Prozessoren 2017 von AMD: Ryzen Teil 2
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Prozessoren 2017 von AMD: Ryzen Teil 2

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Es geht weiter bei Ryzen - alles über die Erfolgsgeschichte, den Ryzen 3 und Infos zum Speicherthema bei Ryzen

Ryzen: Eine Erfolgsgeschichte

AMD Ryzen 7-1700 Quelle: PC Games Hardware AMD Ryzen 7-1700

Doch bei allem Genörgel: Die Kinderkrankheiten der komplett neuen Plattform aus Ryzen-CPU, modernem I/O-Hub, UEFI und den Kreationen der Mainboardhersteller überzeugte! AMD war zurück im Rennen und konnte Intel nicht nur in einen Preiskampf zwingen, sondern dem Chipgiganten in den folgenden Monaten speziell im heimischen DYI-Markt Anteile abknöpfen - und das auch noch Monate nach dem Launch, abseits der üblichen Euphorie der ersten Stunden. Zeitweise verkauf(t)en sich Ryzen-CPUs bei deutschen E-Tailern besser als ihre Intel-Pendants. Auch die Verbreitung im PCGHX-Forum kann sich sehen lassen: Selbst ohne Threadripper (s.u.) liegen die Ryzen-CPUs nach aktuellem Stand bei einem Marktanteil von über 20 Prozent. Speziell die günstigen Modelle wie der Ryzen 7-1700 sorgten anfangs für Furore, brachten sie doch echte acht Kerne in den Bereich von unter 300 Euro.

AMD Ryzen 5-1500X & -1600X Quelle: PC Games Hardware AMD Ryzen 5-1500X & -1600X Unterhalb dieser magischen Grenze konnte AMD mit dem Ryzen 5 punkten - hier speziell mit den sechskernigen R5-1600-Modellen. Diese hatten gegen ihre preislichen Konkurrenten von Intel leichtes Spiel in Anwendungen, konnten sie doch zwei zusätzliche Kerne und SMT ins Feld führen. Aber auch einige Spiele dankten es den Sechskernern, viele Ausführungsressourcen zu bieten. Dabei waren aus dem PCGH-Benchmarkparcours Crysis 3 und Codemasters F1 die prominentesten, aber auch Battlefield 1. Der Ryzen 5 hatte mit seinem Launch im April zudem den Vorteil, dass die AM4-Plattform bereits etwas gereift war, die Unterstützung für schnellen Speicher dank AGESA 1.0.0.4 verbessert wurde und AMDs Windows-Energiesparplan für Ryzen optimiert war. Zudem geriet AMDs Ryzen auch ins Radar einiger Spieleentwickler und Patches wurden entwickelt, um auf den AMD-CPUs eine bessere Performance zu ermöglichen, wie etwa der Juni-Patch von Rise of the Tomb Raider. Hier zahlte sich das bessere Verständnis der Ryzen-Architektur langsam aus. Erst Intels überhastete und bis heute nicht vernünftig lieferbare Antwort mit den sechskernigen Coffee-Lake-Modellen wie dem i5-8400 setzte AMDs Ryzen 5 zumindest im Spielebereich wieder unter Druck.

AMD wollte (oder musste) auch in anderen Bereichen punkten: Im Gegensatz zu den Intel-Prozessoren speziell der höheren Preisklassen gab man dem User alle Freiheiten, mit der CPU zu tun und zu lassen, was er wollte. Das Ryzen-Master-Tool unterstützt unerfahrene Anwender sogar noch dabei, Overclocking-Experimente durchzuführen. Alle Ryzen-5- und -7-Modelle werden mit aktivem SMT sowie freiem Multiplikator ausgeliefert - Letzteres gilt auch für die Ryzen-3-Einsteiger-Quadcores, die aber auf SMT verzichten müssen. Auf Mainboardseite erlaubte nicht nur das X370-Topmodell bei den I/O-Hubs das Overclocking, auch der günstigere B350 war damit gesegnet - nur auf das PCIe-Port-Splitting von ×16 auf 2×8 Lanes musste dieser verzichten.

Waren die Engineering-Samples und die von AMD für Vorab-Benchmarks genutzten Muster noch künstlicher heruntergetaktet beziehungsweise bei identisch-niedrigen Taktraten mit Intel-Pendants verglichen worden, zeigte sich zum Launch, dass AMD hier mit Absicht tiefgestapelt hatte und 3 respektive 3,2 GHz das untere Ende der Frequenzspanne darstellten.

AMD Ryzen R5-1600X Quelle: PC Games Hardware AMD Ryzen R5-1600X

Die Topmodelle mit acht beziehungsweise sechs Kernen kamen mit einer Basis-Taktrate von 3,6 GHz auf den Markt und erreichten im Normalbetrieb mindestens einen durchweg gehaltenen Allcore-Turbo von 3,7 GHz. Das war mehr, als Intel seinen Achtkernen zumutete und konnte mit den Hexacores aus Santa Clara durchaus mithalten. Beim Übertakten erwies sich die 4-GHz-Grenze als Richtmarke. Mit entsprechender, unbedenklicher Spannung schaffte ein hoher Prozentsatz der Ryzen-CPUs diese Schallmauer, arbeitete aber ungleich sparsamer, wenn man auf 100 bis 200 MHz verzichtete, die Spannung dafür auf 1,2 Volt oder weniger beließ und sich lieber am RAM-Tuning versuchte.

Ryzen 3 - der ungeliebte kleine Bruder

Auch mangels Leserinteresse etwas untergegangen ist der Ryzen 3 - der Quadcore für die Massen, sollte man meinen. Mit ihm brachte AMD echte Vierkerntechnik in den Bereich von anfangs 120 Euro, doch bei den PCGH-Lesern stieß er auf wenig Gegenliebe. Offenbar war der Anreiz aktueller Technik und niedrigen Verbrauches nicht genug, um angesichts der zu erwartenden Leistung auch die komplette Plattform mitzuwechseln. Zumal die Speicherpreise - DDR4 ist bei Aufrüstern eher selten vorhanden - stetig stiegen und den Wechsel nochmals verteuerten.

AMD Ryzen 3 1300X Quelle: PC Games Hardware AMD Ryzen 3 1300X AMD hatte sich bei den Einsteiger-Quads entschieden, auf SMT zu verzichten, sodass nackte Vierkerner hier am Werke sind. Entsprechend eignen sie sich zwar als sparsame Aufrüstoption für sehr alte Rechner, aber bereits die ( technisch natürlich veralteten und sehr stromdurstigen) FX-8000-Modelle, die ebenfalls in dieser Preisklasse unterwegs sind, kommen ihrer Performance sehr nahe und übertreffen sie teils sogar und der Ryzen 3 konnte erst inklusive OC die Vorgängergeneration durchweg hinter sich lassen. Viele AM3-Nutzer fielen als Zielgruppe also schon mal aus und auch in der PCGHX-Community ist es um die Akzeptanz als Spiele-Rechenherz mit aktuell exakt einem einzigen R3-1200 eher schlecht bestellt. Immerhin: Auch aufgrund des Ryzen 3 sah sich Intel wohl genötigt, seine immer unattraktiver werdenden Dualcore-i3s mit Coffee Lake zu echten Quadcores aufzustocken. Gegen den i3-8100 etwa kann der Ryzen 3 nur noch den Vorteil der niedrigeren Gesamtkosten in die Waagschale werfen, wenn man das nötige und bei Intel teurere Mainboard mit einbezieht.

Ryzen-Performance: Das Speicher-"Spezial"

AMDs Ryzen-Prozessoren sagte man speziell zu Beginn nach, extrem gut und vor allem besser als Intel-Modelle mit der Speichertaktrate zu skalieren. Zwar stimmt es, dass Ryzen sehr positiv auf mehr Speichertakt reagiert, aber laut den Messungen und Fazit im Skalierungsartikel in der PCGH 01/2018 sind diese Effekte nicht nennenswert ausgeprägter als etwa bei Intels Coffee-Lake-Modellen. Dennoch: Speziell in der Anfangszeit - grob gesagt in der ersten Hälfte 2017 - arbeitete AMD fieberhaft an neuen AGESA-Versionen, welche die Mainboard-Hersteller als Basis für ihre UEFI-Programmierung nutzen. Der Fokus dort lag eindeutig auf der Speicherperformance und Kompatibilität. Erst mit der Zeit war es möglich, für viele DDR4-Module stabilen Overclocking-Betrieb bis circa DDR4-3200 zu ermöglichen, wovon in den Anfangstagen die meisten Ryzen-User nur zu träumen wagten.

Kurios, aber eigentlich sehr exakt auch die Speicher-Spezifikation von Ryzen, die bis heute gültig ist. Offenbar war diese jedoch etwas verwirrend für viele Nutzer und so wurde der von AMD in den hauseigenen Benchmarks verwendete OC-Betrieb mit DDR4-3200 für bare Münze und als allein gültig angenommen. Separate Benchmarks, in denen wir aufzeigten, dass die Unterscheidung in Dual-Rank- wie Single-Rank-RAM durchaus einen größeren Einfluss als eine Taktstufe hatte, waren wohl zu gut versteckt, sodass wir dieser Tatsache sowie dem Speicher-OC im Ryzen-5-Test noch mal einen eigenen Abschnitt widmeten.

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        Deine Ergebnisse kommen so zustande, du hast den Takt höchstwahrscheinlich auf 4ghz gefixed und nutzt schnellen RAM (niedrige Latenzen machen ihn nur noch schneller und vermutlich ist er auch dual ranked), der 7700k hat einen all Core Turbo Takt von 4,4ghz und nutzt nur 2666mhz, nutzt du das Selbe beim 7700k, ist das Ergebnis auch unverfälscht. Abgesehen davon dein Ryzen ist auf Max OC, sehr viele 7700k machen 5ghz, manche sogar 5,2ghz. Dieser dann entstanden Vorsprung ist sicherlich nicht klein, aber man redet sich das was man selbst hat eben gerne schön

        Oi ein Wunder, schau mal was für ein Ergebnis bei meinem Vergleich mit einem ähnlich hochtaktenden Ryzen rauskommt, alles eine Frage der sonstigen Hardware
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        Deine Ergebnisse kommen so zustande, du hast den Takt höchstwahrscheinlich auf 4ghz gefixed und nutzt schnellen RAM (niedrige Latenzen machen ihn nur noch schneller und vermutlich ist er auch dual ranked), der 7700k hat einen all Core Turbo Takt von 4,4ghz und nutzt nur 2666mhz, nutzt du das Selbe beim 7700k, ist das Ergebnis auch unverfälscht. Abgesehen davon dein Ryzen ist auf Max OC, sehr viele 7700k machen 5ghz, manche sogar 5,2ghz. Dieser dann entstanden Vorsprung ist sicherlich nicht klein, aber man redet sich das was man selbst hat eben gerne schön

        Oi ein Wunder, schau mal was für ein Ergebnis bei meinem Vergleich mit einem ähnlich hochtaktenden Ryzen rauskommt, alles eine Frage der sonstigen Hardware
      • Von Gerwald Freizeitschrauber(in)
        Also ich hatte ja bis jetzt auch Intel, nur was ist da so toll dran, eine CPU wie jede andere. Als der Ryzen raus kam war gerade der i7 7700k aktuell und mal um 30 Punkte im Single Thread vor meinen Ryzen 1600X. Also so schnell scheint der auch nicht zu sein mit besserer Latenz usw.

        Der Ryzen 1600X hat einen TurboTakt von 4GHZ. Der i7 7700k hat einen Turbotakt von 4.5GHZ. Das heißt der Ryzen 1600X hat nur ca.89% des Turbotaktes des i7 7700k. Aber laut Z-CPU im Singel Thread gerade mal 2% mehr Leistung. Das sind die Werte die mir angezeigt werden.
        Natürlich kann man nicht so einfach sagen der 7700k braucht 13% mehr Takt um 2% Vorsprung vor den 1600X zu haben. Allerdings zeigt es, man kann auch nicht so einfach sagen der Intel wäre auf Grund irgendwelcher Latenzen oder sonstiges um so viel schneller.

        Wisst ihr ich hab einen Speicher mit sehr niedriger Latenz und 3200MHZ. Wenn jetzt einer einen Speicher bei gleichen MHZ hat aber eine höhere Latenz, das ist das vielleicht messbar. Aber im täglichen Arbeiten wird man den unterschied nicht merken.

        Da ist halt schon viel Fanboy gerade dabei.
      • Von Gerwald Freizeitschrauber(in)
        Spannung hab ich auch keine erhöht. auch nicht beim Ryzen mit 3.9GHZ
      • Von Gast1719868203
        Zitat von Threshold
        Was denn für alte Hackordnungen?
        Intel ist aktuell deswegen schneller, weil sie durch die Bank einen höheren Takt anliegen haben.
        Naja so einfach ist das ja nicht. Ringbus, bessere Latenzen und..ja, höherer Takt und IPC.
      • Von Gast1719868203
        Das bekommen die schon hin, da mache ich mir keine Gedanken. Wenn die es nicht hinbekommen, dann keiner. ^^
      Direkt zum Diskussionsende
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