Xeon E3-1231 v3 im Test: Ist der Xeon immer noch ein Geheimtipp?
Der Vorgänger des Xeon E3-1231 v3 war der Geheimtipp schlechthin: Man bekam für kleines Geld extrem viel Rechenleistung, die ganz knapp an das Spitzenmodell der Desktop-Serie heranreichte. Dafür musste man auf einen offenen Multiplikator und die integrierte Grafikeinheit verzichten, m Gegenzug gab es ECC - für Spieler leicht verschmerzbar. Ob das immer noch gilt, zeigt unter Test.
Der Xeon E3-1231 v3 gehört zum eigentlich eher mäßig spannenden Haswell-Refresh, der auf dem Papier nur wenig Leistungssteigerung verspricht. Das ist auch in der Praxis so, wie man bereits im Test des Core i7-4790K und dem Test des Core i5-4690 sehen kann. Ein paar Frames kommen in Spielen schon zusammen, aber prozentual steht das Aufrüsten in keinem Verhältnis zum Kostenfaktor, wenn man eine CPU aus der Vorgängergeneration besitzt. Für alle anderen aber bleibt der Xeon E3-1231 v3 ein sehr spannendes und vor allem kostengünstiges Produkt, das reichlich Leistung zum kleinen Preis verspricht. PC Games Hardware macht daher einen kurzen Test.
Intels Xeon E3-1231 v3 ist der direkte Nachfolger des enorm beliebten Xeon E3-1230 v3 (Test). Der begeisterte preisbewusste Käufer mit seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwar verzichtet man auf die integrierte Grafikeinheit, aber das dürfte Spieler kaum stören, da diese ohnehin auf eine dedizierte Lösung setzen. Im Vergleich zum direkten Vorgänger des Xeon fallen exakt 100 Megahertz mehr Takt an – 3,4 GHz statt 3,3 GHz im Normalbetrieb und maximal 3,8 GHz statt 3,7 GHz im Boost. Das bedeutet auch, dass er nun exakt die Leistungswerte des Xeon E3-1240 v3 (Test) besitzt (das etwas schnellere aber teurere Modell der alten Serie).
Das Desktop-Pendant ist allerdings nicht mehr so einfach auszumachen wie damals. Taktmäßig ist es der Core i5-4690(K) - dem Xeon fehlt ihm gegenüber wie gesagt die integrierte Grafikeinheit und er muss auf 100 MHz Takt verzichten. Kernseitig ist der Desktop-Konkurrent aber der Core i7-4790(K), denn er bietet wie der Xeon E3-1231 v3 vier Kerne und acht Threads, während die 4690er auch vier Kerne, aber nur vier Threads liefern. Zum 4790(K) ist die Taktschere aber deutlich größer: 200 bzw. satte 600 MHz beim K-Modell. Hier hat Intel ganz klar nachgesteuert: Dem alten Xeon E3-1230 v3 fehlten nur 200 MHz zum 4790K-Vorgänger 4770K. Hier die Übersicht:
Wie man deutlich sehen kann, haben sich die Verhältnisse im Vergleich zur Vorgängergeneration verschoben. Der Xeon E3-1231 v3 ist nicht mehr mit dem Spitzenmodell direkt vergleichbar, sondern eigentlich mit dem eines darunter platzierten Core i5-4690 (K), der auf 3.500/3.900 MHz kommt, aber nur vier Kerne/Threads bedient. So muss im Grunde der 4790 mit 200 MHz Abstand als Vergleichsmodell herhalten. Der Taktabstand zum K-Modell des Core i7-4790 einfach zu groß. Das Zwischenfazit: Die Situation macht den Xeon E3-1231 v3 in der Haswell-Refresh-Generation etwas weniger attraktiv als noch zuvor. Nach diesen Zahlenspielen hoffen wir, dass Sie jetzt noch für die Benchmarks aufnahmefähig sind.
Xeon E3-1231 v3 Test: Benchmarks
Dem Intel-Modell-Wanhsinn zum Trotz liefert der Xeon E3-1231 v3 Test in unseren Tests solide Werte ab. In Anno 2070 ist er erwartungsgemäß so fix unterwegs wie ein Core i7-4770K und einen Hauch langsamer als der Core i7-4790, bei 2 Fps wollen wir nicht kleinlich sein. Ein ähnliches Bild zeigt sich in F1 2013, wo der Xeon E3-1231 v3 wie erwartet auf dem Niveau seiner Taktbrüder liegt. Der Core i7-4790K bleibt indes uneinholbar. Intel hat hier zu deutlich an der Taktschraube gedreht: 600 MHz mehr ohne Eingriff sind ein Wort, spielerisch aber eher ohne Belang. Wer nicht jedes Fps einzeln zählt, fährt mit dem Xeon E3-1231 v3 in unseren Tests stets in flüssigen Fahrwassern.
Erwartungsgemäß kann sich der Xeon E3-1231 v3 auch von seinem Vorgänger nicht nennenswert absetzen. Der Xeon E3-1230 v3 liefert in Anno 2070 49,6 Fps Durchschnitt und 41 Frames Minimum. In Crysis 3 lautet die Konstellation 77/64 Fps, in F1 2013 sind es 83,8/75 Frames.
Xeon E3-1231 v3 Test: Fazit
Der Intel Xeon E3-1231 v3 ist noch kein neuer Geheimtipp. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger mit einer um eins niedrigeren Modellnummer zahlte der Kunde anfangs noch den Neuerscheinungszuschlag – mittlerweile jedoch sind 205 Euro sehr günstig für einen Vierkerner mit Hyperthreading, ECC-Support und allen Features, die auch Intels Core-Reihe zu bieten hat. Lediglich auf integrierte Grafik und mehr als 200 MHz Übertaktungsmöglichkeit für alle Kerne müssen Nutzer der 3,4-GHz-CPU verzichten. Zudem kämpft der Xeon nicht mehr gegen das Spitzenmodell der Desktop-Reihe, sondern gegen das nächstkleinere. Und das genau ist der eigentliche Punkt: Intel hat das "Problem" seiner letzten Produktpalette erkannt und das Feld etwas entzerrt. Auf den 4790 spart man aktuell rund 50 Euro. Der 4690 ist aufgrund seiner vier Kerne ohne HTT nicht komplett unattraktiv, aber sicher keine Investition in die Zukunft.
Optionen hat man aber nach wie vor viele und es müssen Entscheidungen gefällt werden. Im Kern läuft es darauf hinaus, dass man aus der Vorgängergeneration gewiss nicht aufrüsten muss. Dafür ist der Mehrwert zu gering. Wer neu anschafft, weil sein Equipment schon älter ist, der kann sich die Anschaffung überlegen. Gerade in Szenarien mit parallelisierter Aufgabenverteilung ist der Xeon E3-1231 v3 im 200-Euro-Bereich dem Core i5-4690(K) vorzuziehen. 50 Euro Aufpreis ist der Core i7-4790 für 200 MHz sicher nicht wert, wenn man auf die Grafikeinheit ohnehin verzichten kann. Dessen K-Modell spielt mittlerweile in einer anderen Liga.

ab 200,-€ GTX 960 4GB VRAM [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Daher gilt eher Leiser und Stromsparender.
Reine Leistung steht da eher beim Prozessor im Vordergrund zum Video codieren usw.
Die Karte sollte dabei aber der CPU nicht hinterher hängen.
Tendenziell bin ich aber nach 2 Desaströsen AMD Karten eher NVIDIA zugeneigt wo schon eine 1A GTX980 in meinem Heim ihren Dienst sehr zuverlässig und vorallem stabil verrichtet.
180,-€ R9-280X: https://geizhals.de/power...
200,-€ R9-280X: https://geizhals.de/sapph... besserer Kühler
220,-€ R9-380: https://geizhals.de/sapph... von 2015 mit 4GB VRAM und DX12 sowie GL 4.4
Vorteile der R9-280X:
- Rechenleistung in Spielen über einer GTX 960 oder R9-380, damit erheblich schneller als eine GTX 950
- VRAM 3GB, besser als 2GB Deiner Wunschkarte aber je nach Auflösung wären heute 4GB wünschenswert, je nach Einsatzzweck.
- 15x höhere double Rechenleistung, auch double Precision genannt, was für CAD-Anwendungen grundlegend ist. Die R9-280X taugt für professionelle Anwendungen ebenso wie zum Spielen,
Nachteile der R9-280X:
- Lauter bei Vollast
- höherer Stromverbrauch
- größer
- kein DX12 (naja, hat noch keine Karte wirklich und Spiele dazu gibt es auch nocht nicht)
- Open GL 4.3 anstatt 4.4 der GTX
- Keine Cuda
Zum Spielen eindeutig die R9, bei Anwendungen wird sie zum Teil erheblich schneller sein, in wenigen Ausnahmen etwas langsamer. Eine R9-380 für 220,-€ wäre aber noch sinnvoller
Diese passt Preis-/Leistungsmäßig am besten in mein Budget. Platz ist vorhanden.
Zotac GeForce GTX 950 AMP!, 2GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort (ZT-90603-10M)
Wär das ok?