Core Ultra 200 im Test: Benchmarks
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Core Ultra 200 im Test: Benchmarks

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Arrow Lake bei PCGH im Test: Unsere Benchmarks zu Spielen und Anwendungen.

Intel Arrow Lake im Test: Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core 5 245K geben sich die Ehre (3) Quelle: PCGH

Wir nutzen für die Ermittlung der Daten jeweils aktuelle Chipsätze und I/O-Hubs von AMD und Intel und gewährleisten ein CPU-Limit, das die Einhaltung der Herstellervorgaben beinhaltet. Zur Ermittlung, Auswertung und Überwachung der Daten werden folgende Programme verwendet: CapFrameX, MSI Afterburner, Riva Tuner Statistics Server, HWiNFO x64, Elmorlabs EVC2 und Microsoft Excel 365. Die Zahlen begleitet die Analyse durch die Grafiktreiber von Nvidia. Des Weiteren erfolgt eine Effizienz-Angabe, auf Basis eines externen Hardware-Tools, welches pro Test-Durchlauf bis zu 10.000 Datensätze erfasst. Alle Zahlen werden als Durchschnittswerte dargestellt. Die Konfiguration der einzelnen Prozessoren können Sie begleitend zu jedem Eintrag entnehmen. Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessor-Leistung ab. Die Messungen beinhalten die Effizienz der Spannungswandler auf den Mainboards, die für die Benchmarks verwendet werden, und sind abhängig von der Wahl der CPU, der Kühlung und der verwendeten Firmware. Die verwendete Wasserkühlung sorgt dafür, dass die CPU nicht durch ein Temperatur-Limit heruntertaktet. Alle Ergebnisse gelten als Richtwerte für ein CPU-Limit und sind unter der Prämisse entstanden, andere Limits bewusst auszuschließen.

Das Testsystem für Intel Arrow Lake

Intel Arrow Lake Review: Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core 5 245K geben sich die Ehre (1) Quelle: PCGH

CPU Intel Core Ultra 9 285K, Ultra 7 265K, Ultra 5 245K (PL1 = 125 Watt, PL2 = 250 Watt (159 W bei 245K), TAU = 56 Sekunden
CPU-Kühler Asus Ryujin III 360 ARGB, maximale Pumpendrehzahl
Mainboard Asus Z890 Hero und Gigabyte Z890 Aorus Master
RAM 32 GiB DDR5-5600, CL30 (UDIMM)
Grafikkarte Nvidia Geforce RTX 4090 @ 2,9 GHz
SSD Corsair MP600
Netzteil NZXT C1500 ATX 3.1
OS Windows 11 Pro 23H2

Diese Übersicht gilt für die vorliegenden Tests. Wir führen mehrere Mainboards auf, es ist allerdings kein Leistungsunterschied zwischen den Mainboards messbar. Das Netzteil mit ATX 3.1 Standard ist brandneu. Die große Wasserkühlung sorgt für eine ausreichende Kühlung aller CPU-Kerne. Die Grafikkarte ist übertaktet, um ein GPU-Limit möglichst auszuschließen.

Intel Arrow Lake: Benchmarks (Spiele)

Wo sollen wir bei dieser Spiele-Performance bloß anfangen? Am besten mit einer möglichen Erklärung. Als wir die Zahlen ermittelt haben, wollten wir nicht so recht glauben, dass sie korrekt sind. Wir haben uns daher an Intel gewendet, um dem Problem im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bestätigt wird uns zwar, dass die Werte zu gering ausfallen, Soll-Werte abseits der Marketing-Folien und Reviewer-Guides stehen jedoch nicht zur Verfügung. Das Begleitmaterial hält zwar spannende Hintergründe für CPU-Tester bereit, jedoch keine Dokumentation darüber, wie Intel in Spielen die angegebenen Fps erreicht - wir können die Benchmarks schlicht nicht nachstellen. Es beginnt also die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Es galt erst einmal zu prüfen, ob ein anderes Mainboard eine andere Performance liefert. Dabei stehen uns neben dem das für die Tests verwendete Gigabyte Z890 Aorus Master noch ein Asus Z890 Hero zur Verfügung. Mit minimalen Abweichungen, die bei Benchmarks immer auftreten, konnten wir sonst jedoch keine Unterschiede beim Wechsel des Mainboards feststellen. Wir haben dann alle Register gezogen, und Windows 11 noch einmal auf neuer Hardware komplett reinstalliert. Dabei wurden auch Netzteil und NVME-SSD getauscht. Doch auch das hat keinen Unterschied gemacht.

Ein möglicher Ansatz wäre, bei den Speicher- und anderen Latenzen zu suchen. Die fallen bei Arrow Lake im Vergleich zu Ryzen 9000 und Raptor Lake relativ hoch aus. Dazu haben wir den AIDA64 Cache & Memory Benchmark ausgeführt. Alle Prozessoren wurden nach jeweiliger Spezifikation betrieben. Wir geben allerdings zu Protokoll, dass das nur eine Annäherung ist. AIDA64 meldet insbesondere beim Core-Ultra-Prozessor, dass die Benchmark-Routinen für diese CPU-Generation bisher nicht optimiert sind.

Auffällig im Vergleich zu Ryzen und dem Vorgänger Raptor Lake ist die hohe L3- sowie hauptsächlich die RAM-Latenz. Das könnte durchaus die "fehlende" Spieleleistung erklären, ist aber nur ein Indiz. Es könnte auch am niedrigen Ring-Takt von nur 3,8 GHz der Arrow-Lake-CPU liegen. Da wir von unserer Seite selbst nach dem vierten Neutest aller CPUs keine Unterschiede bei der Spielleistung feststellen können, sind wir uns sicher, dass unsere Zahlen korrekt sind. Wir sind weiter im Gespräch mit Intel und bringen dazu bald weitere Artikel. Aktuell sieht es mit der Einordnung im Spiele-Index so aus:

Core Ultra 200S im Spiele-Index

In dieser großen Übersicht sehen Sie die normierte Spieleleistung. Dafür wird die durchschnittlich erreichte Framerate verrechnet (Orange) und des Weiteren sind in Gelb und Grün die P1- und P0.2-Frametimes (ms in Fps) in Prozent angegeben. Die Frametimes sind wichtige Indikatoren dafür, wie "flüssig" ein Prozessor das Bild berechnet. Sie werden bemerken, dass manche Prozessoren dazu in der Lage sind, höhere Frametimes als durchschnittliche Bildraten zu berechnen. Spiele fühlen sich auf solchen Prozessoren besonders flüssig an. Die E-Cores haben schon Raptor Lake zu hervorragenden Frametimes verholfen und Arrow Lake schließt fließend daran an. Allerdings ist es selbst dem Topmodell Core Ultra 9 285K nicht möglich, am AMD Ryzen 9 9950X vorbeizuziehen. Und noch schlimmer, man schlägt nicht einmal die Mittelklasse-CPU aus der Raptor-Lake-Generation, die 2022 auf den Markt kam: Core i5-13600K. Wir haben deutlich mehr erwartet, aber das ist aktuell der Stand der Dinge, zumindest auf unseren Testparcours bezogen.

Macht Windows 11 24H2 einen Unterschied?

Ebenfalls zur Analyse der scheinbar zu geringen Spielleistung gehörte ein Update von Windows 11 23H2 auf die aktuelle 24H2-Version. Dazu wurde eine saubere Neuinstallation per USB-Stick durchgeführt, da uns Microsoft das 24H2-Update über "Windows Update" auf der 23H2-Konfiguration bis jetzt nicht anbietet. Wir haben exemplarisch mit dem Core Ultra 7 265K einen kompletten Durchlauf im Testparcours absolviert. Die folgenden Benchmarks vergleichen die Zahlen zwischen Windows 11 23H2 und 24H2:

Nach Sichtung dieser Ergebnisse haben wir uns entschieden, die Tests für Core Ultra 9 285K und Core Ultra 5 245K erst mit Windows 11 24H2 durchzuführen, wenn Intel die offensichtlichen Probleme gelöst hat. Am Horizont wartet jedoch bereits die Konkurrenz mit einem nicht näher genannten Achtkerner mit 3D-V-Cache, zumindest, wenn man den Gerüchten Glauben schenkt. Spätestens dann erfolgen neue CPU-Tests mit 24H2, um auch die letzten Ryzen-Optimierungen mitzunehmen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl für Intel und eine transparente Information für Sie, werte Leser. Wir sind uns nun einig, dass die Performance in Spielen nicht der Rede wert ist. Wie sieht es in Anwendungen aus?

Intel Arrow Lake: Benchmarks (Anwendungen)

In Anwendungen wie Cinebench, Handbrake, V-Ray oder 7-Zip konnten wir im Vergleich zu den Spielen eine angenehm hohe Performance feststellen. Bei Handbrake gelingt es dem Core Ultra 9 285K fast, die High-End-CPUs von AMD zu schlagen. In Cinebench R23 ist die Intel-CPU sogar an der Spitze, was aber vor allem am 56-sekündigen Boost auf 250 Watt liegt. Die E-Cores mit der stark gestiegenen IPC-Leistung schlagen jedenfalls bei Anwendungen voll durch. Im Leistungsindex zeichnet sich daher ein spannendes Bild:

Core Ultra 200S im Anwendungs-Index

Wir rufen an dieser Stelle ins Gedächtnis, dass Core Ultra 200S ohne HTT arbeitet. Die P-Cores haben also maximal einen Thread, den sie bearbeiten können, nicht zwei, wie es bei den Vorgängern der Fall ist. Mit den 24 Threads katapultiert sich der Core Ultra 9 285K damit in die Top 5 und muss sich nur von den mächtigen 32-Threadern von AMD sowie dem hauseigenen Vorgänger geschlagen geben, der ebenfalls auf 32 Threads setzen kann. Auffällig ist auch die nahe Platzierung von Core Ultra 7 265K an Core i7-14700K und Core Ultra 5 245K an Core i5-13600K. Die Anwendungsleistung ist sehr fein abgestimmt und auf sehr hohem Niveau. Das macht es umso erstaunlicher, dass die neuen Core-Ultra-Prozessoren in Spielen eher mäßig abschneiden - die Rohleistung ist da, sie muss nur noch auf die Straße gebracht werden. Nun folgt der Eintrag in den Gesamt-Index:

Intel Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core Ultra 5 245K im CPU-Index

Zum Abschluss der Leistungstests finden Sie die Benchmark-Bestenliste. Die Daten sind in drei Teile unterteilt: Gesamt, Spiele und Anwendungen. So können Sie die Liste vergleichen, die am besten zu Ihren Anforderungen passt (Standard ist die Sortierung nach der Gesamt-Performance). Insgesamt werden hier 18 Benchmarks miteinander verglichen. Alle Werte, die Sie sehen, sind normiert und bilden den Durchschnittswert aus mindestens drei Durchläufen. Aktuell liegt das Topmodell Intel Core Ultra 9 285K zwischen Core i7-14700K und AMD Ryzen 9 9900X: der 20-Kerner Core Ultra 7 265K zwischen AMD Ryzen 7 7800X3D; und Core i5-13600K und die bislang kleinste Arrow-Lake-CPU Core Ultra 5 245K zwischen AMD Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 7600X3D. In Summe können hier weder die Konkurrenz in Form von Zen 5, noch die hauseigenen Vorgänger geschlagen werden. Zukünftige Windows- und/oder UEFI/Microcode-Updates können daran noch etwas ändern. Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns mit der Effizienz der neuen Arrow-Lake-Prozessoren.

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  1. Seite 1 Übersicht
  2. Seite 2 Benchmarks
  3. Seite 3 Effizienz und Fps pro Watt
  4. Seite 4 Fazit und Wertung
    • Kommentare (346)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Also das ist ja verdammt wenig Steigerung.Ich sehe ja die Preise für Ram und so günstig sind diese ja nicht.
        Und dann so ne kleine Steigerung.Das ist ja fast nix.Da verzichtet man auf die kleine erhöhung und gibt lieber mehr Geld woanderst aus,wo es mehr bringt.Wie ne bessere Kühlung usw.
        Das ist ja mehr Verzweiflungs als Wirkungs Akt,kann man so sagen.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Also das ist ja verdammt wenig Steigerung.Ich sehe ja die Preise für Ram und so günstig sind diese ja nicht.
        Und dann so ne kleine Steigerung.Das ist ja fast nix.Da verzichtet man auf die kleine erhöhung und gibt lieber mehr Geld woanderst aus,wo es mehr bringt.Wie ne bessere Kühlung usw.
        Das ist ja mehr Verzweiflungs als Wirkungs Akt,kann man so sagen.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Incredible Alk
        Du hast die Posts über dir schon gelesen und die Zahlen gesehen?
        Sven und ich haben was in der Pipeline, in einer Stunde geht ein Artikel dazu live.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Prozessorarchitektur
        aber deutlich mehr scheint der d2d Kommunikation zu helfen von 2100 auf 3200 ist ein sprung
        Du hast die Posts über dir schon gelesen und die Zahlen gesehen?
        Der Sprung in allen internen Taktraten zusammen macht je nach RAM ganze 0-2% Unterschied. 3200 D2D sieht toll aus, bringt aber fast nix.
      • Von Prozessorarchitektur Lötkolbengott/-göttin
        Das der Ramtakt hilft ist klar aber deutlich mehr scheint der d2d Kommunikation zu helfen von 2100 auf 3200 ist ein sprung daher dürfte auch bei ddr5 6400 die perf. zuwachsen.
        so ist arrow lake brauchbar sofern die preise sich entsprechend bei 265kf bei 300€ einpendelt
      • Von Gast1748380205
        Hatte ich gesehen, Ich hatte mich für 6000er entscheiden, weil die Preisdifferenz zu 5600 sehr gering und danach der Gewinn an Leistung deutlich kleiner als die Steigerung beim Preis ist.
      Direkt zum Diskussionsende
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