Disney Plus mit Werbefinanzierung startet holprig
Das werbefinanzierte Abo von Disney Plus startet in den USA holprig: Auf der dort beliebten Plattform Roku ist es nicht zu haben; und auch bei Windows unterstützt die App das Abo nicht. Man verhandelt angeblich noch über Modalitäten.
Der US-Start des werbefinanzierten Disney Plus läuft nicht ganz ohne Probleme. Amerikanische Medien berichten davon, dass das Abo nicht auf jedem Gerät funktioniert. Ähnliche Probleme hatte schon Netflix. Techcrunch konnte von einem Disney-Sprecher erfahren, dass man mit der in den USA weitverbreiteten Plattform von Roku noch verhandelt. Ins Detail wollte man aber nicht gehen. Vermutlich liegt es an der Umsatzbeteiligung, die Roku aufruft - die gilt auch für Erlöse aus werbefinanzierten Angeboten. Das werbefinanzierte Abo von Disney Plus ist auch auf Windows nicht zu haben; was da das Problem ist, war bislang nicht herauszufinden.
Die Tage startete nach Netflix auch Disney in den USA mit werbefinanzierten Abos und nutzte das für eine Preiserhöhung. Das Werbeabo kostet 7,99 US-Dollar und nimmt den Platz des bislang singulären Abos ohne Werbung ein. Das werbefreie Abo steigt um 3 US-Dollar auf 10,99 US-Dollar. Neben Werbung, 4 Minuten pro Stunde, ist auch der Funktionsumfang im kleinen Abo eingeschränkt: Group Watch, Share Play und Offline-Bibliotheken bleiben den Nutzern im teuren Abo vorenthalten. Die Werbung läuft zu Beginn des gewählten Contents und in der Regel gibt es zwei Werbeunterbrechungen während der Laufzeit.
Wann das werbefinanzierte Abo für Disney Plus nah Europa kommt, ist noch nicht geklärt. Es soll aber 2023 kommen und dürfte dann auch die Preise übernehmen, die in den USA aufgerufen werden. Der ehemalige CEO Bob Chapek hat gesagt, dass man im Verhältnis zum Angebot zu billig ist und das wird der neue und alte CEO Bob Iger wohl nicht hinterfragen. Werbefinanzierte Angebote skalieren zudem beim Umsatz anders: Während Abos ein recht fixer Erlösstrom sind, kann man bei Werbung die Plätze in Eigenvermarktung möglichst teuer verkaufen und so mehr auf den Umsatz einwirken.
Quelle: Techcrunch, Tom's Guide

Bei Bezahlt mit Werbung geh ich lieber auf Freibeuter-fahrt
Der ehemalige CEO Bob Chapek hat gesagt, dass man im Verhältnis zum Angebot zu billig ist