Forza Motorsport im Technik-Test: Rasantes Raytracing-Racing [Update]

Forza Motorsport, der nunmehr achte Teil der Simcade-Reihe und der dreizehnte Forza-Titel insgesamt, steht mit modernisiertem Antrieb in den Startlöchern. Erstmals dürfen Raytracing und dynamisches Wetter während der Rennen bestaunt werden. Welche Hardware dafür nötig ist, prüft PCGH im Techniktest von Forza Motorsport 8 am PC.

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Forza Motorsport im Technik-Test: Rasantes Raytracing-Racing
Quelle: PC Games Hardware
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Update vom 6. Oktober: Der Vorabzugang für Käufer der Forza Motorsport Premium Edition ging ohne große Turbulenzen an den Start. Intel hat als erster und einziger Grafikkarten-Hersteller zeitnah einen angepassten Treiber sowohl für Forza Motorsport als auch Assassin's Creed Mirage veröffentlicht. Das ist nicht nur löblich, sondern im Falle von Forza auch notwendig: Erst vorgestern berichteten wir über die offiziellen Aussagen des Support-Teams, wonach Arc-GPUs zum Launch nicht unterstützt werden. Das hat sich mit dem neuen Treiber weitestgehend erledigt, zumindest beim Rasterizing liefern die Intel-GPUs eine tadellose Vorstellung ab - nicht aber beim Raytracing. Zwar sind die Abstürze passé, allerdings krankt die Darstellung an Grafikfehlern. Neben den schwarzen, flackernden Blöcken, die auch AMD-GPUs plagen (siehe Erläuterungen unten), liegt sporadisch ein anderes Artefakt auf dem Bild. Wir haben die Benchmarkwerte der Arc A770 16GB mit dem neuen Treiber aktualisiert und auch die A750 hinzugefügt. Weitere Messwerte folgen, sobald auch AMD und Nvidia neue Treiber veröffentlicht haben.

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Das erste "Next-Gen"-Forza ist da: Im Gegensatz zu Forza Horizon 5 erscheint Forza Motorsport (8) ausschließlich für die aktuellen Microsoft-Konsolen sowie den PC, nicht mehr für die alte Konsolengeneration. Konsequent macht Forza Motorsport grafisch einen Sprung, inklusive verbesserter Technik sowie erweitertem Raytracing-Support. Dabei ist zu beachten, dass Forza Motorsport und Forza Horizon zwei verschiedene Konzepte, im Grunde zwei unterschiedliche Genres innerhalb eines größeren darstellen. Während Horizon den Fokus auf die offene Welt und eher arcade-lastiges Fahrvergnügen steht, soll Motorsport mit einem Schwerpunkt auf Realismus sowie einem physikgetreuen Fahrmodell die Simulationsfreunde ansprechen. Mit Forza Motorsport 8, dem ersten vollwertigen Next-Gen-Titel dieser Reihe, soll dieser Umstand nochmals betont in das Gameplay einfließen - auch, um Sonys Grand Turismo effektiv Paroli bieten zu können. Falls Sie mehr zum Gameplay und Inhalt erfahren möchten, schauen Sie gerne bei unseren Kollegen von der PC Games vorbei - in diesem Artikel dreht sich alles um die Technik von Forza Motorsport 8 PC.

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Forza Motorsport: Anforderungen und Technik

Für Microsofts jüngste Edelraserei haben sich die federführenden Turn 10 Studios viel vorgenommen. Die Entwicklung von Forza Motorsport 8 nahm ganze sechs Jahre in Anspruch. Befeuert wird das Rennspiel wie gehabt von der hauseigenen Forzatech-Engine, die auch in Forza Horzion 5 genutzt wird, allerdings in modernisierter Form. Die überarbeitete Technik sowie der umfangreiche Ausbau der Fahr- und Reifenphysik machten es nötig, sämtliche Strecken von Grund auf neu zu gestalten. Während der Rennen (optional) dynamisch wechselndes Wetter, Verbesserungen am Beleuchtungssystem, der Einsatz von Raytracing sowie Fortschritte bei temporalen Upsampling-Verfahren haben außerdem zu einer Abkehr von MSAA geführt. Nach der PC-Version von Forza Horizon 5 ist in Forza Motorsport 8 nun auch auf den Konsolen TAA aktiv und funktioniert prächtig.

Damit das Spiel auf den aktuellen Xboxen flüssig läuft, nutzt Forza Motorsport weitere Features: Neben dem das Streaming begünstigenden Direct Storage kommt FSR-2-Upsampling zum Einsatz, um der gestiegenen Grafikpracht und den Anforderungen des Raytracings Herr zu werden. Diese Kombination verhilft der Series X dazu, (hochgerechnete) 4K-Grafik samt Raytracing mit 60 Fps darzustellen. Diese Features - inklusive Direct Storage - stehen auch auf dem PC zur Verfügung, ebenso ein sich dynamisch anpassender Detailgrad. Auf dem PC können Sie die Qualität allerdings noch weiter erhöhen, die dynamischen Qualitätsanpassungen Ihren Wünschen anpassen oder diese für maximale Grafikpracht ganz deaktivieren. Wer noch immer Performance überschüssig hat, darf zudem via Auflösungsskalierung Supersampling zuschalten. Doch Vorsicht, die empfohlenen Systemanforderungen für Forza Motorsport sind gehoben:

Forza Motorsport 8 PC: Systemanforderungen und empfohlene Hardware Quelle: Microsoft/Turn 10 Forza Motorsport 8 PC: Systemanforderungen und empfohlene Hardware Das Grafikmenü in Forza Motorsport 8 PC ist erfreulich umfangreich und bietet neben einer Fülle an Oberflächen-Individualisierungsmöglichkeiten und umfangreichen Einstellungen bei Schwierigkeits- respektive Simulationsgrad außerdem eine Vielzahl Grafikoptionen an. Diese unterscheiden sich ein wenig von den Settings in Forza Horizon 5, so können Sie etwa die Qualität der Spiegelungen auf Lack und Scheiben der Fahrzeuge getrennt voneinander regeln, die Welt-Textur-Qualität des Open-World-Horizons ist der Streckentexturqualität in Motorsport gewichen.

Interessanterweise lässt sich Raytracing auch auf nicht offiziell dazu fähigen Grafikkarten aktivieren, zumindest auf der von uns stichprobenartig genutzten Radeon RX 5700 XT. Das Bemerkenswerte: Anscheinend ist der Schalter kein reiner Dummy, sondern aktiviert tatsächlich Raytracing auf alten GPUs - nur nicht das volle Spektrum. So fehlen zwar die RT-Reflexionen, allerdings scheint die (subtile) RT-AO zu laufen; der Leistungseinbruch und die veränderte Schattierung auf den folgenden Screenshots liefern Anschauungsmaterial. Die zum Vergleich herangezogene Geforce RTX 2060 stellt alle Effekte dar und dient somit als Referenz.

Wie bereits erwähnt, bietet Forza Motorsport nur noch Temporal-Anti-Aliasing (TAA). Die daran anschließenden Upsampling-Verfahren variieren je nach installierter Grafikkarte. Bei Geforce-RTX-GPUs wird ausschließlich DLSS (ohne Frame Generation) angeboten, bei Geforce GTX sowie AMD- und Intel-GPUs hingegen nur FSR 2. XeSS sowie AMDs neue Frame Generation, die potenziell Grafikkarten jedes Herstellers (und selbst den Xboxen) Beine machen könnte, ist aktuell nicht in Forza Motorsport integriert. Doch eventuell tut sich an dieser Stelle in naher Zukunft noch etwas.

Letzteres ist generell zu hoffen, denn die uns vorliegende Review-Version weist noch einige Kinderkrankheiten auf. So hatten wir immer wieder Probleme mit der korrekten Vollbild-Darstellung: Mal flackert das Bild, ein anderes Mal präsentiert uns Forza einen Blackscreen, obwohl das Spiel im Hintergrund läuft - diese Probleme hatten wir allerdings nur mit der Store-Version, nicht via Steam. Daneben erblickten wir waschechte Grafikfehler auf allen Test-PCs: Während die Raytracing-Umgebungsverdeckung (RT-AO) auf allen GPUs hier und da flackert, weisen Radeon- und Arc-GPUs weitere Probleme auf. So kommt es auf AMD- und Intel-GPUs mit aktivem Raytracing zu Artefakten innerhalb von Reflexionen (schwarze, flackernde Blöcke) - obwohl das Spiel für den Vorabzugang auf Version 1.488 aktualisiert wurde. Da diese Probleme identisch aussehen, vermuten wir einen Spiel- und nicht etwa um einen Treiber-Bug, welcher eines Updates bedarf.

Auf der Gameplay-Seite wirkt die KI noch etwas zahm und fährt selbst bei höchstem Drivatar-Difficulty langsam und recht stumpf die Ideallinie ab und lässt sich aktuell viel zu leicht besiegen. Offenbar fehlt noch etwas KI-Training, eventuell kommt bei unserer Testversion aber auch noch eine Art "Save-Mode-KI" zum Einsatz. Eine wirkliche Herausforderung sind die KI-Kumpanen bisher jedenfalls erst auf hohem bis maximalem Schwierigkeitsgrad. Und selbst dann lassen sie sich oft auf der Bremse innen überholen, fahren auf Geraden nicht Vollgas oder bei nasser Fahrbahn wie an der Perlenkette aufgezogen Ideallinie, sodass man sie einfach auf der Kurvenaußenseite umtanzen kann. Die KI fährt obendrein merklich lackschonender als in Forza Horizon 5 und verzichtet immerhin auf Break-Checks mitten auf der Geraden, doch hat sie definitiv noch einige Macken und fährt Ihnen in Kurven noch immer mit Vorliebe ins Heck. Ebenfalls ein wenig wie Horizon mutet an, dass das Gegnerfeld auf maximalem Schwierigkeits- und Drivatar-Grad aus mehreren "Gruppen" besteht, wobei sich die hinteren Reihen sehr einfach überholen lassen. Das kleinere Mittelfeld bietet indes ein wenig Herausforderung, ist aber dennoch leicht besiegt. Die ersten drei oder vier Fahrzeuge können sich allerdings oftmals weit vom restlichen Feld absetzen und sind bei kurzen Rennen und einem Start aus dem hinteren Feld kaum einzuholen. Das ist zwar wesentlich besser und realistischer als eine Gummiband-KI, wirkt aber dennoch, als wäre noch ein wenig Feintuning vonnöten.

Eine weitere Seltsamkeit betrifft das ABS. Wird dieses deaktiviert, steuern sich selbst Hecktriebler mit Mittelmotor extrem frontlastig. Ohne ABS untersteuern sämtliche Fahrzeuge heftig, selbst extreme PS-Boliden wie der McLaren M8B steuern sich, als wäre der dicke 7,0-Liter-V8-Bigblock nicht über der Hinterachse, sondern in Form eines Schiffsankers weit vor der Frontachse verbaut. Hier fehlt definitiv noch etwas Feintuning - auffällig dabei ist, dass bei Forza Horizon 5, zumindest zu Beginn, ein ähnliches Problem mit deaktiviertem ABS auftrat.

Auf der folgenden Seite beleuchten wir den Hardware-Anspruch von Forza Motorsport 8 mit Fokus auf die Grafikkartenleistung, sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing. Aufgrund der weiterhin bestehenden Grafik-Probleme handelt es sich um eine Momentaufnahme, weitere Messungen inklusive Prozessor-Benchmarks liefern wir zum breiten Release des Spiels am 10. Oktober nach.

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  1. Seite 1 Forza Motorsport: Anforderungen & Übersicht
  2. Seite 2 Forza Motorsport: Benchmarks mit und ohne RT
  3. Seite 3 Forza Motorsport: Fazit
    • Kommentare (136)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Ich wollte was nachschauen, dabei sah ich, dass die RT-Benches nicht da sind.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von GEChun Volt-Modder(in)
        Zitat von meckswell
        Wenn ein Mensch etwas trainiert, wird er meistens darin besser, aber bei einer GPU funktioniert das nicht. Das finde ich schade. Ich glaube, dass es denkbar ist, dass das gehen würde, vllt später einmal.

        Du kaufst eine dumme GPU und formst ihre Leistung nach deinen Wünschen. Das wäre stark.
        Das Problem ist doch das die Computer Hardware bereits technisch am Maximum läuft, kannst du ja an der Auslastung erkennen.

        Klar kann man die Berechnungsart und die Software noch anpassen aber mehr als das Maximum ist nicht drin.

        Daher kann eine Hardware auch nicht mehr Leistung antrainieren, weil sie müsste sich dazu physisch verändern... Das ist unmöglich, Gewebe ergänzt sich aber Metalle und Platinen nicht.
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Wenn ein Mensch etwas trainiert, wird er meistens darin besser, aber bei einer GPU funktioniert das nicht. Das finde ich schade. Ich glaube, dass es denkbar ist, dass das gehen würde, vllt später einmal.

        Du kaufst eine dumme GPU und formst ihre Leistung nach deinen Wünschen. Das wäre stark.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von meckswell
        Kann man die Raytracingleistung der GPU trainieren, verbessern, burn innen?
        Nein.
        Zitat von meckswell
        Wird die Raytracing Leistung dadurch besser, gleich, oder GPU-schädigend sein? Es handelt sich um eine 6700 XT.
        Es wird sich nichts verändern und das einzige was du damit erreichst ist völlig unnötiger Stromverbrauch.
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Kann man die Raytracingleistung der GPU trainieren, verbessern, burn innen?

        Die Raytracingleistung der 6000er Karten ist so schwach. Sie können es nicht, weil sie es nicht kennen. Ich habe mir gedacht, mach ein Raytracingrennen evtl Hakone nachts im Regen und lass die Aufzeichnung die ganze Nacht laufen, als Raytracingtraining quasi Burn In.

        Wird die Raytracing Leistung dadurch besser, gleich, oder GPU-schädigend sein? Es handelt sich um eine 6700 XT.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das ist auf der Nordschleife (Mittel, Volles Ray+RTAO Hoch)
      Direkt zum Diskussionsende
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