Intel Core i3-13100F im Test: Warum vier Kerne nicht mehr genug sind und doch überraschen
Ein Jahr nach dem Core i3-12100F erscheint der Nachfolger Core i3-13100F. Wir zeigen auf, welche Neuerungen es (nicht) gibt, wie schnell der kleine Vierkerner in Spielen ist und wie effizient der Prozessor im Vergleich zu anderen Modellen ist. Insgesamt ist die größte Stärke der Preis: Die CPU kostet gerade mal 100 Euro.
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Vor etwas über einem Jahr haben wir uns bereits den Intel Core i3-12100F angeschaut (hier gehts zum Test). Im Fazit haben wir damals vor allem die geringe Anwendungsleistung betont, die für eine verhältnismäßig schlechte Wertung der CPU sorgte. In Spielen dagegen haben wir die im Vergleich zu älteren Sechs- und Achtkernern relativ hohe Leistung und insbesondere das gute Preis-Leistungs-Verhältnis lobend erwähnt. Heute möchten wir uns den Core i3-13100F anschauen, den wir von Intel erhalten haben. Wir bedanken uns bei Intel Deutschland für die Bereitstellung des Samples. Wie üblich musste sich der Vierkerner unserem PCGH-Testparcours für Prozessoren stellen, der erst vor wenigen Monaten eine Aufwertung für die immer anspruchsvolleren 3D-Engines vieler Spiele auf den neuesten Stand gebracht wurde. Daraus leitet sich der Aufhänger und die Kernfrage für diesen Artikel ab, im wahrsten Sinne des Wortes: Wie gut lässt sich mit einem Vierkerner noch spielen?
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Intel Core i3-13100F im Test: Übersicht und technische Daten
Erschienen ist der Vierkerner Core i3-13100 im ersten Quartal 2023. Die Variante mit F-Suffix, welche wir vorstellen, verfügt über eine deaktivierte integrierte Grafikeinheit. Verbauen Sie die CPU, so müssen Sie zwingend eine dedizierte Grafikkarte verbauen. Der Takt beträgt maximal 4,5 GHz für einen Kern und 4,3 GHz für alle Kerne. Dank SMT können die vier Kerne bis acht Threads bereitstellen. Insgesamt sind fünf MiB L2- und zwölf MiB L3-Cache verbaut. Die Processor Base Power beträgt geringe 58 Watt, was der TDP sowie PL1 gleichzusetzen ist. Die Maximum Turbo Power ist mit 89 Watt beziffert und wird auch als PL2 bezeichnet. Anders, als bei den Core-Prozessoren mit K-Suffix beträgt die maximale Boost-Dauer (Tau) bei allen anderen Modellen 28 Sekunden. Das bedeutet, dass ein Core i3-13100F für 28 Sekunden mehr als die 58 Watt, jedoch nicht mehr als 89 Watt verbrauchen darf. Unterstützt wird sowohl DDR5-Speicher bis DDR5-4800 als auch DDR4-Speicher bis DDR4-3200. In der Boxed-Version befindet sich ein kleiner CPU-Kühler, der für den ordnungsgemäßen Betrieb ausreicht. Wie alle Alder-Lake-Prozessoren bietet auch ein Core i3-13100F PCI-Express 5.0 ab Werk, sowohl für die Grafikkarte als auch Flashspeicher. Achten Sie darauf, dass das Mainboard diese Schnittstellen ebenso unterstützt.
| CPU | Kerne | Takt | RAM | TDP | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Core i3-13100F | 4c/8t | Max. 4,5 GHz | DDR5-4800 / DDR4-3200 | 58 / 89 Watt | 100 Euro |
| Core i3-12100F | 4c/8t | Max. 4,3 GHz | DDR5-4800 / DDR4-3200 | 58 / 89 Watt | 100 Euro |
Intel vermarktet den Core i3-13100F zwar als Raptor Lake-S, doch unter der Haube arbeitet Alder Lake-S, der Vorgänger der aktuellen 13. Generation. Das ist nicht unüblich und wurde etwa beim Launch von Rocket Lake auch so von Intel gehandhabt. Das hat jedoch zur Folge, dass die CPU im Grunde nichts anderes ist als ein Core i3-12100F. Nur die Taktraten haben sich etwas verändert, nämlich um genau 200 MHz nach oben. Damit stellt Intel sicher, dass sich die ansonsten technisch identische CPU vom "Vorgänger" in den Tests leicht abhebt. Wer den technischen Vergleich auf der Intel-Homepage bemüht und die beiden Prozessoren, 12100F und 13100F direkt miteinander vergleicht, stellt fest, dass der Refresh des 12100F keinen Intel Optane Speicher mehr unterstützt (betrifft nur 700er-Chipsätze). Abseits der Taktfrequenzen war es das auch schon mit den Unterschieden.
Alder Lake-S: Die Speicherunterstützung
Da uns immer wieder Anfragen erreichen, warum wir Alder-Lake-Prozessoren nur mit DDR5-4400 testen, folgt jetzt noch einmal die Erklärung. Intel unterscheidet nicht mehr nur zwischen Single- und Dual-Ranked, sondern berücksichtigt auch die Anzahl der DIMM-Slots auf dem Mainboard. Im regulären Fall setzen Mainboards auf vier solcher Slots. Wir setzen auf ein 32-GiB-Kit mit zwei Sticks mit Single-Ranked-Konfiguration auf einem Mainboard mit vier DIMM-Slots. Ferner sind bei DDR5 drei Gear-Modi möglich, Gear 1, Gear 2 und Gear 4. Diese verhalten sich ähnlich wie die Gear-Modi, die wir bereits bei Rocket Lake kennengelernt haben. Gear 1 hat die höchste Bandbreite und geringste Latenz und lässt den Speichercontroller (IMC) bei gleicher Geschwindigkeit wie den Arbeitsspeicher laufen. Gear 2 halbiert den Takt des IMC, was Latenz und Bandbreite kostet. Gear 4 viertelt schließlich die Taktfrequenz des IMC, lässt theoretisch also unglaublich hohe Taktfrequenzen seitens des Speichers zu.
Quelle: Intel
Intel hat genau dokumentiert, wie schnell der RAM takten darf, bei verschiedenen Konfigurationen.
Glücklicherweise gestaltet sich die Sache bei DDR4 sehr viel einfacher: Alder Lake unterstützt alle DDR4-3200 im Gear-1-Modus. Während der Tests haben wir festgestellt, dass sowohl Gear 1 als auch Gear 4 bei unserem DDR5-Test-Setup zum Absturz führt. Die Lösung lautet daher, dass alle Tests mit DDR5 bei Gear 2 stattfinden, was sich laut der Beschreibung im UEFI als "Standard-Performance" äußert.
Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns mit der Leistung und der Effizienz (Fps pro Watt und Leistungsaufnahme unter Last) des Intel Core i3-13100F. Wie sehr kann sich der Vierkerner vom technisch identischen Vorgänger absetzen und lassen sich überhaupt Unterschiede messen? Finden wir es heraus.

Reiner Verbrauch ist der 13100F nämlich sparsamer als der 7800x3D.
Bin allerdings kein Fan von HT, ohne arbeiten die Intel CPUs in Kombination mit Undervolting noch mal ein gutes Stück effizienter wobei dieses Modell es natürlich je nach Anwendung dann nötig hat.
Auch ein Intel 10100 reicht da.
Ich finde 130€ für die CPU mit IGPU etwas schwer, weil für Spieler laut dir ja unintresant obwohl man dafür auch einen 5600 bekommt. Und für reines Office reicht auch etwas Günstigeres auff AM4 Basis oder was aus den alten Intel gens