Der zweite Schlag: Core 2 Quad
Weiter geht die Geschichte des Core 2 Duo mit dem Quad und den Auswirkungen, die bis Ryzen reichen.
Inhaltsverzeichnis
Doch mit diesem ersten Treffer ist es nicht getan, Intel holt direkt zu einem zweiten Schwinger aus und veröffentlicht noch im November 2006 den Core 2 Quad alias "Kentsfield". Das Rezept ist simpel: Man nehme das aus der letzten Pentium-D-Generation bekannte Multi-Chip-Package, aber statt zweier Pentium 4 kombiniere man zwei Core 2 Duo zu einem Prozessor mit doppelt so vielen Kernen. Diese können zwar nicht perfekt zusammenarbeiten, denn beide Compute-Hälften müssen über den gleichen Front Side Bus miteinander kommunizieren, der schon mit der Verbindung zwischen einer CPU und dem RAM gut beschäftigt ist. Ausgehend vom damals besten Design am Markt steigert "mehr" die Benchmark-Dominanz dennoch - und der "Core 2 Extreme QX6700" wird erneut für 999 US-Dollar angeboten, drückt die gesamte Dual-Core-Palette in noch günstigere Preisregionen. Zum Conroe-Refresh im Frühsommer 2007 bietet ein E6850 mehr Leistung als der X6800 bei einer MSRP von 266 US-Dollar.
AMDs schwache Reaktionen
Quelle: PC Games Hardware
Nachtreten, wenn jemand schon am Boden liegt: AMD stellte das "FASN8"-Upgrade für Quad-FX nicht mehr rechtzeitig fertig. Intel veröffentlichte trotzdem den Konter "Skulltrail" mit zwei Core 2 Quad in einem System - nur um zu zeigen, dass man es kann.
Der Konkurrenz bleiben in diesen Tagen nur Ablenkungsmanöver und Kostensenkungen. Die bestehende Athlon-64-Produktpalette wird drastisch im Preis gesenkt. Neue Varianten mit halbiertem Cache, aber ähnlicher Leistung dank etwas höherem Takt, opfern Effizienzfortschritte zugunsten niedrigerer Produktionskosten. Als direkten Konter kann AMD aber nur "Quadfather" präsentieren: Noch vor dem Start der Core 2 Quad nimmt man eine Dual-Sockel-F-Workstation, benennt die beiden Opterons in "FX-74" um und präsentiert das resultierende System mit zweimal zwei Kernen als neues Enthusiast-Produkt.
Den Core 2 Duo schlägt man so in einigen Benchmarks, solange niemand auf den Stromverbrauch der Ressourcenschlacht achtet, aber gerade in Spielen steht man auf verlorenem Posten: Wegen der CPU-internen Speichercontroller, eigentlich eine AMD-Stärke, leidet die als "Quad FX" verkaufte Plattform unter den gleichen Koordinationsproblemen, die Jahre später auch die ersten beiden Threadripper-Generationen zu Fall bringen. Abhilfe verspricht ein neues AMD-Produkt, das anfangs fälschlicherweise als "K8L" durch die Medien geistert, aber als "K10" entwickelt wird: ein nativer, monolithischer Vierkerner, der Intels Desktop-Chips vom Platz wischen und für Quad-FX-Systeme einen Aufrüstpfad auf "FSN8" mit acht Kernen in einem Rechner eröffnen soll.
Die Auswirkungen von Core 2 reichen bis Ryzen
Leider hat Intels Rechts-Links-Combo AMD in einem denkbar verletzlichen Moment erwischt. Nachdem ein Zusammenschluss mit dem langjährigen Entwicklungspartner Nvidia am Ego der Führungsriegen scheitert, kauft der CPU-Hersteller nämlich 2006 den GPU-Spezialisten ATI - zu einem sehr hohen Preis, denn ATI kommt gerade von einem Höhenflug. Die immensen Schulden zwingen AMD zu Einsparungen in der CPU-Entwicklung und bei der damals noch hausinternen Fertigung, in deren Zuge "K10" erst deutlich verspätet, mit weit niedrigerem Takt als geplant und auch noch fehlerhaft erscheint. Erst Ende 2007 steht der "Phenom" in den Regalen, verbleibt dann aber auch dort, bis 2008 alle Bugs des Conroe-Killers beseitigt sind.
Quelle: PC Games Hardware
Intel versprach während der Core-2-Zeit, jedes Jahr entweder eine neue Fertigung oder eine neue Architektur zu veröffentlichen. Der 45-nm-Core-2-Refresh-"Tick" hielt als einziger diesen Zeitrahmen exakt ein, aber andere Launches folgten rasch genug, um den Vorsprung auf die Konkurrenz auszubauen.
Conroe und Kentsfield sind zu diesem Zeitpunkt aber längst durch 45-nm-Shrinks ersetzt worden. "Yorkfield" und "Wolfdale" bieten mehr Cache, höhere Taktraten vor allem beim kritischen Front Side Bus und weniger Verbrauch zu weiterhin attraktiven Preisen. AMD muss sich abwertende Vergleiche zu alten Budget-Core-2-Quad gefallen lassen und wird selbst Flaggschiff-OC-Editionen nur für unter 200 Euro los. So beginnt eine Abwärtsspirale aus nicht überzeugenden Produkten, niedrigen Preisen und fehlendem Entwicklungsbudget, die AMD an den Rand des Ruins treibt und erst 2017 mit dem Launch der Zen-Architektur überwunden werden kann: "Ryzen" trifft umgekehrt Intel in einer besonders verwundbaren Phase mit eskalierenden Fertigungsproblemen. In der über ein Jahrzehnt währenden Phase zwischen Conroe und Ryzen hatte Intel den Markt aber quasi für sich. Aufbauend auf der Core-2-Architektur ersetzt Core i sukzessive Chip-Bestandteile durch Neuentwicklungen und erklimmt dabei immer neue Höhen, vor allem da Intels Fabs nach 65 und 45 nm auch beim 32-nm- und 22-nm-Prozess sauber abliefern. Die 14-nm-Ära wird zumindest lange vor der Konkurrenz eingeläutet. Gestartet wurde diese Dominanz am 27. Juli 2006 mit der Entscheidung, eine effiziente Mobile-Architektur als Grundlage für leistungsfähige Desktop-CPUs zu verwenden.

Danach den Q9550. Der war aber vom P/L schlecht.
Und anschließend den Intel Sandybridge 2500K. Der war deutlich besser und hatte ich sehr lange genutzt.
Den Takt wusste ich noch weil ich da viel dran gefummelt hatte bis das rockstable lief, die Spannung musste ich nachsehen