Stühlerücken bei Intel: Entlassungen, Managementwechsel, sogar Fabless?
Bei Intel scheint es zu personellen Veränderungen zu kommen. Das Unternehmen plant laut einem Medienbericht Entlassungen und auch im Management soll es zum Stühlerücken kommen. Sogar das Wort Fabless fällt in einem Bericht.
AMD hat Intel durchaus unter Druck gesetzt und in Santa Clara kämpft man immer noch damit, vom 14-nm-Prozess wegzukommen hin zu 10 und 7 nm. Im Strudel dieses Kampfes scheint es nun auch personelle Veränderungen zu geben und selbst heilige Kühe könnten auf die Schlachtbank kommen. Aber von vorne.
Lokale Medien in Oregon, wo Intel eines seiner wichtigsten Werke hat, melden mit Verweis auf Unternehmensinsider, dass eine größere Entlassungsrunde ansteht - angeblich die größte seit 2016, wo man 15.000 Stellen strich. Intel wollte die Meldung gegenüber The Oregon nicht kommentieren. Aber nicht nur in Oregon soll es Einschnitte geben, sondern weltweit. Medien wie Semiaccurate melden weltweite Jobprüfungen. In den USA laufen noch heute Prüfungen wegen der Entlassungsrunde 2016 wegen Altersdiskriminierung bei der Auswahl der Gekündigten.
Am Käfig gerüttelt wird aber wohl auch im Management. Der bisherige Vorsitzende des Intel-Verwaltungsrats, Andy D. Bryant, tritt von dieser Position zurück und packt bald die Koffer - er wird durch Dr. Omar Ishrak ersetzt. Außerdem rückt Alyssa Henry als Vorsitzende nach. Wenngleich der Abgang von Bryant länger geplant ist, so verändert sich das Management bei Intel durchaus - nicht nur ganz oben. So erwähnt Mark Lipacis, Analyst bei Jeffries, in seiner Analyse zum Papier, dass Intel 2020 vor "dramatischen" Veränderungen steht.
Dafür sieht er unter anderem die Akquise von Gary Patton im Dezember 2019, vorher Chief Technology Officer (CTO) bei Global Foundries. Und Jim Keller, der lange bei AMD war, ist nun Senior Vice President und soll die Fertigung überwachen. Auch im Marketing gab es zuletzt Veränderungen und Personal wie Rajeeb Hazra, Corporate Vice Presient, mussten die Koffer packen. In der Data Center Group, die Hazra führte, sollen angeblich 25-33 Prozent des Personals gehen. Am Ende lautet die Empfehlung des Analysten "Hold" für das Papier. Zumindest bis kommenden Donnerstag, denn dann werden die Quartalszahlen vorgestellt und sollte es größere Veränderungen geben, so werden diese dort wohl bekanntgegeben.
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Mark Lipacis geht soweit anzureißen, dass Intel auch durchaus langfristig Fabless werden könnte. Das Unternehmen ist eines der wenigen großen Chip-Designer, die sich noch den "Luxus" einer eigenen Fertigung erlauben. AMD hat seine Fabriken schon vor Jahren als Global Foundries aus dem Unternehmen ausgelagert, IBM verkaufte seine Fertigung unter anderem an "Glofo" und Nvidia war schon immer Fabless. Der Trend geht generell in diese Richtung - man überlässt die Fertigung Zulieferern wie TSMC, Samsung, Micron und Co. -, je nachdem, welches Produkt man braucht. Ob es wirklich soweit kommt, wird vom Erfolg der 7-nm-Produktion abhängen. Auf die will man sich bei Intel konzentrieren und sollte sich das ähnlich schwierig gestalten wie der Wechsel zu 10 nm, dann könnte das Thema sicher auf den Tisch kommen, sich von den hohen Investitionen in Fabs zu verabschieden. Zumal man auch mit laufenden Prozessen Probleme hat - in 14 nm ist man seit geraumer Zeit an der Kapazitätsgrenze.
Entsprechend spannend wird auch der Ausflug in den Grafikkartenmarkt, Intel hatte sich ja immer wieder auf neuem Terrain versucht, etwa bei Prozessoren für Smartphones und Tablets. Nicht immer war das mit großem Erfolg verbunden, weshalb man hoffen muss, dass die GPU-Sache nachhaltiger ist.

Was bleibt ist natürlich der Drang nach Anerkennung, Liebe, Macht usw. - Das wird immer bleiben. Und ist auch absolut Teil der in Star Trek dargestellten Utopie. Und natürlich auch nichts, was ein imaginärer, idealer Kommunismus elminieren würde, ganz im Gegenteil.
Ich wollte nur sagen, dass wir, wenn man sich auf das wesentliche besinnt oder aus einer anderen Perspektive betrachtet, eigentlich schon in utopischen Verhältnissen leben und wir trotzdem jede Menge Probleme haben und mich das daran zweifeln lässt, dass man selbst mit unendlichen Ressourcen, eine problemfreie oder auch nur subjektiv problemärmere Gesellschaft schaffen kann. Man müsste aber vermutlich erst mal genauer definieren, was alles Ressourcen sind.
Wo ziehst du die Grenze?
Soll jeder, unabhängig von seiner Leistung, das gleiche "verdienen"?
Arbeitet man dann nicht automatisch nur soviel wie sein muss, und keine Minute mehr?
Welchen Ansporn hätte man, Leistung zu erbringen, wenn das Ergebnis unabhängig davon ist?
Ich kann 8Std am Tag Eier schaukeln oder 8Std engagiert Arbeiten. Bekomme gleich viel. was tue ich wohl?
Das ist die so viel beschriebene Foren-Filterblase.
Der 14nm Intel Prozess und deren Produkte liegen auf dem Niveau von TSMCs 7nm und deren AMD Produkte mit Ausnahme von Prozessoren mit vielen Kernen.