RTX 2070 im Test: Spiele-Benchmarks
Die Geforce RTX 2070 im Spieletest. PC Games Hardware hat sich die Performance der bisher kleinsten Turing-Grafikkarte unter anderem in Assassin's Creed Odyssey angesehen. Zusätzliche Benchmarks und eine Indexierung werden in der kommenden Woche folgen.
Wie schlägt sich die Geforce RTX 2070 in traditionellen Spielen, die weder RT- noch Tensor-Kerne heranziehen - also bisher allen?
Nvidia nennt einen mittleren GPU-Boost von 1.620 MHz in der Referenzspezifikation der Geforce RTX 2070, an die sich MSI bei der Armor 8G hält. Dabei handelt es sich, wie bei jeder modernen Grafikkarte, um Mittelwerte, die für eine breite Palette an Exemplaren, Anwendungen und thermischen Bedingungen gelten. Je nach Spiel und Einstellungen werden stark unterschiedliche Taktraten angewendet. Üblicherweise fallen die Boosts im kalten Zustand und bei geringer Last deutlich höher aus als von Nvidia angegeben. Wer eine Grafikkarte wie die Geforce RTX 2070 in dem für sie erdachten Einsatzgebiet rund um ein WQHD-Display verwendet, wird feststellen, dass die Frequenzen nach einiger Zeit des Spielens deutlich sinken. Unter Dauerlast sorgt die Telemetrie für eine Balance aus Temperatur und Strömen, um einerseits Überhitzung zu vermeiden und andererseits innerhalb des abgesteckten Energiebudgets zu bleiben. Je nach Spiel und Einstellungen kann der Boost höher oder niedriger ausfallen als von Nvidia angegeben. Nimmt man sehr viele Proben (Spiele/Anwendungen/Umgebungstemperaturen/Belüftungskonzepte), ist der typische Boost als Mittelwert plausibel. Der garantierte Mindest-/Basistakt wird unter Normalbedingungen indessen nicht verwendet.
Was niemand außerhalb der Nvidia-Labore nachprüfen kann, ist ein weiterer Faktor, den Nvidia in die Angabe des typischen Boosts einfließen lässt: schwankende Qualität der Bauteile. Was im Volksmund mittlerweile "GPU-Lotto" genannt wird, hat Auswirkungen auf die erreichten Boosts; scheinbar gleiche Modelle erreichen unterschiedliche Frequenzen. Das liegt in der Regel an unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften rund um Leckströme, welche die Taktraten und Spannungen beeinflussen. Doch auch Abweichungen beim maschinellen Auftragen der Wärmeleitpaste können für Unterschiede sorgen. Am Ende hat man zehn Karten mit bis zu 50 MHz unterschiedlichen Boosts - und der "typische" liegt irgendwo in der Mitte.
Abweichende Methodik für diesen Test
Da sich unser hauptberuflicher Grafikkarten-Tester Raffael Vötter, wie bereits in der Einleitung des Artikels angedeutet, im Urlaub befindet und wir ein Testmuster in Form der MSI RTX 2070 Armor und somit ein im Vergleich günstiges Custom-Modells erhalten haben, gehen wir bei unseren Benchmarks dieses Mal ein wenig anders vor. Der Fokus liegt stärker auf der Gaming-Performance, wir nutzen obendrein mit dem auf 5,0 GHz übertakteten Intel Core i7-8700K unser aktuelles Spieletest-System. Des Weiteren kommen, wie bei Spiele-Tests gewohnt, neben der MSI RTX 2070 Armor auch andere werksübertaktete Custom-Modelle der jeweiligen GPUs zum Einsatz. Bei der Spieleauswahl haben wir uns dazu entschlossen, einige Titel aus unserem Grafikkarten-Parcours zu nutzen, dazu ergänzen wir einige aktuelle, jüngere Spiele - somit bieten wir Ihnen eine breite Mischung, mit der Sie die Leistung der MSI RTX 2070 Armor einschätzen können. Einen ausführlichen, regulären Test der MSI RTX 2070 Armor und weiteren Modellen werden Sie bei uns beizeiten aber selbstverständlich nachlesen können. Dann werden wir Ihnen auch genaue, nach unserem standardisierten Grafikkarten-Testprocedere ermittelte, Verbrauchs- und Lautstärke-Messungen bieten können.
Der MSI RTX 2070 haben wir eine Reihe Mitbewerber aus einer ähnlichen sowie den benachbarten Leistungsklassen gegenübergestellt, neben der preis-leistungstechnisch auf sehr ähnlichem Niveau einzuordnenden, aktuell jedoch etwas teureren Gigabyte GTX 1080 G1 Gaming ist auch die Leistung von AMDs RX Vega 64 recht interessant, das von uns genutzte Custom-Modell ist in beinahe identischer Form als Sapphire RX Vega 64 Nitro+ für rund 500 Euro und damit etwas günstiger als die MSI RTX 2070 Armor zu haben. Hersteller-Modelle der GTX 1080 Ti, RX Vega 56 und GTX 1070 runden das Grafikkarten-Ensemble nach oben und unten ab.
Geforce RTX 2070: Spiele-Benchmarks
Bei den Benchmarks schlägt sich die MSI RTX 2070 sehr gut. Die Taktraten liegen in allen Fällen deutlich über den garantierten Boost-Raten von 1.620 MHz, die Karte bleibt dabei erfreulich kühl und leise. Während des Testens und nach einer langen Aufheizperiode erreichten die Temperaturen des Chips um 70 °C, überstiegen diese Marke jedoch nicht deutlich. Das Powerlimit von 175 Watt wurde indes stets voll ausgenutzt, die Taktraten und damit die Leistung der MSI RTX 2070 Armor werden also von der Leistungsaufnahme beschränkt - der Kühler hätte noch Reserven.
Bei der Performance liegt die RTX 2070 im Großen und Ganzen knapp über dem Level der im Verhältnis mit leicht höherer Übertaktung laufenden GTX 1080 (rund +6 respektive +8 Prozent gegenüber mittlerer Boost-Angabe). In einigen Titeln ist die RTX 2070 auch etwas langsamer als die Pascal-GPU, allerdings legt die RTX gegenüber der GTX häufig in höheren Auflösungen zu - ein Umstand, der sich auch bei anderen Turing-Modellen beobachten lässt. In vielen der etwas aktuelleren Titeln ist die RTX 2070 auch deutlich schneller als die GTX 1080. Unseres Ermessens ist dies unter anderem auf den deutlich schnelleren Speicher von Turing zurückzuführen. So deklassiert die RTX 2070 in dem mit maximalen Details extrem speicherhungrigen Wolfenstein 2 die GTX 1080 geradezu, Ähnliches gilt für das mit Multisampling-Kantenglättung veredelte Dirt 4 und das ebenfalls sehr speicherlastige Star Wars Battlefront 2. Bei Wolfenstein 2 könnte indes auch die gegenüber Pascal verbesserte, stärker auf Low-Level-Features wie Async Compute ausgelegte Turing-Architektur eine Rolle spielen, es performt auffällig stark mit den neuen Nvidia-Grafikkarten.

Die 1,7Ghz lohnen sich nur einfach nicht wie ich finde.Die Devil gabs vor kurzem für 420 Euro, die geflasht und auf 1,6Ghz gebracht mit anständigem Speicher OC macht mehr Sinn wie ich finde.
Die 1,7Ghz lohnen sich nur einfach nicht wie ich finde.Die Devil gabs vor kurzem für 420 Euro, die geflasht und auf 1,6Ghz gebracht mit anständigem Speicher OC macht mehr Sinn wie ich finde.
Ich würde heute selbst wie schon gesagt keine Karte mehr so prügeln, aber die Red Dragon sollte (!!) das wegstecken.
Aber ne Wassergekühlte wäre am besten, aber da relativiert sich dann eben der Preisvorteil.
Deswegen kauft man auch mit richtigen OC Ambitionen eine Karte die sich flashen lässt. Das ist auch der Grund warum die 56er lange so extrem teuer war.
Ich würde heute selbst wie schon gesagt keine Karte mehr so prügeln, aber die Red Dragon sollte (!!) das wegstecken.
Aber ne Wassergekühlte wäre am besten, aber da relativiert sich dann eben der Preisvorteil.