Speicherkrise weitet sich aus: HDD-Preise schießen in die Höhe
Nach RAM und SSD steigen nun auch die Preise für Festplattenspeicher messbar an. Doch warum erfreut sich die alte Magnetscheibe gerade jetzt so großer Beliebtheit? Droht ein weiterer Engpass?
Seit Monaten greift die Knappheit und die damit verbundene Preissteigerung von Speichermedien schon um sich. Besonders RAM-Riegel sind vom "Speicherrausch" betroffen, doch die SSDs bleiben auch nicht verschont. Jetzt hat die Speicherdürre allem Anschein nach auch den Festplattenmarkt erreicht.
Steile Kurve
Nach einem Bericht des Digitimes Asia steigen die Preise für HDD-Speicher in diesem Quartal enorm an. Analysten leiten daraus ab, dass sich im Verlauf des nächsten Jahres eine Knappheit bemerkbar machen könnte. Da besonders große Unternehmen bevorzugt beliefert würden, läge die Krux dieses Mangels besonders auf dem Rücken der Verbraucher, die bereits durch die horrenden RAM-Preise belastet werden.
Seagate IronWolf NAS HDD +Rescue 4TB
Konkret gibt Digitimes an, dass der Preis für 3,5-Zoll-HDDs (Desktop- und Überwachung) mit einem Terabyte Speicherkapazität im Q/Q-Vergleich (Quartal-zu-Quartal-Vergleich) um rund vier Prozent gestiegen sei und jetzt bei etwa 53 US-Dollar liege, also rund 45 Euro. Mit diesem Anstieg von vier Prozent erlebt der HDD-Markt die steilste Preissteigerungskurve seit dem vierten Quartal 2023.
Im Speicherrausch
Nachdem die altbewährte HDD mit dem Aufkommen der schnelleren und leiseren SSDs etwas in den Hintergrund gerückt war, erlebte sie, einem Artikel von Techpowerup zufolge, besonders in China eine Renaissance. Die PC-Besitzer dort zeigen eine Vorliebe für heimisch produzierte CPUs und Betriebssysteme, was vor allem beim eigenhändigen Schrauben an ihren PCs in bestimmten Konfigurationen die Verwendung eines HDD-Speichers am Bus begünstigt.
Außerdem sind die SSDs zwar schnellere Speichermöglichkeiten, bereiten allerdings Sorgen aufgrund ihrer begrenzten Speicherkapazität. Große Cloud-Betreiber und Hyperscaler in den USA weiten unterdessen ihre Speichersysteme der Exabyte-Klasse aus, während KI-Labore für das Speichern ihrer LLMs inzwischen auch auf HDD-Strukturen umsteigen, sofern es nicht auf die Ladegeschwindigkeit ankommt.
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Quellen: TechPowerUp, DigiTimes Asia, ComputerBase

Wer jetzt wg. Intenso meckert - es ist eine WD mit CMR drin, leiser und kühler als meine MYBook.
Das war schon teuer genug (~ 8200 EUR)
Wenn die jetzt gebraucht das vierfache wert werden dann WTF
Ich sehe nicht wo der erhöhte Bedarf herkommen soll, es sei denn die Produktion wurde reduziert und damit die Verfügbarkeit künstlich verknappt...
Außer er meint irgendwelche "refurbished" Teile und hat da nicht darauf geachtet, dass es sich nicht um Neuware handelte. Aber wahrscheinlich sind selbst die nicht mehr für 240 zu haben.