Intel Cannon und Ice Lake: Serienproduktion in 10 nm auf 2019 verschoben
Intel hat offiziell bestätigt, dass die Serienproduktion in 10 nm ein weiteres Mal verschoben werden musste. Schuld sei die Ausbeute, die man nicht im erwarteten Maße habe verbessern können. Intel habe mehrere Faktoren für Defekte feststellen können, benötige aber Zeit, um diese auszubessern. Die Serienproduktion soll nun erst 2019 beginnen - auf das erste Halbjahr wollte sich CEO Brian Krzanich nicht festlegen.
Ursprünglich wollte Intel 2015 die ersten Prozessoren ausliefern, die im hauseigenen 10-nm-Prozess gefertigt werden. Aufgrund von Problemen musste der Chiphersteller die Serienproduktion jedoch immer wieder verschieben. Auch 2018 wird daraus nichts mehr, wie Intels CEO Brian Krzanich im Rahmen der Analystenkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen zugeben musste (Webcast, Transkript bei seekingalpha.com). Die Rede ist weiterhin von einem Versand von 10-nm-CPUs in einer Kleinserie, ohne dass irgendwelche Details genannt werden. Es dürfte sich um einzelne Muster von Cannon-Lake-U-Zweikernern handeln - teilweise sogar mit komplett deaktivierter iGPU.
Die Probleme sollen bei der Ausbeute, dem sogenannten Yield, liegen. Diese habe man zwar verbessern können, aber nicht im erwarteten Maße. Intel benötige mehr Zeit, weshalb die Serienproduktion nun erst 2019 anlaufen soll. Auf Nachfrage wollte Krzanich sich nicht auf das erste Halbjahr festlegen. Es könnte also auch erst gegen Ende 2019 so weit sein. Als Lückenfüller werden Whiskey Lake für Endkunden (wahrscheinlich als Notebook-CPUs) und Cascade Lake für Server angeführt. Gerüchten zufolge soll Cascade Lake-X auch für den Sockel 2066 erscheinen. Zudem hat Intel vermutlich einen Coffee-Lake-S-Achtkerner auf der internen Roadmap stehen. Intel glaubt, den 14-nm-Prozess weiter verbessern zu können, um Performance-Vorteile rauszuholen. Dementsprechend könnte es noch ein 14+++ oder gar 14++++ geben.
10 nm sei problematisch, weil es den letzten Prozess mit vollständiger Immersionslithographie darstelle. Manche Layer müssten bis zu sechs Mal belichtet werden, um die kleinen Strukturen bilden zu können. In diesem Zusammenhang gibt Krzanich zu, dass die Ziele zu ambitioniert gewesen seien: Verglichen mit 14 nm sollte die Packdichte um den Faktor 2,7 statt um konservativere 2,4 steigen, was jetzt mitunter die Probleme verursache. Mit 7 nm möchte Intel die EUV-Technik mit extrem-ultravioletter Belichtung einführen.
Die Ingenieure hätten konkrete Faktoren, die bei 10 nm zu Defekten führten, identifizieren können. An den Verbesserungen arbeite Intel jetzt, erprobt worden seien diese aber noch nicht. "Die Transistoren funktionieren, die Leistung entspricht den Erwartungen". Es gehe jetzt tatsächlich nur darum, die Ausbeute auf ein akzeptables Niveau anzuheben. Verbesserungen in Form von 10+ und 10++ sollen später folgen.
Im Bereich der 7-nm-Fertigung möchte Intel einen Multi-Die-Ansatz fahren, um verschiedene Bereiche in unterschiedlichen Prozessen belichten zu können. Intel könnte zum Beispiel die CPU in 7 nm fertigen, die GPU in 14 nm und das dann über den EMIB-Interconnect verbinden. Gerüchten zufolge wolle Intel künftig sogar die GPU in mehrere Chips unterteilen.

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Ich bin echt auf die 7nm gespannt ab 2019 will GF ja auf EUV umstellen und dann wären sie weiter als Intel und damit höhere Ausbeute bei weniger Fehlern. Wenn ich es richtig verstehe ist es bei EUV möglich in weniger Schritten zu fertigen und damit schneller zu fertigen bei weniger fehleranfällig keit.
Ich bin richtig gespannt, was 2019 zu bieten hat. Es ist einfach nur schön, mal wieder Bewegung im Bereich der CPUs zu sehen. Die 10nm Panne kommt eigentlich genau richtig, so kann AMD mit Zen2 (hoffentlich H1 2019) den Druck weiter ausbauen und wir dürfen uns auf bessere und günstigere Produkte freuen (einige Erfolge dieses "Kampfes" sind z.B. i5-8400 für ~160€, R5 1600 für ~145€ und 2700X für ~319€). Wenn bei AMD nichts mehr groß schief geht und Zen2 noch vor Intel's 10nm kommt, kriegen wir 2019 / 2020 einen richtig schönen Kampf geboten.
Ja, aber in dem Video lief der Threadripper an seiner Grenze, während der Intel bei weitaus mehr Takt noch nicht dicht macht.
Kurze Frage: Wie sind wir von "Intel verschiebt 10nm" auf "Skylake-X vs Threadripper" gekommen?
Ich muss es mal wieder betonen. Der 1950X läuft nicht an der Kotzgrenze. Der Takt bei Volllast beträgt 3.4GHz. Ausgehend davon ist ein OC auf 4GHz möglich.
Ich finde den Threadripper auch klasse und es ging mir auch nicht darum die ein oder andere CPU auf/abzuwerten.
Nur JanJakes Aussage, daß die i9 speziell der i9 7980XE am Limit sind finde ich nicht richtig.
Extrem OC muß auch nicht sein. Ich lasse meinen i9 7920X auf lockeren @4.4GHz laufen und erreiche beim rendern/Home Videos konvertieren auf einem Kern gerade mal die 70 Grad Marke, die restlichen Kerne bleiben darunter.
Und das mit einer Corsair Hydro H115i PRO, also nicht mal eine Custom WK.