Intel: Cascade Lake-X angeblich verschoben, Skylake-X-Refresh mit 22-Kerner

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Intel: Cascade Lake-X angeblich verschoben, Skylake-X-Refresh mit 22-Kerner
Quelle: Intel

Intel soll die Prozessorfamilie Cascade Lake-X weit in das Jahr 2019 hinein verschoben haben. Für den High-End-Desktop soll es deshalb einen Skylake-X-Refresh geben, der einen 22-Kerner für den Sockel 2066 bringen werde. Für mehr Kerne bräuchte es den LGA 3647. Der Coffee-Lake-S-Achtkerner soll weiterhin für den September, Oktober angesetzt sein.

Eigentlich wurden Intels Cascade-Lake-X-Prozessoren bis zum Jahresende erwartet. Geht es nach den Informationen der japanischen Webseite pc.watch.impress.co.jp (maschinelle Übersetzung, via computerbase.de) soll sich die Veröffentlichung jedoch auf das zweite Halbjahr 2019 verschieben. Als Quellen werden OEM-Kontakte genannt, mit denen der Autor laut eigenen Aussagen auf der Computex 2018 gesprochen habe. Beim Thema Coffee-Lake-S-Achtkerner für den Sockel 1151 stimmt die Webseite mit unseren Informationen überein: Die Veröffentlichung soll im späten Sommer beziehungsweise frühen Herbst, sprich im September oder Oktober, stattfinden.

Als Einschieber, bis Cascade Lake-X fertig ist, soll Intel einen Skylake-X-Refresh planen. Der Sockel 2066 werde ein neues Topmodell mit 22 statt wie bisher 18 Kernen erhalten. Dafür dürfte Intel aber wohl kaum einen neuen Siliziumchip auflegen. Vielmehr sollte der Extreme-Core-Count-Die mit 28 Kernen im Vollausbau aus dem Server-Bereich herhalten, bei dem sechs Kerne und zwei der sechs Speicherkanäle deaktiviert würden. Stimmen die Informationen, könnte Intel theoretisch auch den (abseits des Hexa-Channels) vollen 28-Kerner für den Sockel 2066 veröffentlichen. Möglicherweise spricht die Spannungswandlung bisheriger X299-Mainboards dagegen. Ursprünglich soll Intel die Boardpartner schon mit dem 18-Kerner überrumpelt haben, sodass ein 28-Kerner zumindest für Einsteigerplatinen zu viel des Guten darstellen könnte.

Bislang gingen wir davon aus, dass der angekündigte Core-i9-28-Kerner aus der Cascade-Lake-X-Familie stammen wird. Sollte sich diese tatsächlich soweit verschieben, müsste Skylake herhalten. Den Q4-Termin wird Intel tunlichst einhalten wollen, um ein Konkurrenzprodukt für AMDs Ryzen Threadripper 2000 mit bis zu 32 Kernen anbieten zu können. Erwartet wird in diesem Bereich weiterhin die Verwendung der LGA-3647-Plattform aus dem Server-Bereich. Intels Demo auf der Computex-Pressekonferenz lief definitiv mit einer Hexa-Channel-Plattform samt 12 RAM-Bänken.

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    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von gorgeous188
        X299 Einsteigerplatinen. Diese Formulierung muss ich mir jetzt mal gaaanz langsam auf der Zunge zergehen lassen
        Es gibt X299-Mainboards mittlerweile ab 170 Euro. "Einsteiger" ist vielleicht etwas optimistisch formuliert, aber wenn sich AMD-Käufer darüber beschweren, dass viele Mainboard-Hersteller in der ersten AM4-Generation ihr Portfolio oben gekappt und keine Platinen jenseits von 300 Euro veröffentlicht haben, dann kann man schon von "günstig" sprechen.

        Zitat von bschicht86
        Da streiken wohl die OEM's und Platinenhersteller? Selbst X299 war stellenweise mit dem 18-kerner überlastet und es bleibt fraglich, ob die Boardhersteller die vielen benötigten Spannungswandler mit dem großen Sockel überhaupt auf ATX gequetscht bekommen.

        HEDT war doch bis gerade eben noch X299. Und ja, da sieht man schön, wie stark sie von AMD überrumpelt worden. Alle Veröffentlichungen seit Ryzen wirken irgendwie überhastet und teilweise unausgereift.
        Mit entsprechend angepassten Taktraten könnte Intel die bisherige TDP auch beibehalten und mit der kommen alle Boards klar. Wenn man die TDP anheben würde, müssten alte Mainboards halt entsprechend ihrer Reserven dafür freigegeben werden – die gleichen Situation ist auch bei Threadripper II mit +70 W zu erwarten. Für den Endkunden ist das allemal besser als wenn man wegen ein paar Watt Mehrverbrauch bei einigen kommenden Modellen einen beinahe identischen, aber künstlich inkompatiblen Sockel einführt.

        Zitat von OOYL
        Aufgepasst!

        Bei E-ATX ist das so ne Sache, einerseits werden diverse Consumer-Mainboards mit den leicht unterschiedlichen Massen von 12 × 10.1 in (305 × 257 mm), 12 × 10.4 in (305 × 264 mm), 12 × 10.5 in (305 × 267 mm) und 12 × 10.7 in (305 × 272 mm) als E-ATX verkauft. Dann gibt es noch das "wahre" E-ATX mit 12x13 inch. Die meisten 12x13" Boards werden aber als SSI-EEB Boards ausgeführt und unterscheiden sich möglicherweise abseits der Abmessungen. (z.B. Montagelöcher)

        Wenn bei einem Gehäuse von E-ATX die Rede ist, ist in den allermeisten Fällen das FakE-ATX gemeint. (Breite<11")

        (en.wikipedia.org/wiki/ATX)
        SSI-EEB dürfte die mechanischen E-ATX-Spezifikationen an keiner Stelle überschreiten, sondern definiert nur zahlreiche weitere Parameter. In Consumer-Gehäusen werden diese nicht berücksichtigt, deswegen sprechen die Gehäusehersteller weiterhin von E-ATX. Ein nicht-SSI-EEB-kompatibles Mainboard mit E-ATX-Dimensionen habe ich aber seit der Jahrtausendwende nicht mehr gesehen. Das "E-ATX" in den Spezifikationsangaben vieler leicht breiterer Consumer-Boards bedeutet nur "passt in ein E-ATX-Gehäuse", aber nicht in Standard-ATX – weil es halt 5-25 mm mehr Platz braucht. E-ATX-Größe unterhalb des Workstation-Marktes hatte aber nur Intels Skulltrail. (Möglicherweise auch AMD Quadfather. Wir haben kein Exemplar mehr in der Redaktion, könnte auch SSI-CEB gewesen sein.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von gorgeous188
        X299 Einsteigerplatinen. Diese Formulierung muss ich mir jetzt mal gaaanz langsam auf der Zunge zergehen lassen
        Es gibt X299-Mainboards mittlerweile ab 170 Euro. "Einsteiger" ist vielleicht etwas optimistisch formuliert, aber wenn sich AMD-Käufer darüber beschweren, dass viele Mainboard-Hersteller in der ersten AM4-Generation ihr Portfolio oben gekappt und keine Platinen jenseits von 300 Euro veröffentlicht haben, dann kann man schon von "günstig" sprechen.

        Zitat von bschicht86
        Da streiken wohl die OEM's und Platinenhersteller? Selbst X299 war stellenweise mit dem 18-kerner überlastet und es bleibt fraglich, ob die Boardhersteller die vielen benötigten Spannungswandler mit dem großen Sockel überhaupt auf ATX gequetscht bekommen.

        HEDT war doch bis gerade eben noch X299. Und ja, da sieht man schön, wie stark sie von AMD überrumpelt worden. Alle Veröffentlichungen seit Ryzen wirken irgendwie überhastet und teilweise unausgereift.
        Mit entsprechend angepassten Taktraten könnte Intel die bisherige TDP auch beibehalten und mit der kommen alle Boards klar. Wenn man die TDP anheben würde, müssten alte Mainboards halt entsprechend ihrer Reserven dafür freigegeben werden – die gleichen Situation ist auch bei Threadripper II mit +70 W zu erwarten. Für den Endkunden ist das allemal besser als wenn man wegen ein paar Watt Mehrverbrauch bei einigen kommenden Modellen einen beinahe identischen, aber künstlich inkompatiblen Sockel einführt.

        Zitat von OOYL
        Aufgepasst!

        Bei E-ATX ist das so ne Sache, einerseits werden diverse Consumer-Mainboards mit den leicht unterschiedlichen Massen von 12 × 10.1 in (305 × 257 mm), 12 × 10.4 in (305 × 264 mm), 12 × 10.5 in (305 × 267 mm) und 12 × 10.7 in (305 × 272 mm) als E-ATX verkauft. Dann gibt es noch das "wahre" E-ATX mit 12x13 inch. Die meisten 12x13" Boards werden aber als SSI-EEB Boards ausgeführt und unterscheiden sich möglicherweise abseits der Abmessungen. (z.B. Montagelöcher)

        Wenn bei einem Gehäuse von E-ATX die Rede ist, ist in den allermeisten Fällen das FakE-ATX gemeint. (Breite<11")

        (en.wikipedia.org/wiki/ATX)
        SSI-EEB dürfte die mechanischen E-ATX-Spezifikationen an keiner Stelle überschreiten, sondern definiert nur zahlreiche weitere Parameter. In Consumer-Gehäusen werden diese nicht berücksichtigt, deswegen sprechen die Gehäusehersteller weiterhin von E-ATX. Ein nicht-SSI-EEB-kompatibles Mainboard mit E-ATX-Dimensionen habe ich aber seit der Jahrtausendwende nicht mehr gesehen. Das "E-ATX" in den Spezifikationsangaben vieler leicht breiterer Consumer-Boards bedeutet nur "passt in ein E-ATX-Gehäuse", aber nicht in Standard-ATX – weil es halt 5-25 mm mehr Platz braucht. E-ATX-Größe unterhalb des Workstation-Marktes hatte aber nur Intels Skulltrail. (Möglicherweise auch AMD Quadfather. Wir haben kein Exemplar mehr in der Redaktion, könnte auch SSI-CEB gewesen sein.)
      • Von gaussmath
        Über den Sinn von solchen Kerngiganten im Prosumer-Bereich kann man sich wirklich streiten. Die CPUs werden umso unflexibler einsetzbar, desto mehr die Sockel beschnitten werden. Meiner Meinung nach ist der 32er Threadripper reines Prestige. Durch den 12nm Fertigungsprozess bekommt man gerade soeben die Kernzahl gewuppt, muss aber mit einem relativ niedrigen Basistakt leben. Durch das schlanke Speicherinterface verlagert sich der Awendungsbereich hin zu chache-lastigen Szenarien. Der IF Overhead bremst zusätzlich und führt zu schlechteren Latenzen.

        Das ist im Grunde ein kastrierter Epyc Chip, der unflexibel einsetzbar ist. Ich werde AMD nicht auch noch bei diesem Unfug unterstützen und stattdessen den 16 Kerner nehmen.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Zitat von gaussmath
        Du hast immerhin erwähnt, dass man den Sockel beschneiden könnte, was ich für keine gute Idee halte.
        Ja, damit die Kagge da drauf passt ^^ KA ob es Sinn macht, aber da frage ich nach KBL-X schon gar nicht mehr nach
      • Von Tolotos66 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von bschicht86
        Und du meinst wirklich, dass Intel mehr als 12 Kerne in den Desktop-Bereich gebracht hätte, wenn Ryzen nicht so eingeschlagen wäre? Sah man ja schön an den Folien, dass >12 Kerne später "hastig" eingefügt wurden und die dann auch Probleme mit den ersten X299-Brettern hatten.
        Stimmt. Habe ich sogar schon bei ATX erlebt. Asrock 980 DE3/U3S3 oder Asrock Z170 Fatal1ty Gaming K4. Bohrungen passten zwar, aber unterschiedliche Gesamtmaße.
        Ich denke auch, einfach neue Bretter zu bauen, hört sich immer einfacher an, als es in Wirklichkeit ist. War ja auch so mit Ryzen für die Boardhersteller.

        Gruß T.
      • Von gaussmath
        Zitat von DARPA
        Was jetzt wie performancemäßig ausreichend dimensioniert ist, kann und wollte ich gar nicht mitreden.
        Du hast immerhin erwähnt, dass man den Sockel beschneiden könnte, was ich für keine gute Idee halte.
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