Speicherkrise: RAM-Preise sollen frühestens 2028 sinken

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Speicherkrise: RAM-Preise sollen frühestens 2028 sinken
Quelle: G.Skill

Die im Rahmen der weltweiten Speicherkrise um 400 Prozent und mehr gestiegenen Preise für DDR5-Arbeitsspeicher werden sich wohl frühestens im Jahre 2028 wieder "normalisieren", wie die Analysten von Counterpoint jetzt prognostiziert haben.

Die im Rahmen der weltweiten Speicherkrise, welche von der nach wie vor exorbitant hohen Nachfrage aus dem boomenden KI-Segment getrieben wird, um 400 Prozent und mehr gestiegenen Preise für DDR5-Arbeitsspeichermodule werden sich wohl frühestens im Jahre 2028 wieder "etwas normalisieren", wie die Analysten vom Marktforschungsunternehmen Counterpoint jetzt prognostiziert haben.

In seiner aktuellen Analyse kommt Counterpoint Technology Market Research zu dem Urteil, dass sich der gesamte Speichermarkt zu einem volatilem "Eliminierungsspiel" entwickelt hat und es im "KI-Zeitalter" nur noch um das "blanke Überleben" geht.

Der Speichermarkt ist in ein volatiles "Eliminierungsspiel" eingetreten, bei dem die Sicherung von Kapazitäten nicht mehr nur eine Frage des Einkaufs ist, es geht im KI-Zeitalter um das wirtschaftliche Überleben.

— Counterpoint Technology Market Research

Bereits jetzt habe die Einführung aggressiver "Kompensationspreise" eine ganz neue, deutlich höhere Untergrenze für die Verhandlungen neuer Vertragspreise im 2. Quartal 2026 etabliert, sodass mittelfristig nicht mit Preisentspannungen zu rechnen sei. Die Marktforscher verweisen außerdem auf The Korea Herald, welcher berichtet hat, dass 64 GiByte DDR5-DRAM für Server um mehr als 150 Prozent gegenüber dem Vorquartal im Preis gestiegen sind. Auch Module mit 12 GiB LPDDR5X stiegen entsprechend um 130 Prozent, während 8 GiByte DDR4 als SO-DIMM eine "Preisexplosion" von etwa 180 Prozent im asiatischen Raum hinlegten.

Fertigungskapazitäten werden aufgefressen

Wenngleich die Planungen von Samsung, SK Hynix, Micron, CXMT und Nanya eine in etwa 26 Prozent höhere Fertigungskapazität vorsehen würden, werde diese aktuell ganz einfach "aufgefressen", so der Min-Sung Hwang von Centerpoint. Derzeit ist davon auszugehen, dass die KI-Megakonzerne unglaubliche Kapazitäten an Speichermodulen für nicht einmal gebaute Rechenzentren reservieren.

Diese Mengen werden vor der zweiten Jahreshälfte 2027 gar nicht von Bedeutung sein. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Verbraucher vor dem Ende 2027 eine Verbesserung der Lieferlage oder - was noch wichtiger ist - der Preisentwicklung sehen werden.

— Counterpoint Technology Market Research

Gegenwärtig ist es wohl so, dass egal wie weit die RAM-Produzenten ihre Fertigungskapazität auch in die Höhe schrauben, sämtliche Speichermodule für die KI-Rechenzentren und KI-Supercomputer aufgekauft werden. Die wenigen ICs, die übrig bleiben, werden durchschnittlich ab ~ 400 Euro für 32 GiByte DDR5-6000 gehandelt. Aktuell herrscht zumindest eine Konsolidierung mit "ganz leicht" abfallenden Durchschnittspreisen. Ist das die Ruhe vor dem Sturm?

Corsair Vengeance RGB mit 32 GiByte DDR5-6000 CL30

Die populärsten DDR5-Speicherkits mit 32 GiByte DDR5-6000 CL30 sind zuletzt von durchschnittlich etwa 450 Euro auf derzeit 400 bis 420 Euro gefallen. Auf diesem Niveau und möglicherweise noch etwas höher dürften sich die Preise wohl bis mindestens Ende 2027 bewegen, sollten die Analysten recht behalten.

Kingston Fury Beast mit 32 GiByte DDR5-6000 CL30

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Quelle: Counterpoint Technology Market Research via PC Gamer

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MTC001 Schraubenverwechsler(in)
        Mein i7 14700k läuft bestens mit meinem 8 Jahre alten 32GB DDR4 Ram. Ich rüste dann in 10 Jahren auf DDR6 auf.
      • Von MTC001 Schraubenverwechsler(in)
        Mein i7 14700k läuft bestens mit meinem 8 Jahre alten 32GB DDR4 Ram. Ich rüste dann in 10 Jahren auf DDR6 auf.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Ja wird wohl so sein. Nur für immer würde ich das nicht sagen. Da wird es schon noch was gehen. Da bin ich mir sicher ,nur halt aktuell sieht es halt nicht so aus.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Speicher is the new Klopapier.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Ich wollte ja eh auf ,zen 6 warten und dann hoffen das man damit per Luftkühler weiter kommt um dann auf diese Plattform zu wechseln. Das gute ist ja bis dahin sind bei Zen 6 alle Kinderkrankheiten beseitigt und die besten CPUs sind dann in Produktion. Und ich habe dann genug Zeit zu sparen. Ich weiß zwar nicht ob man mit Zen 6 beim allcore Takt per Luftkühlung weiter nach oben kommt ,ich hoffe es zumindest. Bei Luftkühlung ist meistens bei 4,8-4,9 GHz Rum Schluss. Keine 5,2 GHz möglich ohne die CPU zu glühen.
        Ich lasse mich da wirklich überraschen und ich weiß da wird es mehr geben als mich die nur mit Luftkühlung unterwegs sind. Die meisten werden zwar mit Wasser unterwegs sein aber das hält mich nicht davon ab.

        Und mir liegen bei aktuellen Zen 5 16 Kerner überwiegend nur Wasserkühlung vor.
        Das man das Ziel mit Luft nicht erreichen kann das habe ich verstanden.
        Darum wird das Ziel auch ein anderes sein. Ich hoffe ich werde nicht entäuscht werden ,zumindest das thermische Limit wird dann nach oben hin aufgeweicht.

        Zeit ist also relativ. Ich genieße also die lange Zeit bis da was geht. 2027 wird Zen 6 kommen und 2028 wird es zu 100% ausgereift sein.
        Das wird definitiv mein Jahr werden.
      • Von Axel12 Software-Overclocker(in)
        Dann warten wir mal bis 2028, wir haben ja viel Zeit!
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