Ultrastar Archive Ha10: HGST bringt erste 10-TByte-HDD auf den Markt
HGST hat die Auslieferung der Ultrastar Archive Ha10 an Server- und Datencenter-Betreiber angekündigt. Dabei handelt es sich um die erste Festplatte mit einer Kapazität von 10 Terabyte am Markt. Einen Preis nennt der Hersteller noch nicht, der dürfte dank Heliumfüllung und der Speichermenge als Alleinstellungsmerkmal aber sehr hoch sein.
Im September 2014 hatte die Western-Digital-Tochter HGST eine 10-TByte-Festplatte mit Heliumfüllung und SMR-Technik angekündigt, die jetzt unter dem Namen Ultrastar Archive Ha10 ausgeliefert wird – so zumindest an Anbieter von Servern und Datenzentren. Damals versprach man sich davon die "niedrigsten Kosten in Euro/TB und den geringsten Stromverbrauch in Watt/TB". Für welchen Preis die Laufwerke verkauft werden, gibt HGST derweil noch nicht an. Da schon die kleine Schwester 600 Euro auf dem Endkundenmarkt kostet, dürfte der Neuling auf die 1.000 Euro zulaufen.
Durch das sogenannte Helioseal sollen weniger Strömungseffekte bei der Drehung der Platter erzeugt werden, wodurch diese enger positioniert werden können. Zudem sollen Vibrationen verringert, der Wärmeübergang ans Gehäuse verbessert und dadurch die Geräuschkulisse sowie Kühlung verbessert werden. "Shingled Magnetic Recording" (SMR) kommt bereits beim Konkurrenten Seagate zum Einsatz: Der Abstand der Spuren auf einem Platter wird verkleinert, indem die Daten wie Schindeln, also überlappend, arrangiert werden. Die dadurch erhöhte Kapazität hat jedoch auch ihren Preis: Die Lese- und insbesondere die Schreibgeschwindigkeiten sinken, je stärker sich die Daten überlappen.
Nunmehr angegeben werden die Spezifikationen der Ultrastar Archive Ha10. Die erreiche sequenzielle Übertragungsraten von 157 MB/s lesend und 68 MB/s schreibend. Der DRAM-Cache wird auf 256 Megabyte beziffert, was einer Verdopplung gegenüber den 8-TByte-Version entspricht. Die SATA-6Gbit/s-Variante verbrauche unter Last 7,6 Watt, im Leerlauf 5,1 und sollte in den kommenden Wochen auch im Endkundenhandel auftauchen.
Quelle: HGST (Pressemitteilung, Produktseite)

oh je nur kunden das Geld aus taschen ziehen
Gerade bei den Preisen zu Beginn werden 90% der verkauften Platten ganz sicher an Firmen/Rechenzentren/etc. gehen. Und die werden sich natürlich vorher gut überlegen, ob ihnen die 68 mb/s ausreichen oder nicht. Für Archivierungs-Zwecke (z.B. in Rechenzentren) völlig ausreichend. Magnetische Festplatten und Magnetbänder sind eben noch immer mit Abstand die sichersten Datenspeicher, was die Langzeit-Haltbarkeit betrifft