DirectX 12 & Windows 10: Microsoft über die Fortschritte im letzten Jahr
Microsoft hat einen Blog im hauseigenen MSDN veröffentlicht, in dem die Fortschritte mit DirectX 12 seit der Vorstellung vor einem Jahr zusammengefasst werden. Insgesamt zeigt man sich positiv und hofft auf eine schnelle Verbreitung. Nebenbei werden auf Reddit Gaming-Features für Windows 10 zusammengefasst, die auf der GDC untergegangen waren.
Die Game Developers Conference 2015 hat seit einigen Tagen vorerst wieder ihre Pforten geschlossen, Hauptthema war dort unter anderem Microsoft kommendes Ökosystem rund um Windows 10 und DirectX 12. Die Redmonder haben im MSDN-Blog zusammengefasst, wo man derzeit in der Entwicklung von DX12 steht und welche Fortschritte es seit der ursprünglichen Vorstellung auf der GDC 2014 gegeben hat. Als erste große Engine-Partner konnte man sich Epic Games mit der Unreal Engine 4 und Unity Technologies mit Unity 5 ins Boot holen. Oxide Games und Lionhead Studios bringen mit Ashes of the Singularity und Fable Legends die ersten großen DX12-Titel.
Dabei handelt es sich praktisch um Vorzeigeprojekte, was die neue API im CPU- (Ashes of the Singularity) beziehungsweise im GPU-Limit (Fable Legends) bringt. In beiden Fällen werden Performance-Verbesserungen von rund 20 Prozent gegenüber DX11 genannt – das Plus dürfte bei Oxide damit nicht ganz so hoch ausfallen, weil die Engine schon gut auf DX11 optimiert war. Microsoft wolle damit vor allem zeigen, dass DirectX 12 auch bei Grafiklimitierten Szenarien Vorteile bringt – besonders hier gilt aber, dass das Plus vom Entwickler abhängig ist. Microsoft nennt einige Fälle, mit denen die Leistung im GPU-Limit verbessert werden kann. Darunter vom Entwickler bestimmbare "Resource State Transitions", parallele GPU-Execution (3D, Compute und Kopien können gleichzeitig ausgeführt werden) und GPU-generierte Workloads. Microsoft hatte (vor allem kleinere) Entwickler auf der GDC eingeladen, ihre Unity-5- oder UE4-Projekte mitzubringen und rudimentär auf DirectX 12 portieren zu lassen. Durch solche Aktionen erhofft man sich eine schnelle Verbreitung bei seiner Nutzerbasis.
Abseits von DirectX 12 hat ein Nutzer auf Reddit einige Details zu Windows 10 zusammengetragen, die aus diversen GDC-Präsentationen stammen. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung von universellen Apps für Windows 10, Xbox One und Windows Phone 10. Das Betriebssystem soll deutlich mehr Kontrolle über die Apps und Spiele bekommen, womit Entwicklern zugleich mehr Optionen offenstehen. Genannt wird als Beispiel, dass jede Anwendung weiß, welche Ressourcen alle anderen brauchen. Jener im Vordergrund soll es dann offenstehen, die Ressourcen von Apps im Hintergrund zu minimieren oder diese Apps komplett zu schließen. Als anderes Beispiel sollen Apps im rahmenlosen Fenstermodus genauso performant laufen wie Vollbildanwendungen.
