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Quelle: Rowenta/AEG/Honeywell
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Was sind Qualitätskriterien? Worauf sollte ich vor dem Kauf achten?

Egal, ob Turmventilator, Standventilator oder Deckenventilator, für alle gelten Qualitätskriterien, die das Gerät nützlich und hochwertig machen. Diese Faktoren sind vor dem Kauf zu beachten, damit selbst an den heißesten Sommertagen die Kühlung nicht ausbleibt:

  • Raumgröße und Anwendungszweck
  • Luftumwälzung
  • Art der Luftstromerzeugung
  • Regulierbarkeit
  • Lautstärke
  • Luftfilter
  • Sicherheitsfunktionen
  • Bedienung und Timer

Nachfolgend erklären wir die Kriterien und worauf es dabei zu achten gilt.

Raumgröße und Anwendungszweck

Vor dem Prüfen der Qualitätskriterien der unterschiedlichen Modelle gilt es, die Rahmenbedingungen festzulegen. Einen Tischventilator zu kaufen und dabei zu hoffen, er kann die Raumluft genauso gut umwälzen wie ein Deckenventilator, ist irrsinnig. Soll der Ventilator ausschließlich das Gesicht etwas kühlen und nicht viel kosten, ist der Tischventilator immer die beste Lösung, andernfalls kann ein Deckenventilator, Standventilator oder auch Turmventilator wesentlich effizienter den Raum kühlen.

Um die Raumgröße zu ermitteln, kann der Durchmesser des Ventilators eine Kenngröße sein. Für ein Zimmer, mit einer Raumgröße von maximal 25 Quadratmetern, ist ein Ventilator mit einem Durchmesser von bis zu 30 cm ausreichend. Sollte der Raum größer sein, ist der Durchmesser entsprechend anzupassen. Allerdings sprechen Hersteller inzwischen Empfehlungen aus, an denen sich der Käufer mit etwas Abzug orientieren kann.

Luftumwälzung

Ein Ventilator kann die tatsächliche Raumluft nicht abkühlen, weshalb die Luftumwälzung ein entscheidender Faktor im Vergleich zu einer Klimaanlage ist. Je mehr Luft das Gerät umwälzen kann, desto kühler kommt dem Nutzer der Raum vor. Daher ist eine Luftumwälzung von mindestens 1200 Kubikmeter pro Stunde empfehlenswert. Noch höhere Werte sind natürlich zu bevorzugen. Lediglich ein Tischventilator wälzt wesentlich weniger Luft um, aufgrund des geringeren Durchmessers.

Art der Luftstromerzeugung

Ventilatoren erzeugen die Luftumwälzung durch drehende Rotorblätter oder Luftpumpen. Letzteres ist teurer, aber eleganter, wohingegen Modelle mit Rotorblättern günstiger sind. Lediglich der Deckenventilator ist ausschließlich mit Rotorblättern erhältlich. Sollte der Käufer sich für ein Modell mit Rotorblättern entscheiden, wählt er bestenfalls eines, mit möglichst vielen. Durch die Integration mehrerer Blätter ist der Ventilator leise, obwohl er leistungsstärker ist, da sich diese langsamer drehen müssen, um dieselbe Leistung zu produzieren.

Regulierbarkeit

Ein leistungsstarker Ventilator ist toll, aber die dauerhaft volle Leistung bei angenehmen 25 Grad Celsius weniger toll. Daher sollte der Luftstrom regulierbar sein, bestenfalls so kleinschrittig wie möglich. Bei hochwertigen Ventilatoren sind bis zu zehn unterschiedliche Stärken möglich, wohingegen bereits fünf Leistungsstufen ausreichend sein können. Von Modellen mit nur drei "Windstärken" ist abzusehen, da diese die Luft entweder zu stark oder zu schwach regulieren.

Die große Ventilator-Kaufberatung (4) Quelle: Rowenta Die große Ventilator-Kaufberatung (4)

Lautstärke

Die Lautstärke ist angegeben in Dezibel und entscheidend, falls der Turm- oder Standventilator auch im Schlafzimmer stehen sollte, denn Deckenventilatoren sind vorrangig im Wohnzimmer zu finden.

Die leisesten Geräte erzeugen im Silent-Modus gerade so 40 Dezibel, wohingegen ein Tischventilator bis zu 70 Dezibel laut sein kann. Zum Vergleich: 40 Dezibel gleichen in etwa einem Flüstern oder einem leisen Gespräch, wohingegen 70 Dezibel so laut wie ein Wasserkocher sind. Wer unempfindlich gegenüber Geräuschen ist, kann lautere Modelle wählen, wohingegen empfindliche Menschen insbesondere im Schlafzimmer zu einem Modell mit Silent- oder Nachtmodus greifen sollten.

Die große Ventilator-Kaufberatung (5) Quelle: Rowenta Die große Ventilator-Kaufberatung (5)

Luftfilter

Der Turmventilator ist die einzige Art, die nicht nur die Luft umwälzen, sondern auch filtern kann. Dies bietet sich vorrangig für Allergiker an, denn der integrierte HEPA-Filter sammelt Pollen sowie andere Allergene ein und gibt gereinigte Luft aus. Das können jedoch nur Modelle mit Luftpumpe, da diese die Luft ansaugen und durch einen Filter führen.

Sicherheitsfunktionen

Sind beispielsweise Kinder oder Haustiere im Haushalt, ist dieser Kauffaktor ein Qualitätskriterium für den Ventilator. Bei Modellen mit Rotorblättern muss immer ein Gitter mit dünnmaschigem Netz installiert sein, andernfalls besteht hohe Verletzungsgefahr. Selbst bei Modellen mit Luftansaugung sollte sich das Gerät abschalten, falls ein Gegenstand oder Lebewesen in die Düsen gerät. Dies ist nicht nur auf die Sicherheit des Lebewesens zurückzuführen, sondern auch auf die Funktionsfähigkeit des Geräts. Sollte die Pumpe weiterhin ansaugen, obwohl sie verstopft ist, kann sie sich durch den hohen Widerstand beschädigen.

Bedienung und Timer

Das letzte Qualitätskriterium stellt die Bedienbarkeit des Ventilators dar. Bestenfalls kann der Nutzer den Ventilator in das Smarthome integrieren und so per App oder Sprachkommandos das Gerät steuern. Da dies jedoch nur hochwertigen Modellen vorbehalten ist, sollte zumindest eine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten sein, denn so muss der Nutzer nicht immer zum Ventilator laufen, um Einstellungen vorzunehmen.

Zusätzlich sollte ein Timer vorhanden sein, denn so schaltet sich das Gerät selbstständig ab, wenn der Nutzer es vergessen oder vorher programmiert haben sollte.

Wie viel Strom verbraucht ein Ventilator?

Diese Frage stellen sich nicht nur Sparfüchse, denn es besteht die verbreitete Annahme, dass Ventilatoren wahre "Stromfresser" sind. Dies mag bei älteren Geräten zutreffen, ähnlich wie bei alten Glühbirnen, aber nicht bei neueren Geräten. Um den Stromverbrauch zu ermitteln, ist eine Rechnung vonnöten. Diese lautet:

Watt × Stunden / 1000 × Cent pro Kilowattstunde

Um die Rechnung zu ermöglichen, ist der Verbrauch der Geräte zu ermitteln, die Nutzungsdauer zu schätzen und der Preis pro Kilowattstunde herauszufinden.

Folgende Richtwerte sind bei den unterschiedlichen Arten vorzufinden, können aber von Gerät zu Gerät abweichen:

  • Tischventilator 25 Watt
  • Deckenventilator 30 Watt
  • Turmventilator 50 Watt
  • Standventilator 100 Watt

Durchschnittlich läuft ein Ventilator circa vier Stunden pro Tag und der Durchschnittspreis einer Kilowattstunde beträgt in Deutschland 32 Cent. Daraus ergibt sich für die unterschiedlichen Arten folgender durchschnittlicher Verbrauch pro Tag:

  • Tischventilator 3,2 Cent
  • Deckenventilator 3,84 Cent
  • Turmventilator 6,4 Cent
  • Standventilator 12,8 Cent

Selbst für einen leistungsstarken Bodenventilator sind die Kosten pro Tag verschwindend gering, trotz hoher Strompreise, weshalb der Ventilator kein "Stromfresser" ist.

Kann ich mich durch einen Ventilator erkälten?

Wissenschaftlich ist diese häufige Annahme nicht vollständig gesichert, aber es kann sein, dass durch die Zugluft Atemwege austrocknen und dadurch Erreger leichter in den Körper eindringen können. Zudem beobachten manche Personen, dass sie steife Muskeln durch die vermehrte Auskühlung an gezielten Stellen bekommen können. Auch hierfür gibt es keine fundierte Datenlage. Allerdings sollten diese Personengruppen die direkte Zugluft vermeiden, da zumindest ein "Placeboeffekt" greifen könnte und es so dennoch zu Erkältungssymptomen oder steifen Gliedern kommen könnte.

Ventilatoren: Fazit

Der Ventilator ist ein Segen für den Sommer, denn er kühlt die Raumluft zwar nicht tatsächlich, aber gefühlt und überdies kostengünstig ab. So sind selbst die heißesten Sommertage einigermaßen erträglich und dank neuester Energiesparmaßnahmen muss der Nutzer keine horrenden Stromkosten befürchten. Lediglich empfindliche Menschen sollten bei der Benutzung aufpassen und immer den Timer aktivieren, um Erkältungen oder andere Krankheiten zu vermeiden.

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