Doom Eternal im XXL-Test: id Softwares schönstes, brutalstes & bestes Doom [UPDATE: 34 GPUs]

Doom Eternal im Test - jetzt mit 34 getesteten Grafikkarten: Vier lange Jahre mussten Doom-Fans auf einen Nachfolger warten. Seit dem 20. März ist der neueste Spross der legendären Shooter-Serie endlich verfügbar. PCGH verbrachte die vergangenen Tage mit Dämonen- anstelle von Virenjagd und hat dabei unzählige Technik-Informationen sowie Benchmarks zusammengetragen. Warum "Doom 2020" aus fast jeder Perspektive ein exzellentes Spiel ist, erfahren Sie im Techniktest von Doom Eternal.

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Doom Eternal im XXL-Test: id Softwares schönstes, brutalstes & bestes Doom
Quelle: PC Games Hardware

Doom Eternal ist nach rund vier Jahren Entwicklungszeit endlich fertig. Es handelt sich um das erste Spiel, welches auf der id-Tech-7-Engine basiert. Der neue Technikmotor der texanischen 3D-Veteranen verzichtet erstmals vollständig auf Megatexturing, das kontroverse Hauptmerkmal der noch von John Carmack entwickelten id Tech 5 (u. a. bekannt aus Rage), das auch id Tech 6.x noch zu Teilen mit sich herumschleppte. Zudem setzt die Engine vollständig auf die Lower-Level-API Vulkan, was eine sehr gute Prozessornutzung ermöglicht. Die Hauptunterschiede zur id-Tech-6-Engine sind zahlreich. So werden unter anderem eine Million weniger Zeilen im Code benötigt, da der alte OpenGL-Renderer entfernt wurde. Die Unterstützung für HDR und bessere Texturen wurde eingebaut, die globale Beleuchtung wurde optimiert, das Partikelsystem massiv überarbeitet, um größere Explosionen und mehr volumetrische Effekte zu ermöglichen, die maximale Framerate wurde auf 1.000 erhöht, die Auslastung für Mehrkern-CPUs signikant verbessert. Des Weiteren ist die id Tech 7 in der Lage, doppelt so große Areale wie sein Vorgänger zu berechnen.

Die zahlreichen Optimierungen wirken sich massiv auf die Systemanforderungen aus, sowohl nach oben als auch nach unten. Das optische Ergebnis ist über fast jeden Zweifel erhaben. Doch wie läuft "Doom 2020" auf gängiger Hardware? Drei PCGH-Redakteure haben je 666 Dämonen filetiert, gegrillt, gefrostet, in die Luft gesprengt oder sonstwie zurück in die Hölle befördert und dabei alle Technikeindrücke für Sie festgehalten.

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Doom Eternal: Technikdetails

Die offiziellen Systemanforderungen und die empfohlene Hardware für verschiedene Ansprüche lauten wie folgt:Solch umfangreiche Empfehlungen seitens der Entwickler sieht man selten. Wir haben die Informationen auf das Nötigste reduziert. Wer seine Augen über die zahlreichen Grafikkarten schweifen lässt, stellt fest, dass diese von unten nach oben immer mehr Grafikspeicher besitzen. Das liegt in der grafischen Güte von Doom Eternal zugrunde, denn ähnlich wie in Red Dead Redemption 2 (PC) definieren sich die maximalen Grafikeinstellungen an der Menge des Grafikspeichers. Sind derer beispielsweise nur 4 GiByte verbaut, kommen Sie nicht in den Genuss höchster Details. Wie sich das in der Praxis auswirkt, überprüfen wir mit mehreren Bildvergleichen. Um in WQHD die höchste Detailstufe "Ultra-Albtraum" aktivieren zu können, wird mindestens eine Grafikkarte mit 8 GiByte Speicherkapazität benötigt. Dazu gleich mehr.

Werfen wir zum Einstand einen Blick in die spieleigene Konsole, welche unter anderem die Spiel- und Engine-Version offenbart: Die Entwickler haben zum Launch auf Steam ein FAQ eingerichtet. Hier finden sich alle Informationen, die für einen reibungslosen Start nötig sind. Das Wichtigste ist dabei die Vorbereitung: AMD und Nvidia haben passende Treiber für Doom Eternal bereitgestellt, namentlich die Radeon Software Adrenalin 20.3.1 Beta und den "game-ready driver" (GRD) Geforce 442.74 WHQL. Über www.bethesda.net wird es möglich sein, den Account mit der erworbenen Kopie von Doom Eternal zu verknüpfen, was Skins und weitere Extras freischaltet. Des Weiteren hält die Seite eine Liste mit bekannten Fehlern der Steam-Version sowie spezifische Probleme mit dem PC bereit. Wir haben beim Spielen übrigens keinen dieser Bugs erlebt, die bereits der Review Code lief tadellos.
Doom Eternal (Final): Version 1.0.2, basierend auf id Tech 7.1.1 und konsequenter Vulkan-Nutzung Quelle: PC Games Hardware Doom Eternal (Final): Version 1.0.2, basierend auf id Tech 7.1.1 und konsequenter Vulkan-Nutzung

Unzählige Optionen, auch bei der Grafik

Doom Eternal ist ein Fest für Einstellungsfanatiker und somit ein würdiger Vertreter der Gattung PC- und id-Software-Spiel. Allein das Grafikmenü benötigt ein paar Sekunden, um alle Optionen zu sichten - das Herumspielen damit dauert ungleich länger. Am besten, Sie klicken sich durch die folgende Übersicht. Einige der Optionen erläutern wir im Anschluss. So viel vorweg: Läuft Doom Eternal mit den automatisch gesetzten Einstellungen nicht zufriedenstellend, lässt sich das mit großer Wahrscheinlichkeit ändern. Das fängt bei diversen entweder einzeln oder mittels globalen Presets einstellbaren Grafikoptionen an und endet bei Liebhaber-Details wie dem abschaltbaren HUD.

Wichtig: Doom Eternal ist eine Diva, was Overlays (On-Screen-Displays) angeht. Der MSI Afterburner 4.6.2 ist nicht in der Lage, auch nur einen Screenshot zu erstellen. Radeon Relive und das Radeon Overlay funktionierten bei unseren Ausflügen, allerdings nur bei nativer Auflösung; die Performance Metrics lassen sich hingegen zuverlässig einblenden (und sind es auf den obigen Shots). Nvidias Geforce Experience ist ebenfalls in der Lage, Doom Eternal in Bilddaten zu bannen. Falls Sie ein Freund von Overlays sind, seien Sie gewarnt: id Tech seit Version 6 blockt entsprechende Einblendungen aus gutem Grund, denn sie kollidieren mit der Implementierung von Asynchronous Compute. Ein Overlay verursacht folglich mehr oder minder messbare Performance-Unterschiede. Aus diesem Grund testet PCGH normalerweise ohne jegliches OSD.

Vergleich der Bildformate - per Mausklick auswählen
Doom Eternal 21:9
Doom Eternal 21:9 Doom Eternal 17:9 Doom Eternal 16:9 Doom Eternal 16:10 Doom Eternal 4:3

Dynamische Auflösung - Potenzial für 4K/120 Fps

Ein in Doom Eternal neu hinzugekommenes Feature ist eine optionale, dynamische Auflösung, die lastabhängig die interne Renderskalierung anpassen kann. Diese Auflösungsskalierung war bereits in den Konsolen-Versionen von Doom (2016) enthalten, nicht jedoch auf dem PC. In Doom Eternal ist diese Funktion auch auf bei der PC-Version enthalten und - auch wenn einige Auflösungsfetischisten die Nase rümpfen mögen - ein sehr nützliches und wirkungsvolles Feature. Um das dynamische Upscaling zu aktivieren, stellen Sie einfach im Grafikmenü die gewünschte Zielauflösung ein (also im Normalfall Ihre native Bildschirmauflösung), setzen dann im Untermenü "Auflösungsskalierung" einen Punkt bei "dynamisch" und wählen anschließend Ihr gewünschtes Frameratenziel (60 Fps ist das Minimum).Nun appliziert Doom Eternal Upscaling, wenn die Leistung der Grafikkarte für eine Szene nicht ausreicht. Bei grafisch weniger anspruchsvollen Umgebungen wird wenig bis gar kein Upscaling angewandt, je höher die Grafiklast und je weiter die Bildraten vom Bildratenziel abweichen, desto aggressiver wird die Auflösung reduziert. Das Auflösungsminimum liegt bei 50 Prozent der Ursprungsauflösung.

Dabei gilt es eine gewisse Balance zu wahren, denn sind Auflösung und Frameratenziel zu utopisch, kann gegenüber nativer Auflösung gar Leistung verlustig gehen. Ein Beispiel eines solchen Szenarios wäre etwa eine Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixel samt Ultra-Albtraum-Details und einem 120 Fps-Target mit einer RX 5700 XT. Zwar versucht Doom Eternal nun diese Werte zu erreichen, doch ist die GPU-Leistung hierfür - und beim höchsten Detailgrad - einfach nicht ausreichend, die Auflösung liegt während unserer gesamten Messungen bei den minimalen 50 Prozent; also einer internen Renderauflösung, die 50 % der Pixel der Ultra HD-Auflösung beträgt (UHD: 8,1 Megapixel, 50 Prozent davon ergeben knapp über 4 MP, das entspricht am ehesten WQHD mit 3,6 MP). Abhilfe schafft ein weniger optimistisches Bildratenziel oder eine schnellere Grafikkarte wie eine Geforce RTX 2080 Ti, die so tatsächlich eine sehr eindrückliche Darbietung von Geschwindigkeit bei gleichzeitig sehr hoher Bildqualität liefern kann. Man merkt dank des vortrefflichen TAAs der Engine nur bei sehr genauem Hinsehen, dass die Bildqualität in anspruchsvollen Szenarien gegenüber nativen 3.840 × 2.160 Pixeln leidet.
Doom Eternal mit RTX 2080 Ti, '4K'-Auflösung, Ultra-Albtraum-Details und dynamischer Auflösungsskalierung bei 120 Fps Target. 4K/120 ist auch bei sehr hoher optischer Qualität möglich! Quelle: PC Games Hardware Doom Eternal mit RTX 2080 Ti, "4K"-Auflösung, Ultra-Albtraum-Details und dynamischer Auflösungsskalierung bei 120 Fps Target. 4K/120 ist auch bei sehr hoher optischer Qualität möglich!
Oder aber Sie reduzieren die Details ein wenig. Und nun wird es spannend. Mit mittleren Details kann eine Radeon RX 5700 XT tatsächlich "4K" samt dynamischen Upscaling und nahezu felsenfesten 120 Fps darstellen. Dies ist recht beeindruckend und lässt eine vorsichtige Voraussage zu: Anhand der bislang veröffentlichten Daten, den Versprechen von Sony und Microsoft und der sehr hohen CPU-Performance von Doom Eternal könnte der brachiale Shooter tatsächlich eins der ersten neuen Spiele sein, die auf den kommenden Konsolen mit einem optionalen "4K"/120-Fps-Modus laufen. Jawohl, dieses Versprechen erscheint in diesem Zusammenhang realistisch. Tatsächlich ließen sich einige Details, darunter die Texturen sowie einige der Effekte wohl auch über das mittlere Preset hinausheben, ohne dass die Optik und Performance dadurch deutlich leiden würden. Natürlich bietet ein derart hochskaliertes Bild nicht die gleiche Qualität wie eines mit nativer Auflösung. Tatsächlich liegt die interne Renderskalierung in unserem grafisch sehr anspruchsvollen Benchmark mit der RX 5700 XT und mittleren Details zwischen rund 55 und 75 Prozent der ursprünglichen 3.840 × 2.160 Pixeln, doch immerhin liegen die Bildraten mit diesen Settings bei knapp 120 Fps. Mit noch potenteren Grafikkarten steigert sich die Bildqualität allein schon durch eine höhere Renderauflösung, die RTX 2080 Ti kann obendrein ausgehend von 3.840 × 2.160 auch Ultra-Albtraum Details bei 120 Fps darstellen, die interne Auflösung beträgt in den allermeisten Fällen > 90 Prozent.

Das Bild wird durch die Reduktion der Auflösung und abhängig von dem Prozentsatz der Reduktion natürlich entsprechend unscharf, doch zeigen sich kaum negative Effekte, darunter etwa Artefakte wie Grieseln, Ghosting oder unschönes Aufpixeln von Kanten. Das Bild wirkt einfach etwas weniger knackig, wenn die Grafiklast ansteigt. Doch dank der Skalierung ist es beispielsweise stolzen Besitzern eines 4K/144-Hz-Displays und einer RTX 2080 Ti tatsächlich möglich, dieses auszufahren. Und gerade wegen des blitzgeschwinden Gameplays von Doom Eternal lohnt sich die Investition in hohe Bild-/Refreshraten, während die Auflösung insbesondere bei den fetzigen, reißerischen Auseinandersetzungen deutlich weniger auffällig ins Auge sticht.

Auch Besitzer von weniger hochauflösenden Displays und langsameren Grafikkarten können die dynamische Auflösungsskalierung nutzen. Bei dieser Konstellation ist weniger fehlende Leistung ein Problem, stattdessen kann mithilfe von DSR/VSR oder einer händisch eingerichteten Custom-Resolution aber auch eine höhere interne Auflösung erstellt werden. Nutzen Sie dann im Spiel diese und schalten Sie obendrein die dynamsiche Auflösung zu, so kann Doom Eternal auch dynamisches Supersampling nutzen. Haben Sie etwa ein Full-HD-Display und aktivieren Sie in Ihren Grafiktreibern per DSR/VSR die Auflösung 3.840 × 2.160, so kann Doom Eternal mithilfe der dynamischen Auflösungsskalierung die interne Renderauflösung zwischen 4,0 Megapixeln und den vollen 3.840 × 2.160 Pixeln (8,1 MP) anpassen. Somit appliziert das Spiel bis zu 2 × 2 OGSSAA, wenn die Last niedrig genug und die Grafikkartenleistung ausreicht, um das Frameraten-Target zu erreichen. Wählen Sie von Full HD ausgehend per DSR/VSR oder Custom Resolution 2.880 × 1.620 Pixel (~4,7 MP), so kann Doom Eternal sowohl dynamisch bis zu 1,5-faches Supersampling anwenden, wenn die Grafikkarte noch über Leistungsreserven verfügt oder die Auflösung auf bis zu 2,3 MP reduzieren (knapp über den 2 MP der ursprünglichen Full-HD-Auflösung), wenn es in besonders heftigen Szenen oder Effektgewittern hart auf hart kommt.

Anmerkung bezüglich Auflösungsskalierung: Wir sind von id Software in Kenntnis gesetzt worden, dass sich die Prozentangabe bei der Auflösungsskalierung auf die Gesamtmenge der Pixel bezieht, nicht auf die prozentuale Reduktion beider Achsen. 50 Prozent Auflösungsskalierung bedeuten also 50 Prozent der Pixel. Am einfachsten rechnet man daher wohl mit der Gesamtpixelanzahl in Megapixeln, 3.840 × 2.160 Pixel ergeben rund 8,1 Megapixel, mit einer 50-prozentigen Renderskalierung wären es noch rund 4 Megapixel, was eher 2.560 × 1.440 entspricht (3,6 Megapixel) als Full HD (2,0 Megapixel).

Dynamische Renderskalierung - Probleme mit Pascal?

Allerdings funktioniert das dynamische Upscaling unseren Test gemäß nicht mit jeder Grafikkarte so überzeugend. Während wir mit AMDs Navi und Nvidias Turing sehr gute Ergebnisse erzielten, war unsere Erfahrung mit Pascal-GPUs deutlich weniger gut. Sowohl auf unserem Testsystem als auch auf einem unserer Privat-PCs wurde das Upscaling mit einer GTX 1080 Ti viel zu aggressiv angewandt, obendrein wurde unser Erlebnis sowohl durch starke Performance-Schwankungen als auch der Tatsache getrübt, das jede Kamerabewegung die interne Renderskalierung drastisch abfallen ließ (zu erkennen an den roten Einbrüchen im RS-Graphen bei den eingeblendeten Performance-Daten). Tatsächlich lief Doom Eternal auf dem Redakteursrechner in WQHD ohne dynamische Auflösung, mit Vsync (unter Verwendung eines Gsync-Displays) und 144-Hz-Lock flüssiger und stabiler als mit dem dynamischen Upscaling, einem 140-Fps-Target und deaktiviertem Vsync und sah zugleich deutlich besser aus. Eine Gegenüberstellung der genannten Einstellungen sehen sie hier im Vergleich:

Vergleich Full-Res und dynamische Auflösung mit GTX 1080 Ti in WQHD (fehlerhaft)
Doom Eternal - GTX 1080 Ti, WQHD, Dynamic Resolution Scaling an, 144-Hz Vsync
Doom Eternal - GTX 1080 Ti, WQHD, Dynamic Resolution Scaling an, 144-Hz Vsync Doom Eternal - GTX 1080 Ti, WQHD, Dynamic Resolution Scaling an, 140-Fps-Target

Doom Eternal: Grafikkarten-Benchmarks

Erst der Spaß, dann das Vergnügen: Vor jedem Techniktest machen sich mehrere PCGH-Redakteure an verschiedenen Rechnern mit dem zu testenden Spiel vertraut. Das haben wir auch bei Doom Eternal getan, um die Technik und Performance einschätzen zu können. Unser Kenntnisstand der Spielwelt reicht bis zum sechsten Level und offenbart deutlich, dass Doom Eternal entgegen des höllischen Inhalts ein göttlich optimiertes Spiel ist.

Wie läuft Doom Eternal auf meinem PC? Diese Frage haben wir zahlreichen Grafikkarten und Prozessoren gestellt. Wie immer verwenden wir die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia, in diesem Fall die Radeon Software Adrenalin 20.3.1 sowie den Geforce 442.74 WHQL. In beiden Fällen wird die Kompatibilität mit und bestmögliche Leistung in Doom Eternal versprochen. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können.

Benchmarkszene ...

Dass Doom Eternal in Anbetracht der optischen Qualität sehr gut läuft, hatten wir bereits erwähnt. Zeit, das Gesagte in Zahlen zu pressen. Nachdem wir das Spiel an verschiedenen Systemen relativ weit gespielt hatten, war klar: Richtig performance-kritisch ist kein einziger Abschnitt, Doom Eternal ist definitiv kein Hardware-Killer. Kenner der PCGH-Benchmarks wissen, dass wir überdurchschnittlich fordernde Szenarien suchen, um eine klare Aussage darüber zu treffen, was eine Grafikkarte oder ein Prozessor mindestens leistet. Bei diesem Tun ist Reproduzierbarkeit äußerst wichtig, ansonsten könnte man die Ergebnisse auch würfeln. Sie ahnen, worauf das hinausläuft: Die kernigen Gefechte in Doom Eternal mit zahlreichen Dämonen und Effekten eignen sich nicht als Benchmark, so schön sie auch aussehen. Wir haben daher nach Alternativen gesucht - und fanden Sie zu unserer Überraschung am ruhigsten Ort des Spiels: dem "Fortress of Doom", des Slayers Hauptquartier. Die dort zur Schau gestellten Partikel- und Transparenzeffekte erweisen sich auf allen Grafikkarten als anspruchsvollste Sequenz. Außerdem besucht der Spieler diesen Ort nicht nur einmal, sondern sehr oft und die Verhältnisse ändern sich nicht, was sehr gute Gründe für die Wahl als Benchmarkszene sind. Gesagt, getan - PCGH bencht sowohl Grafikkarten als auch Prozessoren im Fortress of Doom, und zwar nach Level 2, wenn dort etwas mehr Freilauf gewährt wird.
Doom Eternal: Der PCGH-Benchmark 'Fortress' startet im hinteren Bereich, wo der klassische Doom-Guy-Dress zu sehen ist, und besteht aus einem 20-sekündigen Lauf geradeaus (mit Strafen) in Richtung Kommandozentrale. Kurz vor dem Ende drehen wir uns um 180 Grad und laufen noch ein paar Meter. Ein Video reichen wir nach; es fiel dem Seuchenschutz zum Opfer. Quelle: PC Games Hardware Doom Eternal: Der PCGH-Benchmark "Fortress" startet im hinteren Bereich, wo der klassische Doom-Guy-Dress zu sehen ist, und besteht aus einem 20-sekündigen Lauf geradeaus (mit Strafen) in Richtung Kommandozentrale. Kurz vor dem Ende drehen wir uns um 180 Grad und laufen noch ein paar Meter. Ein Video reichen wir nach; es fiel dem Seuchenschutz zum Opfer.

... und Benchmark-Einstellungen

Nicht ganz so einfach machte uns Doom Eternal die Wahl der Benchmark-Einstellungen. Ursächlich dafür ist eine neue Restriktion: Grafikkarten, die über weniger Speicher als 8 GiByte verfügen, werden die maximalen Details verwehrt. Dabei fehlt eine "Bitte wende die Details trotzdem an"-Option oder entsprechende Argumente, Doom Eternal lässt sich Stand jetzt nicht dazu überreden. Nicht alle der Grafikkarten, die über weniger Speicher als 8 GiByte verfügen, werden die maximalen Details verwehrt.Grafikoptionen kosten Speicher, ein alter Bekannter tut es jedoch signifikant: der Texture Pool. Die Maximalstufe Ultra-Albtraum ist so eingestellt, dass 8-GiByte-Grafikkarten bis hinauf zur Ultra-HD-Auflösung freigegeben sind. Mit einer 6-GiByte-Grafikkarte wie der Geforce RTX 2060 oder Radeon RX 5600 XT echauffiert sich Doom Eternal weit früher und wer noch ein Modell mit 4 GiByte im Rechner hat, wird feststellen, dass dem Spiel diese Kapazität gar nicht gefällt. Mit anderen Worten: Bei Grafikkarten mit unzeitgemäßem Speicherplatz sind Kompromisse nötig. Entweder mittels der globalen Presets, durch gezielte Reduktion der Textur-Pool-Größe - oder durch Staffelung der getesteten Grafikkarten.

Am Ende entschieden wir uns für Option 3. Im Folgenden gibt es einen Haupt-Benchmark und einen Bonus-Benchmark. Ersterer zeigt allesamt Grafikkarten, die das Spiel mit maximalen Details stemmen können, ergo 8 GiByte oder mehr aufbieten. Damit können wir die gewohnten vier Testauflösungen nutzen. Im zweiten Benchmark reduzieren wir nur den Texture Pool, und zwar auf die Stufe "Mittel", um Grafikkarten mit 4 und 6 GiByte mittesten zu können. Alle übrigen Details bleiben maximiert.

Wir haben den kompletten Freitag mit Akkordtestung verbracht und bieten Ihnen nun die Resultate von 34 Grafikkarten: 12 Modelle mit reduziertem Texturbudget sowie 22 weitere mit maximalen Details. Beim letztgenannten Benchmark versammeln wir quasi jede existierende Grafikkarte mit 8/11/12/16 GiByte Speicher, wenn man von "Zwischenversionen" wie der Radeon RX 480 und Titan X (Pascal) absieht; auch die Titan RTX fehlt.

Eine schlechte Performance kann man Doom Eternal beim besten Willen nicht vorwerfen. Genügt der Grafikspeicher, läuft id Softwares neuestes Werk wie die sprichwörtliche Butter in der Sonne. Sogar die sechs Jahre alte Radeon R9 290X mit 8 GiByte zaubert sehr hohe Bildraten auf den Schirm, wenn auch nicht in den höchsten Auflösungen. In Full HD schlägt sich die Radeon RX 5700 XT, hier in Gestalt eines der schnellsten Custom-Designs, sehr gut, verliert mit steigender Auflösung jedoch an Boden. Genauso ergeht es der RX 5700. In Ultra HD limitiert offensichtlich die Speicherkapazität, obwohl Doom Eternal die maximalen Details gestattet. Geforce-RTX-Karten brechen hier ebenfalls empfindlich ein, fallen jedoch nicht ganz so tief wie die RX-5700-Modelle.

Blickt man auf die folgenden Daten, welche mit maximalen Details, aber dem Textur-Pool auf "Mittel" entstanden, kommen weitere sehr interessante Ergebnisse heraus. Sie können diese Werte ruhig mit denen oben vergleichen - beachten Sie jedoch, dass die Modelle unten mit weniger Daten hantieren müssen, das Spiel im Zweifel mit einem der oben abgebildeten Modelle besser aussieht.Besonders hart trifft es die nunmehr sieben Jahre alte Geforce GTX Titan. Nvidias Kepler-Architektur ist, sofern man Doom Eternal als Nvidias Kepler-Architektur ist, sofern man Doom Eternal als Maßstab nimmt, unglaublich schlecht gealtert.Maßstab nimmt, unglaublich schlecht gealtert. So hilft der Titan "Classic" ihr 6 GiByte großer (und hier zu ~4,5 GiByte belegter) Speicher kaum, die Bildraten fallen wesentlich schlechter aus als bei der zeitgenössischen Konkurrenz in Gestalt von Hawaii/GCN respektive Radeon R9 290X/390 (oben zu sehen). Die Nachfolge-Architektur Maxwell erleidet ein ähnlich hartes Schicksal: Die Geforce GTX 970 mag noch gute Bildraten zwischen 50 und 60 Fps in Full HD erreichen, im erneuten Vergleich mit der damaligen Konkurrenz (290/390) fällt sie jedoch stark zurück. Auch die Geforce GTX 980 Ti setzt zunehmend Staub an, selbst die mit wenig Grafikspeicher ausgestattete Radeon R9 Fury X performt im Verhältnis beachtlich.

Die Grafikkarten-Testmethodik von PCGH

Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele -Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen.Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen. Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks. Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominentesten sind AMDs Radeon VII und die ältere R9 Fury X, welche wir jeweils im Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.

Doom Eternal: Prozessor-Benchmarks

Bereits angerissen, aber noch nicht in Zahlen gepresst, haben wir die Prozessor-Anforderungen von Doom Eternal - Zeit, das zu ändern. Aufgrund des bissig eingestellten Kopierschutzes - Denuvo -, welcher jede Änderung am Prozessor als ein neues System wertet und nach wenigen Wechseln den Account für viele Stunden dichtmacht, sind wir zu Änderungen gegenüber sonstigen Techniktests gezwungen, was sich vor allem auf die Anzahl der getesteten Prozessoren auswirkt. Wir testen wenige, aber dafür sehr aussagekräftige Modelle und fügen weitere peu à peu hinzu.

Beim Prozessor-Benchmark haben wir uns für die gleiche Szene wie für die Grafikkarten entschieden. Das hat mehrere Gründe. Der wichtigste lautet Reproduzierbarkeit. Außerhalb, vor allem in größeren Arealen, ist die CPU-Last tendenziell höher als im Fortress of Doom, was allerdings nur Gebiete mit hoher Weitsicht betrifft. Diese trifft man öfters in den verschiedenen Welten an, dienen aber nur dazu, die Umgebung in Szene zu setzen. Der Prozessor ist ansonsten primär in den zahlreichen Auseinandersetzungen mit den Dämonen gefragt, womit wir zum zweiten Grund kommen: Doom Eternal ist auf sehr (!) schnelle actionreiche Kämpfe ausgelegt, die flinke Reflexe des Spielers erfordern. Die Schlachten laufen dabei so dynamisch ab, dass reproduzierbare CPU-Benchmarks nicht möglich sind. Zu ungewiss sind die Bewegungen, zu groß die Gefahr in mehreren Durchläufen komplett unterschiedliche Dinge zu messen. Die Szene in der Fortress of Doom mag langweilig wirken, bietet aber eine ähnlich hohe CPU-Last wie die Gefechte außerhalb. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass Sie die CPU-Daten mit den GPU-Benchmarks abgleichen können.Die CPU-Performance ist, wie es sich für ein Spiel mit Vulkan-API gehört, extrem gut. Selbst eher langsame Quadcores genügen noch für dreistellige Bildraten. Diese Beobachtung konnten wir bereits im Technik-Test zu Zombie Army 4 machen. Der API gelingt es formidabel jeden einzelnen Kern optimal auszulasten. Die zwar großen, aber doch in sich geschlossenen Levels tun ihr übriges. Einzig mit nur zwei nativen Kernen gibt es Schwierigkeiten: Das Spiel startet zwar, ist dann allerdings von starken Nachladerucklern geplagt und bricht schließlich nach wenigen Minuten unter der Last zusammen und friert ein. Mit zwei aktiven Kernen plus SMT bleibt das Spiel stabil und läuft deutlich besser, ab vier nativen Kernen schließlich optimal flüssig. Wir empfehlen dennoch eine starke CPU mit sechs oder besser acht CPU-Kernen, wie den Ryzen 7 3700X oder Core i7-8700K. So sind Sie auch im Ernstfall mit ausreichend Prozessorleistung versorgt, um weit dreistellige Bildraten zu sehen. Falls Sie sich über den "schlechten" Wert des Core i9-9900K mit OC auf 5 GHz wundern: Trotz einer übertakteten 2080 Ti befinden wir uns noch im GPU-Limit. Ein kurzer Test mit 50 Prozent Auflösungsskalierung bescheinigt dem übertakteten 9900K eine Basisleistung von rund 445 Fps. Da keine andere CPU auch nur annhährend an diese Werte heran kommt, haben wir uns entschieden, die Grafikoptionen für die anderen Prozessor-Benchmarks auf nativer 720p-Auflösung zu belassen.

Die Prozessor-Messmethodik der PCGH

Für jeden größeren Techniktest liefern wir Ihnen zukünftig auch CPU-Benchmarks, damit Sie auf einen Blick prüfen können, ob ihre CPU noch bereit für die neuesten Spiele ist. Die neue Testmethodik für Prozessoren wurde in der PC Games Hardware 10/2019 vorgestellt und kommt seitdem auch bei jedem Online-Test zum Tragen. Im Kern achten wir darauf, die Prozessoren so zu testen, wie der Hersteller es vorgesehen hat. Wir begrenzen die TDP und den Arbeitsspeicher daher auf die vorgegebenen Standards von AMD und Intel und schließen mit einer neuen und sehr potenten GPU in Form einer MSI RTX 2080 Ti Lightning Z ein Limit derer nahezu aus. Wer mehr über die Testbedingungen bei CPU-Benchmarks erfahren und nachlesen möchte, warum wir in 1.280 × 720 Bildpunkten testen, findet in der CPU-Rangliste 2019/2020 alle Informationen zusammengefasst.

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Die besten CPUs und Grafikkarten im Vergleich finden Sie im PCGH-Ratgeber!

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    • Kommentare (140)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von firejohn Komplett-PC-Aufrüster(in)
        also wir sind hier um doom thread, ich erwarte keinen unterschied zw den beiden.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Erstmal beiseite, da die wakü erst dran ist.
        Zitat von Cleriker
        Ja, mach mal bitte. Vorher/Nachher Vergleiche sind immer cool.
        hab jetzt n thread in prozessoren aufgemacht
      • Von firejohn Komplett-PC-Aufrüster(in)
        also wir sind hier um doom thread, ich erwarte keinen unterschied zw den beiden.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Erstmal beiseite, da die wakü erst dran ist.
        Zitat von Cleriker
        Ja, mach mal bitte. Vorher/Nachher Vergleiche sind immer cool.
        hab jetzt n thread in prozessoren aufgemacht
      • Von firejohn Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Bei EXPO ist kein Hinweis zur Produktgarantie. Hm, also abgedeckt bei EXPO.
        Ich werds eh bei Standard 5600 laufen lassen. Gleicher CPU Kühler, Endorfy 360er Navy oder so.
        Komponenten die ich bei 9800X3D wiederverwende:
        DDR5 6800 96GB 2x48
        Endorfy 360 AiO (GPU WC too, but w/ external rad)
        NVMe 4.0 980 Pros

        Bin zurzeit noch am Backup machen, weil manche Programme online angemeldet sind. Sonst wärs n einfacher Dateien Backup geworden.
      • Von firejohn Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also ich kann vorweg sagen dass ich den Unterschied beim 14900k mit ddr5 6800 und 5600 merk, hab 96, HLL.
      • Von firejohn Komplett-PC-Aufrüster(in)
        ich hab aber nen kaputten 14900k der auf 5,5 läuft
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ja, mach mal bitte. Vorher/Nachher Vergleiche sind immer cool.
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