing-Berechnungen zu unterstreichen. Dass dieser Marketingkniff tatsächlich genutzt wird, war in der Entwicklung aber offenbar noch nicht von Anfang an klar. Denn der X-Nutzer Jiacheng Liu behauptet, den Prototypen einer GTX 2070 in seinem Besitz zu haben.
GTX statt RTX
Ob die Geschichte tatsächlich stimmt, ist dabei leider kaum zu beweisen. Liu hat aber Fotos veröffentlicht, die eine Grafikkarte mit passendem Vorserienkühler zeigen. Die Form und Gestaltung des Kühlers sowie das PCB entsprechen dabei der Founders Edition der Geforce RTX 2070. Allerdings fehlen die später aufgebrachte Modellnummern - und an der Seite steht Geforce GTX statt Geforce RTX.
Gegenüber der später tatsächlich erschienen RTX 2070 sollen die Unterschiede dabei nicht allzu groß sein. Demnach kam in der GTX 2070 ebenso der TU106 zum Einsatz, der aber nur mit 2.176 statt 2.304 Shadern lief und damit der späteren RTX 2060 Super entspricht. Der Speicher war mit 8 GiByte hingegen identisch zu beiden Modellen. Warum Nvidia für die RTX 2070 später doch noch mehr Shader freigegeben hat, ist dabei unklar. Konkurrenzdruck durch AMD war damals schließlich nur bedingt gegeben.
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In jedem Fall scheint der seltene Prototyp der Geforce GTX 2070 aber lauffähig zu sein. Laut Jiacheng Liu lassen sich mit der Grafikkarte sowohl moderne BIOS-Versionen als auch der Nvidia-Grafikartreiber in Version 516 verwenden. Die Leistung entspricht dabei, kaum überraschend, der RTX 2060 Super. Mit einer nachträglichen Übertaktung kann das Vorserienmodell aber angeblich zumindest in Schlagdistanz zur RTX 2070 gebracht werden.
Quelle: via Tom's Hardware

