Mindfactory: CPU-Verkaufszahlen implodieren fast vollständig
Die CPU-Verkaufszahlen beim deutschen Einzelhändler Mindfactory sind in den vergangenen Wochen um mehr als 50 Prozent eingebrochen und förmlich implodiert. Insbesondere AMDs Ryzen-Prozessoren liegen plötzlich wie Blei in den Regalen.
Aufgrund der globalen Speicherkrise, welche durch die exorbitant hohe Nachfrage aus dem KI-Segment getrieben wird, und den damit einhergehenden auch weiterhin hohen Preisen für DDR4- und DDR5-Speicherkits, sind auch die CPU-Verkaufszahlen beim deutschen Einzelhändler Mindfactory über die vergangenen Wochen extrem eingebrochen, wie die Erhebungen von TechEpiphany belegen.
In den 10 Jahren, in denen ich CPU-Verkäufe und damit verbundene Umsätze im Einzelhandel beobachte, habe ich noch nie einen so steilen Rückgang gesehen. — TechEpiphany
Während Mindfactory zu Jahresbeginn noch wöchentlich etwa 1.400 bis 1.600 CPUs absetzen konnte, sind es inzwischen nur noch in etwa 500 Prozessoren pro Kalenderwoche, so der Marktbeobachter in seiner Analyse.
Die Website PC Gamer hat sich die von TechEpiphany erhobenen Verkaufszahlen einmal im Wochenvergleich angesehen und daraus die nachfolgende Grafik erstellt, welche insbesondere einen Rückgang bei AMDs Ryzen-CPUs dokumentiert.
Quelle: PC Gamer
Bei den Mainboards zeichnet sich entsprechend eine ganz ähnliche Entwicklung ab, wie TechEpiphany herausgefunden hat. Während im vergangenen Jahr monatlich zwischen 4.000 und 8.000 Hauptplatinen bei Mindfactory über die virtuelle Ladentheke gingen, sind es inzwischen nur noch etwa 1.000 Stück.
Die meisten Markforschungsunternehmen wie TrendForce und IDC gehen davon aus, dass der PC-Branche der ganz große Preisschock und damit verbunden noch weiter fallende Verkaufszahlen erst noch bevorstehen dürften. Die aktuellen Zahlen von Mindfactory sind aber bereits ein erster Vorgeschmack auf die große Krise.
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Quelle: TechEpiphany / PC Gamer

Ich konnte das zuletzt beim Grünen Aufkleberladen sehen. Für 109 € ein schönes B860-Mini-ITX-Board im Mindstar gehabt, was normalerweise 140+€ kostet. Will niemand haben, weil damit einhergehend Sockel 1851 CPU + DDR5-RAM benötigt wird.
Ganz davon abgesehen, werden wir vermutlich ein Massensterben einzelner (Endkunden-)Händler sehen. Beim Verkauf von Hardware hat man noch nie große Margen erzielt und der Bau und Verkauf ganzer PCs hat sich nur auf Masse gelohnt, weil die Leute nicht bereit sind 100€+ für einen Zusammenbau/Test/Einrichtung/Gewährleistung etc. eines PCs zu bezahlen. Tja, diese Masse fehlt jetzt. Wer kein Geld auf der Kante hat, wird die aktuelle Marktsituation nicht überleben.
Nach unten gibt es eine Grenze im Preis für jeden Hersteller. Sprich wenn wesentlich Komponenten nicht oder nur zu unangemessenen hohen Preisen verfügbar sind so das auch andere Komponenten nicht gekauft werden ist das ein Problem. Nur weil zum Beispiel ein Luftkühler günstiger angeboten wird bedeutet das nicht das der sich auch verkauft. Wenn der Kunde keinen neuen Lüfter benötigt ist der Preis de facto irrelevant. Ich denke das wird für einige Hersteller zum Problem und wird einige in die Zahlungsunfähigkeit führen.
Das Beispiel Apple passt meiner Meinung nach nicht.
Apple bringt gerade die Einstiegsdroge in die Kinderzimmer in Form des kleinen Notebooks. Vergleichbar mit den Gutscheinen der Spielhallen. Sobald Apple dort angekommen ist wissen die auch werden sie für Jahrzehnte einen treue Kundin haben. Da reicht es aus das das Notebook keinen Verluste einfährt. Geld verdient wird später bzw mit anderen Angeboten.
Im übrigen bin ich ein wenig verwirrt über Deine Aussage. An anderer Stelle hast Du doch davon gesprochen, dass PC ein günstiges Hobby sei und die Konsumenten weiterhin die aufgerufen Preise bereit sind zu zahlen. Da passt es nicht das nun Hersteller die Preise senken. Wie kommt der Sinneswandel?
Firmen wachsen und machen ordentlich Umsatz und Gewinn. Da ist derzeit gar kein Druck irgendwelche Preise zu senken. Der Markt erfordert das zur Zeit nicht da Angebot und Nachfrage nicht im Gleichgewicht sind.
Firmen gehen halt derzeit nicht auf Masse sondern durchaus auf die Hardware welche die größte Rendite verspricht. Nvidea macht ja seine Umsätze nicht mit der 5060 oder 5090 sondern mit ihren KI Karten. Das ist das hochpreisige und Rendite trächtige Segment. Blöd für diejenigen welche eine bezahlbare GraKa kaufen möchten. Das da eine Firma jetzt auf Masse setzt wird nicht passieren. Dazu müsste der Markt mit den Hochwertkomponenten für KI Rechenzentren zuerst gesättigt sein.
Die werden ihre Preise senken. Viele Motherboards - da sind nicht alle Hersteller im B2B Segment unterwegs, die machen eher B2C.
Peripherie, Gehäuse, Netzteile (auch hier nur wenige machen Netzteile für Server und Workstations), Kühlung, Gaming-Monitore, all der Kram wird sich an den Markt anpassen. Und auch die Preise senken. Weil nur via Highend werden viele Firmen nicht überleben - auch wenn die Marge schön hoch ist, wird man nicht genug absetzen um das alles zu decken.
Firmen wachsen und machen ordentlich Umsatz und Gewinn. Da ist derzeit gar kein Druck irgendwelche Preise zu senken. Der Markt erfordert das zur Zeit nicht da Angebot und Nachfrage nicht im Gleichgewicht sind.
Firmen gehen halt derzeit nicht auf Masse sondern durchaus auf die Hardware welche die größte Rendite verspricht. Nvidea macht ja seine Umsätze nicht mit der 5060 oder 5090 sondern mit ihren KI Karten. Das ist das hochpreisige und Rendite trächtige Segment. Blöd für diejenigen welche eine bezahlbare GraKa kaufen möchten. Das da eine Firma jetzt auf Masse setzt wird nicht passieren. Dazu müsste der Markt mit den Hochwertkomponenten für KI Rechenzentren zuerst gesättigt sein.
Die Firmen wollen ja wachsen und mehr Umsatz und Gewinn machen. Also mehr verkaufen.
Wie erreicht man das? Richtig, Preise senken.
Sobald das Angebot der Nachfrage im KI-Markt gerecht wird, werden sich die Preise auch wieder sinken.
Aktuell ist alles stabil.
Vergiss nicht, die Firmen gehen alle auf Masse, nicht auf hochpreisige Hardware mit hoher Marge pro Stück. Selbst Apple schiebt günstige Geräte rein, obwohl die es nicht müssen. Warum? Na weil da halt das meiste Geld zu holen ist und eine starke Nutzerbasis.