Intel Core i9-9900F in SiSoft Sandra aufgetaucht
Intel scheint das Angebot an Coffee-Lake-Prozessoren ohne integrierte GPU erweitern zu wollen. Nach einem KF-Modell ist nun auch ein Core i9-9900F aufgetaucht, dem neben der GPU auch ein offener Multiplikator fehlt. Dementsprechend dürfte das Modell vor allem OEM-Partner interessieren.
In SiSoft Sandra ist ein eher ungewöhnlicher Vertreter von Intels Coffee-Lake -Riege aufgetaucht. In Santa Clara sieht man offenbar Potenzial für einen Core i9-9900F. Der informierte Technikenthusiast kann wohl bereits ahnen, was es damit auf sich hat. Das Modell kommt ohne integrierte GPU und ohne offenen Multiplikator daher, also eine kleine Version des Core i9-9900KF, der ohne GPU, aber mit offenem Multiplikator ausgestattet ist.
Im Geiste des Core i5-9400F wird die GPU auch technisch weiter vorhanden sein, aber deaktiviert, weil sie möglicherweise defekt ist, die restliche CPU aber funktioniert. Entsprechend dürfte der Core i9-9900F keine Unterschiede zu den bekannten Prozessoren und ihren Eckdaten aufweisen. Also 16 MiB L3-Cache und vermutlich 3,1 GHz Basistakt - ohne K im Namen gibt es meist etwas weniger.
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Der Boost scheint bei 5 GHz auf zwei und 4,8 GHz auf vier Kernen zu liegen. Hier sollte man aber generell vorsichtig sein. Sicher ist wohl, dass es eine neue CPU gibt. Die dürfte wohl vor allem im OEM-Bereich Anklang finden und weniger im Einzelverkauf für Enthusiasten, denn Intels "Sondermodelle" sind oft nicht preislich attraktiv genug. Für den Core i9-9900KF etwa will man nahezu so viel Geld wie für den Core i9-9900K.
Hintergrund für die vielen F-Prozessoren dürfte nach wie vor das knappe Lieferangebot sein, dem sich Intel gegenübersieht. Durch die hohe Nachfrage und den schleppenden Fortschritt bei neuen Strukturen scheint man mehr Dies zu Geld machen zu wollen und gerade die Versorgung der OEM-Partner spielt hier eine Rolle, die auch gut und gerne mit CPUs ohne freiem Multiplikator leben können.
Quelle: via Toms Hardware

Weder HWMonitor noch der Win 10 Taskmanager liefern bei vorhandener Grafikkarte Daten über die IGP. Entweder ist sie bei mir wirklich abgeschaltet, wenn man kein QuickSync nutzt, oder beide Tools sind nicht in der Lage, Daten anzuzeigen.
Der i9-9900F muss sich erst einmal finanziell lohnen. Bei 520€ für den i9-9900K und 570€ für den i9-9900KF lohnt sich das niemals. Wenn dann der i9-9900F auch noch langsamer sein sollte wie ein i9-9900K (was bei anderen Prozessoren ja der Fall ist und im Artikel spekuliert wird), dann lohnt sich der "F" niemals. So billig wird Intel den niemals verkaufen.
Da der Basistakt beim i9-9900K aber völlig irrelevant ist, frage ich mich vor allem, ob der i9-9900F ein freies Power-Limit hat und ob er dann auch mit (8+8)*4,7 GHz läuft. Wenn dort die Power auf max 95W beschränkt wird, dann wäre der i9-9900F für mich wieder mal ein Resteverwertung von Dies, die für den i9-9900K im CPU-Teil zu schlecht sind.
Ob sich sowas für Gamer trotzdem lohnen würde, muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich kaufe meine CPU um sie zu nutzen, und das heißt halt nicht, dass ich sie künstlich auf 95W beschränke oder SW nutze, die mit den 8+8 Kernen nichts anzufangen weiss.
Was da immer für ein Bohai um die Luftkühlung gemacht wird, ist mir ein Rätsel, falls man den i9-9900K nicht in einem Micro-ITX Gehäuse betreiben möchte. Klar wird ein normaler Luftkühler laut, wenn man den i9-9900K ohne Powerlimit bei 4,8 GHz oder mehr betreibt. Bis 4,7 GHz@AllCore und 200W Powerlimit (womit er bei mir bei der 4K-Konvertierung mit h265 bei 90-97% CPU-Auslastung ist und das Powerlimit nahezu nie erreicht) ist das ganze noch angenehm leise. Mein alter i7-2600K@Stock ist bei 100% Auslastung (und ebenfalls Luftkühlung) lauter, aber der Lüfer ist auch gut 7 Jahre alt.
Schön, daß Intel es mal zugibt.