Phison: SSDs werden knapp und stehen 2027 vor einer Preisapokalypse
Die hohe Nachfrage nach SSDs aufgrund des wachsenden KI-Marktes soll die Speicherpreise laut Phison künftig weiter in die Höhe treiben.
Während sich die SSD-Preise aktuell im Gegensatz zu DDR5-RAM noch in Grenzen halten, soll der weltweite Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz bei Solid-State-Drives bald deutliche Auswirkungen zeigen. Laut Khein-Seng Pua, CEO von Phison Electronics, habe die hohe Nachfrage bereits zu einer gravierenden Verknappung wichtiger Speicherchips geführt, wodurch sich die Preise innerhalb von nur sechs Monaten verdoppelt haben, wie Digitimes berichtet.
Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei NAND-Flash-Speichern werde laut Pua wahrscheinlich noch mehrere Jahre anhalten, da Chiphersteller beim Bau neuer Fabriken weiterhin zurückhaltend seien. Er hielt dem Bericht nach fest, dass die Preise für gängige Speicherkomponenten, wie TLC-NAND mit 1 Terabit, von 4,80 US-Dollar im Juli 2025 auf 10,70 US-Dollar im November 2025 geklettert seien. Selbst ältere MLC-Chips mit geringer Dichte sollen sich im Preis verdoppelt haben. Der Preisaufschwung habe sich seit Oktober 2025 beschleunigt, wobei einige Chip-Kategorien seit dem Frühjahr 2025 um über 100 Prozent gestiegen seien.
Phison als bedeutender Anbieter von NAND-Controllern profitiert von dieser Entwicklung und meldete für das dritte Quartal 2025 einen Umsatzanstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Auch die Bruttomarge stieg auf 32,4 Prozent und der Nettogewinn erreichte mit 72,27 Milliarden Taiwan-Dollar den höchsten Stand seit drei Quartalen. Der Umsatz im Oktober 2025 stieg im Vergleich zum Vorjahr um 90 Prozent, was auf einen massiven Anstieg der Auslieferungen von PCI-E-SSD-Controllern um 280 Prozent zurückzuführen sei.
KI sorgt für hohen SSD-Bedarf, doch es kommt zu wenig nach
Pua erklärte, dass die intensive Nachfrage durch KI-Workloads ein "strukturelles Wachstum" im Bereich der Datenspeicherung befeuert. Hyperscale-Cloud-Dienstleister erweitern ihre Rechenzentren schnell, um Schritt zu halten. Dieser Trend beschleunige auch die Abkehr der Branche von herkömmlichen Festplattenlaufwerken (HDDs) hin zu schnelleren Solid-State-Speichern, was den Druck auf die NAND-Versorgung weiter erhöht.
NAND-Hersteller würden nach Jahren geringer Rentabilität zögern, ihre Produktionskapazitäten zu erweitern. Pua warnte dahingehend auch, dass neue Produktionslinien voraussichtlich erst Ende 2027 in Betrieb genommen werden können. Angesichts der weiter steigenden Nachfrage aus dem Bereich KI und Cloud-Dienste könnten knappe Lieferbedingungen voraussichtlich "zum neuen Industriestandard werden", heißt es in dem Bericht.
Phison habe sich den größten Teil seines NAND-Angebots für 2026 indes während einer Flaute Mitte 2025 gesichert und langfristige Vereinbarungen mit sechs Lieferanten bis 2026 verlängert. Dennoch sollen die Kapazitäten nicht ausreichen, da die meisten Hersteller bereits bis 2026 "ausverkauft" sind. Derweil reduziere das Unternehmen bewusst Lieferungen an den Einzelhandel, um sich auf margenstärkere Unternehmens- und Industriekunden zu konzentrieren. Phison geht davon aus, dass der Umsatz mit SSDs für Unternehmen bis 2026 auf 20 bis 30 Prozent seines Gesamtumsatzes steigen wird.
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Nun ja Villeicht habe ich ja Glück und kann heuer noch den neuen PC zusammen bauen. Aufpreis bisher rund 60€ mehr als gedacht. Nächstes Jahr geht der Preis bestimmt noch weiter nach oben oder wenn weihnachtszeit ist. Firmen scheinen echt wie die Wilden zu kaufen.
Wenn sogar eine sata SSD um rund 30€ teuer geworden ist.
Nun ja das ist echt der Wahnsinn. Aus dem entkommt wirklich keiner . Nur noch bei nicht kaufen.