[PLUS] Mainboard-Retro: Von Sockel 1151 über Sockel AM4 bis zum Sockel 2066
PCGH Plus: Intel unangefochten an der Marktspitze, die HEDT-Plattformen, ein Sockel mit Löchern statt Kontaktfedern: Obwohl die zweite Hälfte der 2010er noch nicht lange zurückliegt, wirkt sie wie aus einer anderen Zeit. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2025.
AM4 versus 14 nm+(+)
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Im nunmehr vierten Jahr arbeitet unsere lose Reihe die Geschichte der PC-Plattformen auf. Ging es anfangs noch knallhart um CPU-Fassungen, Bussysteme und Chipsatztechnik, verlagerten sich im Laufe der Zeit immer mehr Funktionen und damit Entwicklungsschwerpunkte in die Prozessoren; externe Änderungen beschränkten und beschränken sich zunehmend auf Anpassungen an neue Interna oder sind reine Rebrands. Die System-Grundstruktur hat dagegen mit unserem letzten Rückblick, der im Jahre 2014 endete, ihre bis heute gültige Formel gefunden: Intels zweite Inkarnation der Sockel-H-/-115X-Reihe integriert CPU-Kerne, Caches, Speichercontroller, Grafikeinheit samt Bildausgabe und den PCI-E-Root-Controller mit allen für die GPU-Anbindung nötigen Lanes direkt im Hauptprozessor.
AMDs kurze Zeit später folgender FM1 bietet sogar schon einen ×4-Link für Peripherie in der CPU, Jahre bevor irgendjemand an NVME-SSDs denkt und in einer Preisklasse, in der selbst SATA-Flash seinerzeit keine Selbstverständlichkeit ist. Mainboards dienen derweil nur noch der Stromversorgung, der Systeminitialisierung und natürlich der elektromechanischen Verbindung. Aber die verbauten I/O-Hubs sind keine zentralen Systembestandteile mehr, sondern primär per PCI-Express angeflanschte Schnittstellenvervielfältiger und -adapter. Alles Relevante spielt sich im Sockel ab.
Vor allem MSI integriert die Kühlerhalterung vieler 2011-v3-Mainboards nicht, wie von Intel vorgeschlagen, in den vorderseitigen ILM-Rahmen des Sockels, sondern in die rückseitige Backplate. AMD lehnt sich beim AM4 an dieses Design an und kopiert es später für den AM5 nahezu 1:1.
2011-v3
HEDTs Sternstunde
Daraus folgt: wenn viel geschehen soll, muss viel Sockel her. Eine Marktunterteilung verläuft 2014 quer durch den für PCGH-Leser interessanten Bereich. Während der Sockel 1150 bis zur Oberklasse reicht, aber in seiner Ausstattung Rücksicht auf die Preislimits von Einsteigern nimmt, werden High-End-Desktop-CPUs und der Enthusiast-Markt mit Workstations und Entry-Level-Server im nächstgrößeren Sockel vereint. Spieler machen um diesen einen großen Bogen, denn die erste Generation des "Sockel R" hinkt dem Mainstream architektonisch um 16 Monate respektive mehr als eine CPU-Generation hinterher. Das soll sich im August 2014 mit dem R3 alias "2011-v3" ändern - ein erstes Beispiel unschlüssiger Plattformbenennung bei Intel, denn vom Vorgänger "2011" existiert als Multi-CPU-Ableger bereits ein "2011-1", aber weder gibt es einen "-2", noch eine Erklärung für das plötzlich in Präsentationen auftauchende (und später teils verschwindende) "v".
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Vom Sockel 1151 über Intels LGA 2066 bis zum langlebigen AM4 – in diesem exklusiven Plus-Artikel beleuchtet PCGH die Evolution der PC-Plattformen seit 2014. Erfahren Sie, wie sich Funktionen zunehmend in die CPUs verlagerten, welche Plattformen mit technischen Meilensteinen glänzten und welche Sockel bei Enthusiasten scheiterten. Profitieren Sie von praxisnahen Einblicken zu den Highlights und Flops bei Intel und AMD, inklusive OC-Potenzial, RAM-Support und Aufrüstpfaden. Ideal für Retro-Fans, Technik-Historiker und Aufrüster mit Langzeit-Hardware!
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