Die große Pizzaofen-Kaufberatung
Elektro, Holz, Multifuel - wir erklären in unserer Pizzaofen-Kaufberatung alles Wissenswerte zum Thema. Außerdem haben wir passende Produkttipps für Pizzagenuss zu Haue auf Lager.
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Luftiger Rand, Leopardenmuster am Boden und eine Pizza, die sich förmlich verneigt. Ein Erlebnis, das eigentlich nur vom Italiener um die Ecke zu bekommen ist, doch ein eigener Pizzaofen kann das auch. Doch Pizzaofen ist nicht gleich Pizzaofen: Es gibt verschiedene Bauarten für Innen- und Außenbereich, die mit Strom, Gas oder Holz befeuert werden. Das hat Auswirkungen auf den Gebrauch, die Handhabung und den Geschmack. Doch welche Modelle sind in diesen Kategorien empfehlenswert? Und schmeckt die Pizza dann tatsächlich so wie vom Italiener?
Was ist ein Pizzaofen, wo liegt der Unterschied zwischen Modellen für den Innen- und Außengebrauch und was ist besser?
Ein Pizzaofen für den Heimgebrauch ist ein spezieller Ofen, der Temperaturen von bis zu 500 Grad erreicht. Wesentlich mehr als ein Haushaltsbackofen, der bei Temperaturen von circa 250 Grad stoppt. Durch die hohen Temperaturen ermöglicht der Pizzaofen besonders kurze Backzeiten und ein Backergebnis, das an professionelle Pizzerien erinnert: knuspriger Boden, luftiger Rand, charakteristische Bräunung.
Pizzaöfen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen - für den Innenbereich elektrisch betrieben, für den Außenbereich auch mit Gas, Holz, Holzkohle oder Pellets. Neben Pizza lassen sich darin auch Flammkuchen, Brot oder Aufläufe zubereiten. Sie alle haben einen Steinboden gemeinsam, der meist aus Cordierit-Stein besteht. Dieses Gestein splittert bei Temperaturunterschieden nicht, hat eine enorme Wärmespeicherfähigkeit und hält Temperaturen von über 1000 Grad stand.
Pizzaofen für den Innenbereich - Elektro-Ofen
Grundsätzlich lassen sich Pizzaöfen nach ihrem Einsatzort unterscheiden. Indoor-Pizzaöfen sind elektrisch betrieben und so konzipiert, dass sie sicher in der Küche genutzt werden können. Sie haben kompaktere Abmessungen und benötigen lediglich eine normale Steckdose.
Elektro-Pizzaöfen erreichen höhere Temperaturen als ein typischer Küchenbackofen und heizen schneller auf. Sie ähneln optisch entweder einem kleinen Ofen mit Tür oder haben eine runde Form wie ein Tischgrill.
Da sie mit Strom arbeiten, entsteht keine offene Flamme, ebenso wenig bildet sich Rauch, weshalb der Einsatz in Innenräumen unproblematisch bleibt. Trotz fehlender Flamme können sie Pizza ebenso knusprig backen wie ein Steinofen, denn es fehlt zwar das Raucharoma, aber die hohe Temperatur sowie die gespeicherte Hitze im Stein backen die Pizza auf. Wer in einem Haushaltsbackofen bereits mit einem Pizzastein selbst Pizza gebacken hat, kann dies bestätigen.
Quelle: Unold
Pizzaöfen für drinnen funktionieren mit Strom. Die Pizza wird auch hier lecker, es fehlt halt das Holzofen-Feeling.
Pizzaofen für den Außenbereich - Gas-/Holzofen
Outdoor-Pizzaöfen werden nicht an die Haushaltssteckdose angeschlosen, sondern mit Gas oder Holz befeuert und dürfen ausschließlich im Freien betrieben werden. Solche Öfen erreichen Temperaturen von 500 Grad. Typisch für die Geräte ist eine Kuppelform mit schmaler Frontöffnung, damit die Hitze optimal im Pizzaofen bleibt. Generell sind Outdoor-Modelle größer und schwerer als elektrische Öfen, aber bleiben transportabel und mit Klappbeinen ausgestattet. So kann der Nutzer sie bei Bedarf im Garten sowie auf dem Balkon platzieren oder zum Camping mitnehmen.
Anders als bei Modellen für den Innenbereich, stellt sich bei Pizzaöfen für den Außenbereich folgende Frage: Gas oder Holz?
Gasbetriebene Pizzaöfen sind in den letzten Jahren sehr beliebt geworden, weil sie schnell aufheizen und einfach in der Handhabung sind. Regler aufdrehen, nach 10 - 20 Minuten Vorheizen ist der Ofen einsatzbereit und die Temperatur lässt sich dabei präzise steuern.
Holzöfen dagegen sind klassisch und werden von Pizza-Puristen wegen des Raucharomas geschätzt - ähnlich wie bei Holzkohlegrills. Sie erfordern jedoch mehr Übung: Feuer entfachen, regelmäßig Holz nachlegen und die Temperatur über Holzmenge und Luftzufuhr regulieren. Außerdem benötigen sie länger zum Aufheizen als Gasöfen.
Dafür verbreitet ein knisternder Holzofen eine natürliche Atmosphäre und die Flamme verleiht der Pizza ein typisches Holzofenaroma, das Gasöfen so nicht bieten können.
Quelle: Ooni
Pizzaöfen für draußen ergänzen die Pizza-Leidenschaft auch optisch.
Weitere PCGH-Ratgeber-Artikel zum Thema Grills und Co.:
- Die große Grill-Kaufberatung
- Die große Gasgrill-Kaufberatung
- Kaufberatung Holzkohlegrills und Smoker
- Die fünf besten Grills der Saison
Welche Art von Pizzaofen ist am besten?
Diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten, denn es kommt auf den Anwendungszweck an:
Ist der Ofen für den Innenraum geplant, scheiden Gas-, Holz- und Holzkohleöfen aus Sicherheitsgründen aus - hier bleibt nur die elektrische Variante. Durch die geringere Temperatur und das fehlende ,,Feueraroma'' entgehen zwar Geschmacksnoten, aber die Pizza schmeckt besser als im Backofen. Außerdem ist der Ofen simpel: einfach anschließen, loslegen und kompakt verstaubar.
Im Garten oder auf dem Balkon hat der Käufer die volle Auswahl. Gas-Pizzaöfen punkten mit schnellem Aufheizen und unkomplizierter Bedienung - perfekt für spontane Pizzaabende. Holzbefeuerte Öfen sind etwas aufwendiger, aber liefern das klassische Erlebnis und Aroma. Da im Außenbereich nur schwer ein Kompromiss zu finden ist, bieten viele Hersteller ihre Geräte als ,,Multifuel'' an. Heißt, sie können sowohl mit Gas als auch mit Holz betrieben werden. Ebenfalls möglich ist das Befeuern mit Holzkohle in einigen Öfen: Holzkohle glüht lange und liefert gleichmäßige Hitze, was bei längeren Pizzapartys praktisch sein kann. Multifuel-Modelle sind am empfehlenswertesten für den Außenbereich, da sie maximal komfortabel sind.
