Geforce GTX 1080 11 Gbps im Test: Das bringt der höhere GDDR5X-Speichertakt
Geforce GTX 1080 11 Gbps im Test: Die Geforce GTX 1080 ist neuerdings mit dem schnellen 11-Gbps-Speicher der Geschwister GTX 1080 Ti und Titan Xp erhältlich. Eine Founder's Edition existiert nicht, die Boardpartner sind für das Design verantwortlich. PC Games Hardware prüft anhand einer Asus Strix GTX 1080 O8G-11Gbps, ob die GTX 1080-11Gbps nicht doch eine "GTX 1085" ist.
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Anfang März kündigte Nvidia neue, schnellere Versionen der GTX 1080 und GTX 1060 6GB an. Dabei handelt es sich nicht etwa um direkte Nachfolger der Geforce GTX 1080 und Geforce GTX 1060, sondern um Ergänzungen im oberen Preisbereich. Nvidias Partner erhalten somit die Freigabe, noch kräftigere Varianten mit erhöhtem Speicherdurchsatz zu veröffentlichen. Wir sehen uns an dieser Stelle an, inwiefern die Geforce GTX 1080 davon profitieren kann - ein Test der GTX 1060 9 Gbps folgt gesondert.
Geforce GTX 1080 11 Gbps: Übersicht
Weder existiert ein Referenzdesign der GTX 1080 11 Gbps, noch erhält dieses Modell einen eigenen Namen (String) im Treiber. Nvidia geht folglich einen anderen Weg als AMD, welche jüngst die Radeon-RX-500-Reihe als Ablöse der 400er-Serie veröffentlichten. Interessenten einer Geforce GTX 1080 11 Gbps müssen daher gezielt nach dem Takt des installierten GDDR5X-Speichers suchen: Die Angaben 5.508 MHz, 11 Gigabit pro Sekunde (Gbps), 11 Gigatransfers (11 GT/s) und die Marketing-Erfindung "11 GHz" künden vom neuen Speichertyp. Ältere GTX-1080-Grafikkarten tragen ebenfalls GDDR5X, allerdings mit einer Datenrate von 10 Gbps (5.006 MHz).
Quelle: PC Games Hardware
Asus Geforce GTX 1080 Strix O8G-11Gbps (3)
GTX 1080 11 Gbps bedeutet keinesfalls, dass diese Grafikkarten 11 GiByte Speicher besitzen - eine GTX 1080 verfügt immer über 8 GiByte GDDR5X-RAM.
Eine wichtige Information, die Sie als technikaffiner Leser für ihre fragenden Freunde und Bekannten parat haben sollten: "GTX 1080 11 Gbps" bedeutet keinesfalls, dass diese Grafikkarten über 11 GiByte Speicher verfügen! Beim Überflug diverser Online-Preisvergleiche entsteht jedoch womöglich der Eindruck. Eine GTX 1080 verfügt immer über 8 GiByte GDDR5X-RAM. Nur die GTX 1080 Ti bietet eine Kapazität von 11 GiByte - verwirrenderweise ebenfalls mit 11 Gbps Datenrate. Daher gilt vor allem bei vermeintlichen Schnäppchen: Augen auf beim Grafikkartenkauf.
Da Nvidia Design und Vermarktung seinen Boardpartnern überlässt, herrscht kein einheitliches Namensschema. Viele Hersteller kennzeichnen die neuen Karten mit einem "+" oder schreiben den RAM-Typ explizit dahinter. So auch bei unserem Muster aus dem Hause Asus, das gemäß Packung auf den Namen "ROG-Strix-GTX1080-O8G-11Gbps" hört. Die Bezeichnung offenbart einerseits den schnellen Speicher (11 Gbps) und andererseits die Speichermenge sowie eine werkseitige Übertaktung (O8G).
Ein fehlendes Referenzdesign verkompliziert Direktvergleiche zwischen der "alten" und der neuen GTX 1080 etwas, da jeder Hersteller unterschiedliche GPU-Frequenzen ins BIOS bannt und Kühlung sowie die Qualität des installierten Grafikchips den Boost beeinflussen. Wir haben uns daher entschieden, zwei Messreihen durchzuführen. In der ersten tun wir so, als gäbe es eine Founder's Edition der GTX 1080 11 Gbps, welche mit dem gleichen typischen Boost arbeitet wie die ordinäre GTX 1080: 1.733 MHz. Somit fügt sich die GTX 1080 11 Gbps sauber in das Schema des PCGH-Leistungsindex ein, in dem Referenzkarten verglichen werden, und die Auswirkungen des größeren Speicherdurchsatzes sind 1:1 sichtbar. Der resultierende Leistungsindex ist aussagekräftig, aber nicht direkt in Form einer Grafikkarte erhältlich.
In der zweiten, kleineren Messreihe lassen wir die Asus GTX 1080 Strix O8G-11Gbps frei boosten - selbstverständlich mit einer adäquaten Aufheizperiode vor den Benchmarks. Um den Vergleich aufzupeppen, mischt hier eine zweite Geforce GTX 1080 mit, die Gigabyte GTX 1080 Aorus Xtreme Edition. Diese konnte sich in vorangegangenen PCGH-Benchmarks knapp an die Leistungsspitze unter den 1080-Modellen setzen und bildet daher starke Konkurrenz - mit langsamerem Speicher, aber möglicherweise höheren Boosts. Dazu gleich mehr; hier zunächst die Übersicht aktueller und vergangener High-End-Referenzkarten untereinander:
| Modell | Titan Xp | Titan X (Pascal) | Geforce GTX 1080 Ti | Geforce GTX 1080 11 Gbps | Geforce GTX 1080 | Geforce GTX 1070 | Radeon R9 Fury X |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Codename | GP102-450 -A1 | GP102-400 -A1 | GP102-350-K1-A1 | GP104-400-A1 | GP104-400-A1 | GP104-300-A1 | Fiji XT |
| DX-12-Feature-Level | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_0 |
| Chipgröße (reiner Die) | 471 mm² | 471 mm² | 471 mm² | 314 mm² | 314 mm² | 314 mm² | 596 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 12.000 | 12.000 | 12.000 | 7.200 | 7.200 | 7.200 | 8.900 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 3.840/30/240 | 3.584/28/224 | 3.584/28/224 | 2.560/20/160 | 2.560/20/160 | 1.920/15/120 | 4.096/64/256 |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 96 | 96 | 88 | 64 | 64 | 64 | 64 |
| GPU-Basistakt (Megahertz) | 1.480 | 1.417 | 1.480 | 1.607 | 1.607 | 1.506 | unbekannt |
| GPU-Boost-Takt (Megahertz) | 1.582 | 1.531 | 1.582 | 1.733 | 1.733 | 1.683 | 1.050 |
| Rechenleistung SP/DP (Mio./s) | 12.150/380 | 10.974/343 | 11.340/354 | 8.873/277 | 8.873/277 | 6.463/202 | 8.602/538 |
| Durchsatz Pixel/Texel (Mrd./s) | 151,9/379,7 | 137,2/342,9 | 141,7/354,1 | 110,9/277,3 | 110,9/277,3 | 101,0/202,0 | 67,2/268,8 |
| Speicheranbindung (Bit) | 384 | 384 | 352 | 256 | 256 | 256 | 4.096 |
| Geschwindigkeit RAM (GT/s) | 11,4 | 10,0 | 11,0 | 11,0 | 10,0 | 8,0 | 1,0 |
| Speichertyp | GDDR5X | GDDR5X | GDDR5X | GDDR5X | GDDR5X | GDDR5 | HBM (gen1) |
| Speichertransferrate (GB/s) | 547,6 | 480,6 | 484,7 | 352,5 | 320,4 | 256,4 | 512 |
| Speichermenge (MiByte) | 12.288 | 12.288 | 11.264 | 8.192 | 8.192 | 8.192 | 4.096 |
Angaben auf Basis des typischen Boost-Taktes.
Geforce GTX 1080 11 Gbps: Spiele-Leistung
Der Speicherdurchsatz einer Geforce GTX 1080 11Gbps fällt gegenüber der GTX 1080 um exakt zehn Prozent höher aus. Folglich kann die Spieleleistung um höchstens diesen Wert steigen - in der gängigen Spielepraxis limitiert die RAM-Transferrate jedoch nie so stark, die GPU-Leistung bestimmt die Bildrate. Was die GTX 1080 11 Gbps in den PCGH-Standardbenchmarks leistet, sehen Sie im Folgenden.
Abhängig vom Spiel und den verwendeten Einstellungen profitiert die GTX 1080 zwar von einer erhöhten Speichertransferrate, die Steigerung von höchstens vier Prozent ist jedoch keineswegs fühlbar. Diese Aussage gilt für den GPU-Referenztakt von 1.733 MHz, mit steigender Rechenleistung in Form höherer Boosts nehmen die Anforderungen an den Speicherdurchsatz zu. Was sich bei freien Frequenzen nach einer Aufwärmphase der teilnehmenden Grafikkarten tut, dokumentieren weitere Benchmarks. Hier darf die Asus GTX 1080 Strix O8G-11Gbps nicht nur mit ihrem Werkstakt, sondern auch manuell ans Limit getrieben zeigen, was in ihr steckt. Das stabile Limit unseres Musters liegt bei 2.100 MHz Kern- und effektiv 6.000 MHz Speichertakt (12 GT/s). Die bei den Messungen anliegenden Frequenzen geben wir explizit an.
Die beiden Stichproben unterstreichen, dass der Kerntakt größere Auswirkungen auf die Bildrate hat als die Speichertransferrate. Letztere ist selbstverständlich ebenfalls nützlich, allerdings sollte vor allem bei powerlimitierten Grafikkarten beachtet werden, dass ein übertakteter Speicher Teile des Strombudgets für sich beansprucht, was sich negativ auf den GPU-Boost auswirken kann.
GTX 1080 11 Gbps: Asus Strix O8G-11Gbps in der Übersicht
Nicht primärer Gegenstand dieses Tests, aber gut gelungen ist die Asus Geforce GTX 1080 Strix O8G-11Gbps als solche, weshalb wir die Karte kurz vorstellen möchten. Asus verwendet für dieses neue Modell das vergrößerte Kühldesign der GTX 1080 Ti Strix. Die 11-Gbps-Karte kann somit auf einen 2,5-Slot-Kühler und eine verbesserte Coldplate zurückgreifen, was ihr im Test durchweg gute Temperaturen und ein leises Betriebsgeräusch ermöglicht. Die Vorgängerkarte Asus GTX 1080 Strix O8G (Video) basiert noch auf einem Dual-Slot-Design. In der Bildergalerie finden Sie zahlreiche Impressionen der GTX 1080 Strix O8G-11Gbps.
Geforce GTX 1080 11 Gbps: Fazit
Der 11-Gbps-Speicher ist ein mildes Upgrade für die Geforce GTX 1080, im Mittel steigt die Leistung um 2,3 Prozent. Im PCGH-Leistungsindex, welcher 19 Spiele in drei Auflösungen sowie eine OpenCL-Anwendung verrechnet, erzielt die GTX 1080 11 Gbps somit einen Index von 84,5 (GTX 1080: 82,6). Beim Vergleich diverser Herstellerdesigns ist der flinke Speicher zwar ein Pluspunkt, aber keinen großen Aufpreis wert. Wer zwischen mehreren Modellen schwankt, sollte im Zweifel zu der Karte mit dem höchsten Powerlimit greifen, da hier die größte Chance auf hohe GPU-Boosts besteht.
Es besteht derweil kein Zweifel daran, dass die Geforce GTX 1080 das schnellste Angebot im 500-Euro-Segment darstellt, doch das war bereits vor Veröffentlichung der 11-Gbps-Variante der Fall. Bis AMD die Radeon RX Vega veröffentlicht und deren Leistungspotenzial geprüft wurde, stellt eine werkseitig übertaktete GTX 1080 eine gute Wahl für anspruchsvolle Spieler dar.

Schöne "Modellpflege" sowas gerne öfter, wenn die Produkte schon eine Weile auf dem Markt sind
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2. Hast du das dann benötigte Netzteil irgendwie nicht berücksichtigt.
3, Schaff dir gute Ohrenschützern an oder lege noch mal anständig Geld rauf um eine Wasserkühlung aufzubauen.
4. Ich hoffe dein Mainboard unterstützt auch Crossfire, sonst darfst du hier nochmal etwas Geld lassen.
5. Wenn du all diese Investitionen hinter dir hast, musst du immer noch mit den Nachteilen leben: Microruckler, Spiele die Crossfire nicht unterstützen, schlechte Skalierung bei den Games die es tun. Warten auf Treiberanpassungen nach dem Release eines Spiels.
Weißt du, wenn ich das alles kalkuliere, bleibe ich lieber bei starken Single-Karten. Bedeutet wesentlich weniger Ärger und Konfigurationsarbeit. Und mir steht die Leistung immer zur Verfügung und nicht nur im günstigsten Fall.
2x RX 580 CF haben 3% Mehr Leistung als die normale 1080
Endlich hat ASUS seinen Kühler überarbeitet und liefert nun eine Karte mit gutem Gesamtkonzept ab.
Wird also Zeit, dass Vega kommt und sich die Preise bewegen.
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2. Hast du das dann benötigte Netzteil irgendwie nicht berücksichtigt.
3, Schaff dir gute Ohrenschützern an oder lege noch mal anständig Geld rauf um eine Wasserkühlung aufzubauen.
4. Ich hoffe dein Mainboard unterstützt auch Crossfire, sonst darfst du hier nochmal etwas Geld lassen.
5. Wenn du all diese Investitionen hinter dir hast, musst du immer noch mit den Nachteilen leben: Microruckler, Spiele die Crossfire nicht unterstützen, schlechte Skalierung bei den Games die es tun. Warten auf Treiberanpassungen nach dem Release eines Spiels.
Weißt du, wenn ich das alles kalkuliere, bleibe ich lieber bei starken Single-Karten. Bedeutet wesentlich weniger Ärger und Konfigurationsarbeit. Und mir steht die Leistung immer zur Verfügung und nicht nur im günstigsten Fall.
Zwei Karten einer RX 580 kommen Leistungsfähig nicht mal an eine Nvidia 1080 ran geschweige einer 1080 ti.