FSR 4.1 für Radeon RX 7000: Benchmarks und Fazit
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FSR 4.1 für Radeon RX 7000: Benchmarks und Fazit

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Wir kommen zum zweiten und letzten wichtigen Punkt: den Leistungskosten und der Frage, ob und in welchem Maße FSR 4 auf RDNA-3-GPUs kostspieliger ist.

Wie viel kostet FSR 4.1 auf RDNA 3? Wir haben die Leistungskosten anhand von drei RDNA-3-Grafikkarten angesehen: Radeon RX 7900 XTX, RX 7800 XT und RX 7600. Damit bilden wir das gesamte RDNA-3-Spektrum ab, von Navi 33 mit 8 GiByte VRAM, über Navi 32 mit 16 GiByte bis hinauf zum Topmodell Navi 31 mit 24 GiByte. Ist FSR 4 deutlich teurer als FSR 3?

FSR 4.1 vs. 3.1: Benchmarks

Für die Benchmarks haben wir drei populäre Spiele mit grundverschiedenen Engines auserkoren: Crimson Desert, Forza Horizon 6 und Gothic Remake. Jede Grafikkarte absolviert die Tests in der für sie passenden Auflösung, einmal mit FSR 4.1 und einmal mit FSR 3.1. Wir testen jeweils alle verfügbaren Presets: Native AA, Quality, Balanced, Performance und Ultra Performance (Nativ, Qualität, Ausgeglichen, Leistung, Höchstleistung). Kommen wir direkt zu den Ergebnissen:

Wie Sie sehen, tritt in den allermeisten Fällen das Erwartete ein: FSR 4.1 ist aufgrund der komplexeren Berechnungen teurer als FSR 3.1. Der Unterschied schwankt je nach Spiel, Grafikkarte und Einstellung. Besonders auffällig ist der Modus Ultra Performance (UP), welcher bei FSR 4.1 signifikant teurer ist als mit FSR 3.1. Mit anderen Worten: Die Beschleunigungswirkung durch die eingesparten Pixel fällt nicht so hoch aus. Es ist insofern bemerkenswert, dass es nicht an den Kosten pro Pixel liegt, denn der "Native Mode" ist bei FSR 3.1 fast genauso teuer wie bei FSR 4.1. Die Schere zwischen Version 3 und 4 geht erst auf, wenn man den Upscaling-Faktor erhöht.

Neben den Bildraten haben wir bei allen Benchmarks auch die Speichernutzung protokolliert. An dieser Stelle wird es interessant:

VRAM-Allokation (7900 XTX @ UHD/4K)
Crimson Desert Modus Max. Allokation
FSR 4.1 Native 10,9 GiB
  Quality 9,0 GiB
  Balanced 8,7 GiB
  Performance 8,6 GiB
  Ultra Performance 8,2 GiB
FSR 3.1 Native 11,0 GiB
  Quality 9,1 GiB
  Balanced 8,8 GiB
  Performance 8,7 GiB
  Ultra Performance 8,2 GiB
Forza Horizon 6 Modus Max. Allokation
FSR 4.1 Native 11,9 GiB
  Quality 11,6 GiB
  Balanced 11,5 GiB
  Performance 11,4 GiB
  Ultra Performance 11,3 GiB
FSR 3.1 Native 12,3 GiB
  Quality 12,0 GiB
  Balanced 11,9 GiB
  Performance 11,8 GiB
  Ultra Performance 11,7 GiB
Gothic Remake Modus Max. Allokation
FSR 4.1 Native 9,9 GiB
  Quality 8,4 GiB
  Balanced 8,1 GiB
  Performance 7,7 GiB
  Ultra Performance 7,4 GiB
FSR 3.1 Native 10,2 GiB
  Quality 8,4 GiB
  Balanced 8,0 GiB
  Performance 7,7 GiB
  Ultra Performance 7,2 GiB

Offenbar zahlen sich AMDs Optimierungsarbeiten aus: FSR 4 Int8 führt in beinahe jeder Probe zu einer etwas geringeren Speicherallokation als FSR 3.1. Die Unterschiede sind zwar nicht weltbewegend, können aber das Zünglein an der Waage sein - beispielsweise auf der speicherseitig gehandicapten Radeon RX 7600 oder der neuen Steam Machine. Mit 8 GiByte ist man auf jedes freie Megabyte angewiesen.

FSR 4.1 für Radeon RX 7000: Fazit

AMD hat Wort gehalten und FSR 4.1 offiziell für ältere Radeon-Grafikkarten freigegeben - so sieht gute Produktpflege aus. Gegenüber FSR 3.1 können die Leistungsansprüche relativ deutlich sein, das KI-unterstützte Upsampling stellt klar höhere Berechnungskosten. Allein auf die Bildraten bezogen ist FSR 4 als Geschwindigkeits-Boost also etwas weniger effektiv als FSR 3 oder noch frühere und simplere Bildhochrechnungsalgorithmen, allerdings ist das Bild qualitativ wesentlich sauberer und stabiler. Als temporales Upsampling-Verfahren mit einem Bezug sowohl auf Performance als auch Bildqualität bietet FSR 4 daher eine zumeist wesentlich bessere Balance aus Qualität und Leistung.

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Dies gilt erfreulicherweise auch für ältere Radeon-Grafikkarten: Zwar ist FSR 4 tendenziell ein wenig kostspieliger auf RDNA-3-Grafikkarten, doch unseren ersten Erfahrungen und Tests zufolge ist die gegenüber FSR 3 wesentlich verbesserte Bildqualität nahezu immer die leicht erhöhten Kosten wert. Auch als Besitzer einer Radeon RX 7000 kann man sich der stark verbesserten Upsampling-Präsentation erfreuen.

RDNA-2-Besitzer müssen sich hingegen noch gedulden. Laut AMD werden Nutzer einer Radeon RX 6000 erst ab 2027 mit FSR 4.x bedient. Falls Sie nicht warten möchten, können Sie sich beispielsweise mithilfe des Tools Optiscaler behelfen. Damit können Sie mit wenigen Klicks FSR 4 in der Version 4.0.2c aktivieren - auch auf RDNA 2. Wie dies geht, können Sie einfach und bequem in unserem Video erfahren.

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von j-s2 Schraubenverwechsler(in)
        Wie sieht es denn bei der 7900 GRE aus?
      • Von j-s2 Schraubenverwechsler(in)
        Wie sieht es denn bei der 7900 GRE aus?
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Vielen Dank für den Test und gut das AMD sich nun endlich bewegt hat.

        Herzlichen Glückwunsch an alle 7er.. Besitzer, die sich lange die Nase an der 9er.. Scheibe platt gedrückt hatten und nach den ersten Nachrichten von AMD, FSR 4 nicht zu überstürzen, enttäuscht gefühlt haben.
      • Von masto-don Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das kann sich wirklich sehen lassen. Sehr gut!
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Bei Nativ, gefällt mir FSR3 etwas besser, bei FSR4 sehe ich eine leichte Unschärfe.
        Zumindest in Death Stranding, dem Gothic Remake sowie Horizon Forbidden West.

        In Forza würde ich jedoch FSR4 Nativ bevorzugen. Evtl. liegts aber auch an einer minimalen Abweichung der Beleuchtung, die sich beim erstellen der Screenshots wohl nicht vermeiden lässt.
        In Stalker kann ich es nicht sagen, da die Unterschiede der Beleuchtung zu groß sind.

        Möglich das in der Tabelle zur Speicherauslastung ein paar vertauscht wurden?
        Unter G1R sind bei ein paar die Auslastung mit FSR3 geringer als mit FSR4 (genauer: Balanced & Ultra Performance)
        Bei den Werten aus den beiden anderen spielen, konnte FSR3 nie geringere Auslastung vorweisen, und auch wird im Fließtext nicht auf die geringeren FSR3 Werte in G1R eingegangen, daher meint Verdacht es wurde versehentlich vertauscht.
      • Von Aldrearic Software-Overclocker(in)
        Schlechter Test, schlechter Test Ach ne falsch.
        Guter Test guter Test Wollte schon schreiben ihr habt HFW nicht getestet. Schaute mit FSR3 wirklich nicht gut aus, hab es so gespielt um auf flüssige fps zu kommen
        Man sieht es auf den ersten Blick bei Screenshots nicht direkt, Unterschiede fallen bei bewegt Bilder direkt auf zwischen FSR3 und 4.

        Schön das AMD es auf die älteren Generationen offiziell bringt
      Direkt zum Diskussionsende
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