Legion 7000K: Lenovo packt Notebook-CPU in einen Desktop-PC

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Legion 7000K: Lenovo packt Notebook-CPU in einen Desktop-PC
Quelle: Lenovo

Lenovo hat mit dem Legion 7000K einen Gaming-PC im Desktop-Format vorgestellt, der aber auf einen Notebook-Prozessor setzt. Auf die Leistung dürfte das kaum einen Einfluss haben, aber dafür auf die Reparierbarkeit.

AMD und Intel setzen für den Desktop- und den Notebook-Markt längst auf jeweils dieselben Architekturen, sodass nur noch die verfügbaren Chips auf das eine oder andere Anwendungsgebiet angepasst werden. Dass Prozessoren aus der einen Gruppe in einem Gerät der anderen Gruppe verbaut werden, ist aber weiterhin eine Seltenheit. Marktführer Lenovo weicht die Grenzen nun aber auf: Mit dem Legion 7000K wurde in China ein neuer Gaming-PC vorgestellt, der trotz µATX-Mainboard auf einen Notebook-Prozessor setzt.

Notebook-CPU mit Nachteilen

Lenovos Produktseite lässt dabei Kunden die Wahl zwischen einem Intel Core i9-14900HX und einem Intel Core i7-14650HX. Ein normaler Desktop-Prozessor wird hingegen nicht angeboten. Laut Videocardz ist das in China nichts Neues: Mobil-Chips werden dort bereits länger von kleineren Unternehmen in Desktop-PCs eingesetzt. Dass Lenovo das jetzt ebenso macht, ist hingegen neu.

Mit Blick auf die Leistung dürfte sich dadurch nur wenig ändern, denn technische Unterschiede zu entsprechenden Desktop-Modellen gibt es kaum. In erster Linie unterscheiden sich die Notebook-Prozessoren durch ihr Verbrauchs- und Taktverhalten sowie die Montageart. Die Chips werden direkt auf dem Mainboard verlötet und ohne Heatspreader ausgeliefert. Gegenüber normalen Gaming-PCs hat der Lenovo Legion 7000K damit einen Nachteil.

Denn der Prozessor lässt sich dadurch nicht einzeln austauschen, und auch beim Kühler müsste dafür einiger Aufwand betrieben werden. Zumindest die verbaute Grafikkarte - ein Modell zwischen Geforce RTX 4060 und Geforce RTX 4070 Ti Super - ist hingegen wechselbar. Dasselbe gilt auch für den RAM, der über zwei SO-DIMM-Slots angesteuert wird.

Der Prozessor des Lenovo Legion 7000K ist nicht gesockelt, sondern aufgelötet. Quelle: NotebookLenovo Der Prozessor des Lenovo Legion 7000K ist nicht gesockelt, sondern aufgelötet. Der Innenraum des Lenovo Legion 7000K. Quelle: Lenovo Der Innenraum des Lenovo Legion 7000K. Auch interessant: Mifcom mit Wakü-PCs: Neue Konfigurationsmöglichkeiten fangen bei 5.400 Euro an

Ob der fest verlötete Prozessor für einen selbst einen Nachteil ist, hängt natürlich vom Endanwender ab. Viele Gaming-PCs werden schließlich deshalb verkauft, weil die Kunden ohnehin nichts mit dem Innenleben zu tun haben wollen. Möglicherweise wird der Ansatz des Legion 7000K also dennoch Anklang finden. Dann könnte Lenovo in Zukunft möglicherweise auch in Europa einen Gaming-PC mit Notebook-CPU auf den Markt bringen.

Was halten sie von dem verlöteten Prozessor in einem Desktop-PC? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: Lenovo via Videocardz

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HardwareNoob41 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von MyticDragonblast
        Per se erstmal keine schlechte Sache, da das Binning der Notebookchips ähnlich wie bei den Serverchips in der Regel überdurchschnittlich bis sehr gut ist. Leider kann man bei den OEMs von verdongeltem/gesperrten BIOS und auf Kante genähter Stromversorgung ausgehen(auch wegen Energiespar-Auflagen für Koplett-PCs). Wären hier ein frei konfigurierbares BIOS und "Kanonen auf Spatzen"-Stromversorgung verbaut, dann könnte das durchaus ein Geheimtipp sein, wie ähnliche Exoten in der Vergangenheit namens Pentium M, Opteron, Xeon X/W-5xxx. Gerade der Pentium M hatte mit dem Sockeladapter schon so seine Liebhaber, wischte dieser doch mit dem Pentium 4 den Fußboden.

        MXM-Module sind leider am Markt geflopt, da kein Mensch seine Notebook-Grafikkarte aufrüstet und bis auf Serien mit hoher Ausfallrate wegen Überhitzung(z.b. Wimbledon-XT) präferieren die Notebookhersteller da eher das kompakte Design mit verlöten. Gesockelte CPUs sind aber bis vor kurzem noch recht verbreitet gewesen.
        Intel ist gegenwärtig etwas zu heiß! Daher wird mein nächstes Notebook wohl sicher AMD! Stellt sich die Frage ob Arrowlake gegen Zen 5 was zu melden hat und spätestens mit Zen 6 brechen harte Zeiten für Intel an!
      • Von HardwareNoob41 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von MyticDragonblast
        Per se erstmal keine schlechte Sache, da das Binning der Notebookchips ähnlich wie bei den Serverchips in der Regel überdurchschnittlich bis sehr gut ist. Leider kann man bei den OEMs von verdongeltem/gesperrten BIOS und auf Kante genähter Stromversorgung ausgehen(auch wegen Energiespar-Auflagen für Koplett-PCs). Wären hier ein frei konfigurierbares BIOS und "Kanonen auf Spatzen"-Stromversorgung verbaut, dann könnte das durchaus ein Geheimtipp sein, wie ähnliche Exoten in der Vergangenheit namens Pentium M, Opteron, Xeon X/W-5xxx. Gerade der Pentium M hatte mit dem Sockeladapter schon so seine Liebhaber, wischte dieser doch mit dem Pentium 4 den Fußboden.

        MXM-Module sind leider am Markt geflopt, da kein Mensch seine Notebook-Grafikkarte aufrüstet und bis auf Serien mit hoher Ausfallrate wegen Überhitzung(z.b. Wimbledon-XT) präferieren die Notebookhersteller da eher das kompakte Design mit verlöten. Gesockelte CPUs sind aber bis vor kurzem noch recht verbreitet gewesen.
        Intel ist gegenwärtig etwas zu heiß! Daher wird mein nächstes Notebook wohl sicher AMD! Stellt sich die Frage ob Arrowlake gegen Zen 5 was zu melden hat und spätestens mit Zen 6 brechen harte Zeiten für Intel an!
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Notebook Preise für ein Desktop PC mit Notebook CPU.
        Leider kommt der ohne Akku, ohne Display, ohne Tastatur, ohne Maus/Touchpad und ohne Lautsprecher...
        Zitat von empy
        Ich glaube aber, dass das in Notebooks kaum noch jemand anders macht.
        Es gibt/gab dicke Gaming Laptops mit gesockelter CPU. Aber der Rest war schon immer gelötet, weils dünner ist.
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Per se erstmal keine schlechte Sache, da das Binning der Notebookchips ähnlich wie bei den Serverchips in der Regel überdurchschnittlich bis sehr gut ist. Leider kann man bei den OEMs von verdongeltem/gesperrten BIOS und auf Kante genähter Stromversorgung ausgehen(auch wegen Energiespar-Auflagen für Koplett-PCs). Wären hier ein frei konfigurierbares BIOS und "Kanonen auf Spatzen"-Stromversorgung verbaut, dann könnte das durchaus ein Geheimtipp sein, wie ähnliche Exoten in der Vergangenheit namens Pentium M, Opteron, Xeon X/W-5xxx. Gerade der Pentium M hatte mit dem Sockeladapter schon so seine Liebhaber, wischte dieser doch mit dem Pentium 4 den Fußboden.
        Zitat von HardwareNoob41
        XMG macht das mit dem Verlöten bei Notebooks ! Da meine RTX 2070 max-q abgeraucht ist würde das reparieren ca. 1260 € kosten! Bei Gebrauchtkauft von ca. 590 € , daher halte ich da überhaupt nichts von!
        MXM-Module sind leider am Markt geflopt, da kein Mensch seine Notebook-Grafikkarte aufrüstet und bis auf Serien mit hoher Ausfallrate wegen Überhitzung(z.b. Wimbledon-XT) präferieren die Notebookhersteller da eher das kompakte Design mit verlöten. Gesockelte CPUs sind aber bis vor kurzem noch recht verbreitet gewesen.
      • Von HardwareNoob41 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Mowsel
        Das mit dem verlöten bei Notebooks ist eigentlich Standard.
        Modular sind da eigentlich nur SSD und den meisten Fällen der RAM
        Mag ja sein, aber " nachhaltig " ist was anderes! Aber bei 15,6 Zoll die Leistung limitiert eben die Lebensdauer oder die Lautstärke ist jenseits von gut und böse!
      • Von Mowsel PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von HardwareNoob41
        XMG macht das mit dem Verlöten bei Notebooks ! Da meine RTX 2070 max-q abgeraucht ist würde das reparieren ca. 1260 € kosten! Bei Gebrauchtkauft von ca. 590 € , daher halte ich da überhaupt nichts von!
        Das mit dem verlöten bei Notebooks ist eigentlich Standard.
        Modular sind da eigentlich nur SSD und den meisten Fällen der RAM
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