Trinity: Fast alle Spezifikationen der kommenden APUs geleakt
Wieder einmal ist es die türkische Website Donanim Haber, die mit Leaks von sich reden macht. Aktuell sind es die fast kompletten Spezifikationen der kommenden Trinity APUs aus dem Hause AMD. Überraschend sind die hohen Taktraten von bis zu 3,8 GHz ohne Turbo.
Im zweiten Quartal des laufenden Jahres will AMD seine nächste APU-Generation unter dem Codenamen Trinity an den Mann bringen. Den Auftakt sollen die A10- und A8-Vierkerner machen, während die Zweikerner der A6- und A4-Reihe erst im dritten Quartal folgen. Die türkische Website Donanim Haber hat nun die fast kompletten Spezifikationen des Trinity-Parts veröffentlicht, der in diesem Jahr an den Start gehen soll.
Ein interessantes Detail am Rande ist herbei, dass AMD keine Dreikerner mehr in seinem Programm führt – was vermutlich der Piledriver-Architektur geschuldet ist, bei der jeweils zwei Integer-Kerne ein Modul bestücken. Die A10-Serie besteht aus vier Kernen und beherbergt laut Quelle eine Grafikeinheit namens Radeon HD 7660D, während das A8-programm ebenfalls vier Kerne bietet, allerdings 3D mit der langsameren Radeon 7560D beschleunigt. Nur noch die Hälfte der Kerne bieten APUs des Typs A6 und A4: Erstere wartet mit einer Radeon HD 7540D auf, die A4-Serie kommt mit einer Radeon HD 7480D. Die HD 7660D hat 384 Graphics-Core-Next-Stream-Prozessoren, die HD 7560D nutzt deren 256, die HD 7540D hat 192 und die HD 7480D kommt auf 128. Zudem fehlt der HD 7480D die Fähigkeit, mit einer zusätzlichen Grafikkarte zusammenzuarbeiten. Da Trinity-GPUs im Vergleich zur noch aktuellen Llano-Generation weniger Stream-Prozessoren bieten, scheint der Performance-Zuwachs durch die neue Architektur und höhere Taktraten zu erfolgen. Statt 600 MHz arbeitet die schnellste APU nun mit 800 MHz.
Der leistungsfähigste Chip ist der A10-5800K, der anscheinend für Spieler und Übertakter mit einem knappen Budget entwickelt wurde. Dieser bietet zwei Module zu vier Kernen, einen Basistakt von 3,8 GHz und eine Turbofrequenz von 4,2 GHz, 4 MiByte L2-Cache sowie die besagte Radeon HD 7660D. Als Chip für Übertakter weist ihn das "Black Edition"-Branding aus, das für einen offenen Multiplikator steht. Als zweitschnellste Trinity-APU folgt der A10-5700 auf 3,4 GHz mit einem Turbocore von 4,0 GHz. Einen offenen Multiplikator hat sie jedoch nicht. Der A10-5800K ist dennoch nicht die einzige Black Edition: Auch der A8-5600K bietet einen freien Multiplikator und kommt darüber hinaus mit 3,6 GHz (3,9 per Turbo) – ebenfalls ohne Taktsperre ist der A6-5400K gelistet. Der A8-5500 bietet 3,2 GHz und einen Turbo von 3,7 GHz, die Frequenzen des A4-5300 wie A6-5400 liegen noch im Verborgenen.
Einen L3-Cache weist keines der Modelle aus, auch gibt es wohl doch keine DDR3-2133-Unterstützung, wie in der Vergangenheit angenommen wurde. Stattdessen müssen sich Trinity wie Llano "nur" mit DDR3-1866 begnügen. Bestätigt scheint dagegen der Sockel FM2, der mechanisch mit dem FM1 nicht kompatibel sein dürfte. Mit Ausnahme des besonders hochfrequentierten A10-5800K und des A8-5600K, die mit einer TDP von 100 Watt zu Buche schlagen, passen anscheinend alle Modelle noch in das 65-Watt-Budget.
Quelle: Donanim Haber

.
Gruß
Micha
Gruß
Micha