Core i9-9900K & Co. im Test: Zusammenfassung mit Fazit
Wie schlagen sich der Core i9-9900K, Core i7-9700K und Core i5-9600K als Spiele-CPUs? PC Games Hardware fasst die Testergebnisse zusammen und zieht ein erstes Fazit zu Intels Coffee-Lake-S-Refresh.
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Zusammenfassung
Nach den Fakten und den Testergebnissen, was lässt sich nun über Intels neue 9000er-Reihe erzählen? Erstmal kommen wir zu den einzelnen Prozessoren:
Der Core i9-9900K bietet die (derzeit) beste Spieleleistung im Mainstream-Segment. Lässt man die TDP-Grenze offen, liefert er grandiose Ergebnisse und sogar mit einer manuellen Eingrenzung auf 95 Watt führt er die Tests an. Für eine unbegrenzte Nutzung empfiehlt sich aber eine gute Wasserkühlung, da er ansonsten langfristig oder sogar kurzfristig unter der hohen Hitzeentwicklung Schaden nimmt. Und das, obwohl der Heatspreader diesmal verlötet ist und somit eigentlich bessere Kühleigenschaften bieten sollte. Sogar Gigabyte erwähnt das in seinem Z390 OC-Guide explizit. Der i9-9900K kostet mit knapp 490 US-Dollar (Marktpreise aktuell eher 699 Euro) - wie derzeit alle Intel-CPUs - unverhältnismäßig viel.
Der Core i7-9700K kostet rund 375 US-Dollar (Marktpreise: 499 Euro) und ist aus Preis/Leistungssicht die interessanteste Wahl der neuen 9000er. Er bietet acht physische Kerne mit einem recht hohen Turbo (Single-Core 4,9 GHz und All-Core-Turbo etwa 4,6 GHz). Bei aktuellen Spielen liegt er zumeist auf den zweiten Platz. Das fehlende Hyper Threading lässt ihn bei Anwendungen jedoch ins Mittelfeld zurückfallen. Bei Anwendungen zahlt sich eine hohe Kern/Threadanzahl aus und hier wird der eigentlich gute Core i7-9700K vom "alten" Spitzenmodell Core i7-8700K geschlagen.
Der Core i5-9600K ist ein etwas "unnötiger" Neuzugang. Er ist nahezu baugleich mit dem "alten" Core i5-8600K und bietet nur ein bisschen mehr Takt (3,7 GHz im Vergleich zu 3,6 GHz Basistakt und 4,6 GHz im Vergleich zu 4,3 GHz Turbo). Er wird aber mit rund 260 US-Dollar (Marktpreis: 390 Euro) ein wenig mehr als sein Vorgänger kosten, zumindest laut Liste. Interessant ist hier, dass laut Intel der Heatspreader vom Core i5-9600K verlötet ist. Er sollte also besser gekühlt werden können als der Core i5-8600K.
Grundlegend ist die neue 9000er-Reihe von Intel gelungen: Der Core i9-9900K ist der neue Mainstream-Testsieger und ist Intels erster Fuß in Achtkern-Territorium. Der Core i7-9700K ist eine gute Wahl für Gamer mit etwas mehr Budget. Für Videoschnitt oder Streaming ist hier aber der Core i7-8700K oder der Core i9-9900K auf der Intel-Seite zu empfehlen. Der Core i5-9600K ist nur ein minimales Upgrade für den Core i5-8600K. Ob einem das bisschen mehr Takt und der verlötete Heatspreader den Aufpreis wert sind, muss jeder selbst entscheiden. Es ist jedoch Schade, dass die 9000er leider kein Äquivalent zum Core i7-8700(K) (sechs Kerne mit Hyper Threading und besseren Takt) bieten. Dieser hätte als neuer Preis/Leistungstipp und als Nachfolger des Core i7-8700K sicher großen Erfolgt gehabt. Der größte Haken wird hier jedoch aber wiedermal der Preis. Derzeit gehen die Preise für Intel-CPUs durch die Decke und es ist für die nähere Zukunft keine Änderung in Sicht. Die Preisangaben auf der ersten Seite und hier im Text sind die offiziellen Angaben von Intel, ob sie aber so "niedrig" bleiben, obwohl alle anderen Prozessoren derzeit eine Preissteigerung erleben, ist unklar.
Kurzfazit
Intels neuer Core i9-9900K und Core i7 - 9700K sind durchaus empfehlenswerte Prozessoren für Kunden mit einem großen Geldbeutel. Kunden mit einem begrenzten Budget empfehlen wir derzeit noch CPUs wie den Ryzen 7-2700X oder den Ryzen 5-2600X, die ähnliche Leistung für deutlich weniger Geld bieten.

Wenn die Spiele viele Kerne auslasten und die Taktraten angepasst werden, ist er für gewöhnlich nicht besser. Das ist halt bei Gamern halt nur selten der Fall, umgekehrt ist der 9900K aber auch für Anwendungen besser, die nur schlecht mit zusätzlichen Kernen skalieren. Wenn zum Beispiel diverse Adobe-Produkte sowieso nur vier Kerne nutzen, dann kann man den Kern-Vorteil einer Mesh-Architektur nicht nutzen, hat aber alle einhergehenden Nachteile.
Okay, aber weshalb ist der 9900K beim Gaming im Vergleich zu SKL-X um so viel besser?
Fürs Gaming ist Mesh im Vergleich zum Ringbus schlechter. Nicht nur wegen der miserablen Latenzen und dem viel zu kleinen L3-Cache.
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Ja, Quad-Channel ist nicht unbedingt entscheidend für eine bessere Spielleistung. L3-Cache ist wichtig.